care | Vitamin C – worth the hype?

Der Liebling der Skincare-Community scheint momentan Vitamin C zu sein. Ob in Tonern, Seren oder Tagespflege, es tauchen immer mehr Produkte mit diesem Antioxidans auf. Auf vielen Blogs werden Produkte rund um Vitamin C vorgestellt, es wird ausgiebig getestet und verglichen. Besonders aufwendig hat das zum Beispiel Pia von skincareinspirations.com getan. Absolut lesenswert, denn sie hat sich im Rahmen einer ganzen Vitamin C Beitragsreihe die Mühe gemacht, verschiedene Produkte genauer unter die Lupe zu nehmen. Und da man es kaum besser machen kann, befasst sich dieser Post nicht mit einer weiteren Produktbeschau, sondern soll vielmehr die Grundlagen beleuchten, die hinter dem Hype Vitamin C stecken.

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Unsere Atmosphäre ist bekanntermaßen reich an Sauerstoff. Doch kommen Sauerstoff und UV-Strahlung zusammen, entstehen reaktive Sauerstoffspezies (ROS). Nimmt Sauerstoff ein negativ geladenes Elektron auf, so entsteht das sehr reaktive Superoxid-Radikal. Noch ein Elektron mehr führt zum Peroxid-Anion, welches wiederum sehr gerne Wasserstoff bindet und es entsteht Wasserstoffperoxid, das vielen eventuell als Bleichmittel bekannt ist. Trifft UV-Strahlung hingegen auf Wasser, entsteht das Hydroxyl-Radikal. Die schlechte Nachricht: all‘ diese Prozesse finden auch in der Haut statt. Denn freie Radikale sind äußerst reaktiv und können zahlreiche Moleküle wie Proteine, DNA und Lipide chemisch verändern. So ist die Bildung von Hydroxyl-Radikalen vermutlich der Hauptgrund, weshalb Sonnenlicht schädlich für die Haut ist [1].

Die durch reaktive Sauerstoffspezies verursachten Schäden stehen nach Meinung vieler Biologen und Biochemiker im direkten Zusammenhang mit dem Altern. Im Laufe der Zeit werden in den Geweben des menschlichen Körpers immer mehr Schäden angesammelt. Dabei wird vermutlich die DNA am meisten geschädigt. Die Folge sind Veränderungen in der DNA, was die genetische Information verfälscht und letztendlich unsere Zellen, sowie ihre Funktionen immer stärker beeinträchtigen. Eine Hautzelle, die durch Sonneneinstrahlung geschädigt wurde entwickelt vielleicht erst einmal nur einen Sonnenbrand. Verbringt man aber regelmäßig Zeit in der Sonne, ohne entsprechenden Sonnenschutz, kann die Haut Schaden nehmen. Es entwickeln sich Pigmentflecken, Fältchen, im schlimmsten Fall Hautkrebs.

Um diese Schädigungen zu minimieren und zu vermeiden, hat unser Körper verschiedene Mechanismen entwickelt. So gibt es diverse Enzyme, die in der Lage sind, Radikale einzufangen und unschädlich zu machen. Interessanterweise ist es gerade der Mensch, der im Vergleich zu anderen Tieren, am besten in der Lage ist, die durch ROS entstandenen Schäden an der DNA zu verhindern oder zu reparieren. Neben den Enzymen, die gezielt Radikale (Oxidantien) einfangen, nutzt der Körper auch Antioxidationsmittel wie Glutathion, Vitamin E, Beta-Carotin und Vitamin C.

Für den menschlichen Körper ist das wasserlösliche Vitamin C (L-Ascorbinsäure, LAA) essentiell. Im Gegensatz zu Pflanzen und einigen Tierarten, fehlt uns ein Enzym (mit dem eingänglichen Namen L-Gluconolacton-Oxidase), das in der Lage ist, Vitamin C aus einer Zuckerverbindung herzustellen. Die logische Konsequenz lautet also, Vitamin C muss über die Ernährung zugeführt werden. Die Empfehlung für die tägliche Vitamin C Zufuhr beläuft sich auf ca. 60 mg, was für ein Vitamin vergleichsweise hoch ist [2]. Noch höhere Dosen beugen Infekten vor, was jedoch die genauen biochemischen Grundlagen hierfür sind, ist noch nicht vollständig verstanden. Allgemein lässt sich festhalten, dass Vitamin C das mengenmäßig häufigste Antioxidans im menschlichen Körper ist.

