train | Triathlon ahead

Seit mehreren Jahren spiele ich mit dem Gedanken, einen Triathlon zu absolvieren. Ich habe eine Vergangenheit als Vereinsschwimmerin, gehe regelmäßig laufen und auf meinem Stadtrad absolviere ich jährlich so an die 800 km. Warum also nicht alles endlich mal kombinieren, ausbauen und gezielter angehen?!

Wann immer ich mich mit dem Thema Triathlon ernsthaft auseinander gesetzt habe, sind mir schnell so viele Fragen durch den Kopf gegangen und ich war ziemlich verwirrt, wie ich das am besten angehen soll. Außerdem: bin ich nicht eigentlich schon viel zu alt, um damit zu beginnen? Deshalb habe ich den Gedanken an einen Triathlon immer und immer wieder zur Seite geschoben.

Als ich Feli im Oktober persönlich kennen gelernt habe, hatte ich endlich einen Ansprechpartner gefunden, der mir meine vielen Fragen zu diesem Thema beantworten konnte und meine Bendenken über den Haufen geworfen hat. Ganz frei nach dem Motto: mach‘ es einfach, es gibt nichts zu verlieren! Diesen Winter nutze ich also dazu meine Schwimmform wieder auszubauen und das Thema Triatlon nun endlich anzupacken- gleich heute war ich mit meiner Freundin Hanna beim Schwimmen und habe die ersten 2km für’s Schimmkonto gesammelt.

Welche Tipps Feli mir zum Einstieg in einen Triathlon gegeben hat, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, denn sie war so lieb einen kleinen „Triathlon- how to get started“ Guide zu schreiben. Vielleicht überlegt sich ja der ein oder andere auch, im nächsten Jahr einen Triathlon anzupacken.

Hallo liebe eat | train | care – Leser. Mein Name ist Feli, ich bin 23 Jahre alt und studiere Jura. Nebenher blogge ich auf www.felinipralini.de und mache Triathlon. Bereits mit 13 Jahren habe ich mit dem Triathlontraining angefangen, nicht wirklich ambitioniert, sondern eher um meine Fitness zu verbessern und weil ich immer gerne geschwommen bin. Seit einem Jahr habe ich meine Trainingsumfänge erhöht, meinen Trainingsplan verbessert und mache endlich Fortschritte. Dennoch bin ich weder Profi, noch irgendwie außerordentlich gut, sondern der Sport macht mir einfach Spaß. Für jeden, der gerne mal einen Triathlon machen möchte, schreibe ich diesen Post.

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Geh‘ es mit Spaß an

Das Wichtigste an der ganzen Sache ist: hab Spaß. Es bringt nichts, wenn du dich davon abschrecken

lässt, wieviele Wochenstunden ein ambitionierter Triathlet abspult – das sind ganz schnell 15-20. Fange stattdessen ganz langsam und locker an. Gehe 1-2 Mal die Woche Schwimmen, 1-3 Mal die Woche laufen und setz dich 1-2 Mal aufs Rad. Oder auch weniger/mehr, so wie du Lust und Zeit hast. Trainiere nicht von 0 Wochenstunden Sport direkt auf 10 Wochenstunden hoch, sondern höre auf dich und deinen Körper. Such dir  Hilfe und spreche mit befreundeten Triathleten (oder mit welchen, die du noch nicht kennst). Mein Tipp wäre es, sich in einem Verein anzumelden. So vereinsamt man als Individualsportler nicht, ist viel motivierter beim Training dabei (alleine schwimmen im öffentlichen Schwimmbad zwischen rücksichtslosen Menschen versus Schwimmen im Verein auf abgesperrten Bahnen – ein himmelweiter Unterschied). Außerdem können dir die Trainer wertvolle Tipps geben und dich verbessern. Ich