Zum Schutz gegen reaktive Sauerstoffspezies, entstanden durch UV-Einstrahlung auf die Haut, sind Antioxidantien unverzichtbar. Die Idee von Vitamin C in Hautpflegeprodukten ist also mehr als gut. Eine erhöhte Konzentration an Antioxidantien in der Haut, bedeutet einen besseren Schutz vor UV-bedingten Schäden. Die topische Applikation von Vitamin C hat in der Dermis außerdem noch folgende Effekte:

  • Stimulation des Bindegewebsstoffwechsel
  • Anregung der Kollagensynthese
  • Vitamin C induziert in der Haut die Bildung der interzellular Substanzen sowie der Hyaluronsäure (Feuchtigkeitsbindung)
  • Der Abbau von Kollagen wird verhindert
  • Schutz vor UVA und UVB Strahlung

Klinisch ist die Anti-Aging Wirkung von Vitamin C durch zahlreiche Studien gut und ausführlich dokumentiert. Da einige meiner Fragen jedoch trotzdem offen blieben, habe ich zum Thema Vitamin C eine PubMed Suche (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed) nach entsprechender Primärliteratur gemacht. Die Kombination „Vitamin C AND Skin“ ergab sage und schreibe 3769 Suchergebnisse. Gar nicht mal so schlecht! Anbei ein paar Details, die ich recht interessant finde.

Was ist der optimale pH-Wert für wässrige Vitamin C Produkte?

Vitamin C Moleküle sind die kleinsten unter allen Vitamin Bausteinen. Dies ermöglicht ihnen, tief in die Haut einzudringen. Allerdings muss hierfür der pH-Wert stimmen. Ausnahmen sind stabilisierte Vitamin C Derivate oder Vitamin C in silikonbasierten Anwendungen. Eine Versuchsreihe untersuchte die perkutane Absorption von L-Ascorbinsäure in Abhängigkeit vom pH-Wert. Dabei kam heraus, dass die Aufnahme von Vitamin C nur dann erhöht wird, sobald der pH-Wert unter 4 fällt [3]. Ein niedriger pH-Wert ist essentiell für die Absorption und den Transport, was man daran erkennen kann, dass sich der Effekt steigern lässt, wenn man mit dem pH-Wert bis auf 2 geht. Jedoch ist dies dann schon tief im sauren Bereich und es ist nicht bekannt, was genau mit dem hauteigenen pH-Wert geschieht. Daher sind die meisten wässrigen Vitamin C Produkte auf einen Wert um pH 3.5 formuliert. Gerade aber bei empfindlicher Haut kann das schon zu sauer sein. Hier empfiehlt sich der Umstieg auf ein silikonbasiertes Produkt, denn wo kein Wasser, da kein (saurer) pH-Wert.

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Wie lange hält sich Vitamin C in der Haut?

Trägt man eine 15%ige Vitamin C Anwendung täglich auf, so hat man nach 3 Tagen eine Gewebestättigung erreicht- etwa 20x höher als der normale Vitamin C Werte der Haut! Beendet man die tägliche Anwendung, so ist in Laborversuchen die Konzentration von Vitamin C nach ca. 4 Tagen zur Hälfte wieder abgebaut, sprich die Halbwertszeit von Vitamin C in der Haut beträgt etwa 4 Tage [3]. Im Umkehrschluss würde ich hier annehmen, dass es nach einer initialen Phase der Anwendung reichen sollte, Vitamin C nur alle 2-3 Tage anzuwenden. Denkbar wäre auch so etwas wie eine 3-Tages Kur, bei der man Vitamin C an drei Tagen in Folge anwendet und dann vier Tage Pause macht. So konzipiert könnte man auch das Problem der geringen Haltbarkeit saurer Vitamin C Produkte vermeiden. Die 3-Tages Portionen könnte man jeweils einzeln verpacken und so wäre das Produkt bei Anwendung immer frisch. Einmal in der Haut, ist Vitamin C stabil, also müsste man sich auch keine Sorgen darum machen, dass man sich das Vitamin C in der Anwendungspause aus dem Gesicht wäscht [4].

Stabilisierte Vitamin C Derivate- genauso wirksam wie Vitamin C in seiner Reinform?

Vitamin C ist wie bereits erwähnt relativ instabil, wenn es zur topischen Anwendung wässrig formuliert wird. Einmal angebrochen, sollten die Produkte kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Am besten sind Verpackungen, die Licht und Luft ausschließen. Aber auch in in lichtgeschützten Behältnissen kommt es zum Abbau, jedoch ist hier der Prozess etwa 70x langsamer. Außerdem schein die Viscosität des Humectants eine bedeutende Rolle für die Stabilität von L-Ascorbinsäure zu haben [5].

Jedoch gibt es verschiedene stabile Vitamin C Derivate. So werden zum Beispiel Ascorbinsäure-Ester nach oraler Aufnahme gut und schnell in Ascorbinsäure umgewandelt. Aber passiert das auch, wenn Ascorbinsäureester über die Haut aufgenommen werden? Eine Studie hat kommerziell erhältliche Formulierungen von Magnesium Ascorbyl Phosphate und Ascorbyl-Palmitate in hoher Konzentration getestet, um festzustellen, ob dies zu einer erhöhten Vitamin C Konzentration in der Haut führt [3]. Im Laborversuch konnte keines der getesteten Derivate die Vitamin C Konzentration signifikant erhöhen. Zwar konnte in einer weiteren Studie gezeigt werden, dass zumindest Magnesium Ascorbyl Phosphate in marginalem Maße über die Haut aufgenommen werden kann. Das liegt vor allem daran, dass es sich bei diesem Vitamin C Derivat  um ein geladenes Molekül handelt, das die Haut auf Ebene des Stratum Corneums kaum passieren kann- es kommt also nicht in den tieferen Hautschichten an (6).

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Vitamin C – worth the hype? Absolut! Zumindest, wenn man bei L-Ascorbinsäure bleibt. Die Derivate überzeugen mich nicht vollends.

Den durchweg guten Eigenschaften im Kampf gegen freie Radikale und Lichtalterung stehen meiner Meinung nach nur zwei „schlechte“ Eigenschaften gegenüber:

  1. Wer von Natur aus einen hellen Hauttyp hat, dem wird das vermutlich nicht so viel ausmachen, jedoch hat Vitamin C auch eine gewisse bleichende Aktivität. In der Haut stört Vitamin C die Pigmentproduktion an unterschiedlichsten Stufen der Melaninsynthese. Darüber hinaus wirkt es auf Orthochinon und oxidiertes Melanin. Im Klartext, Melanin, das Pigment, welches für unsere Hautfärbung verantwortlich ist, wird durch Vitamin C gebleicht [4].
  2. Saure Vitamin C Produkte werden nicht von jeder Haut toleriert. Im Zweifel also erst vorsichtig rantesten oder silikonbasierte Produkte verwenden.

 

Literaturangaben:

[1] Karp, Molekulare Zellbiologie, 4. Auflage, 2005, Springer Verlag.

[2] Koolman & Röhm, Taschenatlas der Biochemie, 3. Auflage, 2003, Thieme Verlag

[3] Pinell et al., Dermatol Surg 2001;27:137–142. Topical L-Ascorbic Acid: Percutaneous Absorption Studies.

[4] Worreth & Gehring, Kosmetische Dermatologie, 2004, Springer Verlag.

[5] Ahmad et al., AAPS PharmSciTech, Vol. 12, No. 3, September 2011. Photostability and Interaction of Ascorbic Acid in Cream Formulations.

[6] Kameyama, Sakai, Kondoh et al., J Am Acad Dermatol 1996;34:29–33. Inhibitory effect of magnesium L-ascorbyl-2-phosphate (VC-PMG) on melanogenesis in vitro and in vivo.

Further reading: M. Kerscher, Dermatokosmetik, 2. Bearbeitete und erweiterte Auflage, 2009, Steinkopff Verlag.

 

care | sauer macht schöne Haut

 

 

 

16 Gedanken zu “care | Vitamin C – worth the hype?

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    • Hallo Aylin,

      die Wirkung ist die selbe, unabhängig vom Trägermedium. Nur vertragen viele Hauttypen die wässrigen Vit C Seren oft nicht, da Vitamin C in wässsriger Lösung für eine ausreichende Wirkung sauer eingestellt sein muss. In silikonhaltigen Produkten ist dies eben nicht der Fall. Die eindringtiefe beeinflusst das im Übrigen auch nicht. Vit C ist ein relativ kleines Molekül mit einer Ladung, die die Penetration der Haut gut ermöglicht. Silikon oder Wasser ist also lediglich eine Frage der Verträglichkeit 🙂

      Liebe Grüße,
      Sarah

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  8. Hallo Sarah!
    Ich bin ein großer Fan deines Blog! Mir gefällt, dass du deine Beiträge so sachlich fundierst und einfach erklärt sind. Bitte weiter so!!!! Kannst du mir sagen ob Vision C die Haut lichtemfindlich macht? Meine Überlegung ist im Urlaub VitaminC unter der Sonnencreme aufzutragen. Wenn ich aber aus dem Urlaub zurück bin möchte ich nicht mehr Sonnencreme benützen (würde dann auch Vitamin C weglassen). Wenn aber VitaminC photosensitiv macht, müsste ich noch 4-8 Wochen nachdem ich mit Vitamin C aufgehört habe Sonnenschutz auftragen. Deshalb die große Frage: wird die Haut lichtemfindlicher?
    Liebe Grüße, Elisabeth

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    • Hallo liebe Elisabeth,

      oh wow, vielen, vielen Dank für Dein liebes Kommentar. Darüber freue ich mich riesig.

      Vitamin C macht die Haut nicht lichtempfindlich. Im Gegenteil, die antioxidative Wirkung des Vitamin C in Verbindung mit Sonnencreme, schützt die Haut vor der Entstehung freier Sauerstoffradikale – also ein echtes Powerteam. Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Frage beantworten? Wenn nicht, melde Dich bitte jederzeit gerne wieder.

      Wünsche Dir einen wundervollen Urlaub – genieße es!!

      Liebste Grüße,
      Sarah

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      • Hallo Sarah!

        Vielen Dank für deine schnelle Antwort 🙂 Einen Teil meiner Kosmetik mache ich selber – da sind deine INCI-Wiki besonders hilfreich 😉 Bei den meisten Beauty-Blogs habe ich das Gefühl, die Blogger schreiben nur über Produkte für die sie bezahlt werden (Stichwort Schleichwerbung). Bei dir aber merkt man, du schreibst über Themen, für die du dich begeisterst! Mir gefällt außerdem, dass du immer ordentlich zitierst (so wie man es auf der Uni lernt ;)).

        Wenn Ascorbinsäure nicht lichtsensibel macht und gleichzeitig die Kollagenproduktion anregt, ist es für Anit-Aging wirklich interessant! Ich weiß zwar, dass Sonnencreme der beste Anti-Aging-„Wirkstoff ist, und im Gesicht trage ich ihm auch immer brav aber z.B. auf meinen Handrücken nie (ich müsste ihn ja nach jeden Händewaschen auffrischen – viel zu mühsam). Dann könnte ich also Vitamin C (das ich eben nicht mit Sonnenschutz kombinieren muss) auf meine Hände auftragen und hoffen, dass sie dank Antioxidantien und Kollagenanregung ein bisschen besser altern?

        Ich würde noch gerne deine Meinung einholen: Letzte Woche hatte ich eine Computer-Hautanalyse (die Maschine heißt VISIA). Raus kam u.a., dass ich eine erhöhte Melaninproduktion habe. Die Kosmetikerin vor Ort meinte, dass läge daran, dass man im Sommer kein Glycolsäure-Peeling verwenden soll – für mich kein Problem es wegzulassen. Auf mein Nachfrage, ob ich meiner erhöhten Melaninproduktion mit Antioxidantien wie Ascorbinsäure und Retinol entgegenwirken kann, meinte die Kosmetikerin: „Keine Säuren im Sommer, weder Glycolsäure noch Vitamin C oder Retinol. Erst ab Oktober“. Was hältst du von der Aussage? Ich habe mich eben an Retinol noch nicht ran getraut – dachte aber der Beste Zeitpunkt zum Starten wäre der Sommer weil man da die Trockenheitssymptome nicht so merkt – meiner Haut möchte ich aber auch nicht durch erhöhte Lichtsensibilität schaden. Das AHA-Peeling im Sommer wegzulassen stört mich nicht, aber wenn man jeden Frühling/Sommer Retinol unterbrechen müsste, würden doch die Fortschritte wieder rückgängig gemacht werden, oder?

        Liebe Grüße und schönen Abend,
        Elisabeth

        Gefällt 1 Person

  9. Liebe Elisabeth,

    oh Wahnsinn, schon wieder so ein Riesenlob!! Tausend Dank Dir dafür ❤
    Wenn Du den ersten Absatz Deiner letzten Antwort und mein Kommentar auf Deine Frage in dem a-Liponsäure INCI-Wiki zusammennimmst, wirst Du hoffentlich auch nachvollziehen können, weshalb ich Deiner Bitte nach einem Review zu den TO nicht ganz nachkommen kann. Denn wie Du schon angemerkt hast, schreibe ich nur selten über Produkte, eher über die Backgrounds. Grundsätzlich hätte ich ziemlich Lust darauf, deshalb sage ich nicht, dass ich es niemals machen werde, aber evtl muss ich mich da noch bisschen mehr mit den Produkten auseinandersetzen. Bisher habe ich nur ca. 7 verschiedene TO Produkte getestet, von denen mich bis dato leider keines wirklich überzeugt hat. Daher habe ich auch nie wirklich mehr den Ansporn gehabt, mehr zu testen. Da greift man dann doch meistens lieber auf die Dinge zurück, die wirklich wirken 😉

    Nun aber zu Deinen Fragen:
    Du hast absolut recht, wenn man die Handrücken mit Sonnenschutz eincremt, müsste man eigentlich ständig nachcremen… naja nicht städig, denn ein Rest an Schutz bleibt trotz Händewaschen da. Zwar nicht wirklich viel, aber immerhin. Ich halte es immer so, dass ich die Reste der Sonnencreme beim eincremen des Gesichtes immer auf dem Handrücken abstriche… so halte ich es übrigens mit allen Pflegeprodukten: alles was zuviel ist oder eben die letzten Minireste, landen auf den Händen. Bestimmt wird das keine riesigen Effekte haben, aber schaden wird es auch nicht. Daher glaube ich auch leider nicht, dass der Gebrauch von Vitamin C auf dem Handrücken wirklich einen riesen Impact haben wird. Auch hier: schaden wird es aber nicht und ein wenig Pflege für diese sonst so vernachlässigte Hautregion, ist sicher eine sinnvolle Sache. Wenn Du aber wirklich gezielt etwas gegen Alterungserscheinungen auf den Handrücken unternehmen willst, schließe sie einfach in Deine Pflegeroutine mit ein. Auch eine Handcreme mit SPF30 kann schon hilfreich sein… denn selbst SPF 30 filtert schon 97% der UVB Strahlung und hat min. einen UVA Schutz von PPD 10 (PPD 20 filtert etwa 95% der UBA Strahlung).

    Deine Kosmetikerin hat nicht ganz unrecht, jedoch ist die Aussage sehr allgemein gehalten. Sie spielt nämlich auf die erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut bei Verwendung von Säuren, Retinol & Co. an. Denn die meisten Menschen verwenden nicht konsequent einen Sonnenschutz, daher ist es im Sommer für diejenigen kritisch regeläßig zu peelen… die Gefahr von Sonnenbränden und Hautschädigungen ist einfach zu hoch. Ich persönlich verwende trotzdem Glycolsäure und Retinol auch im Sommer, achte aber deshalb unbedigt immer auf einen entsprechenden Schutz. Wenn das gegeben ist, sehe ich da kein Problem, jedoch gilt es dabei auch immer den eigenen Hauttyp einschätzen zu können.
    Gerade auch beim Retinol sehe ich es ähnlich wie Du: da will ich einfach nicht auf die Effekte verzichten, zumal es ja bekannt ist, dass Retinol für eine dauerhafte Wirkung auch dauerhaft angewandt werden sollte.

    Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen und wünsche Dir einen wundervollen Start in die neue Woche :*

    Liebste Grüße.
    Sarah

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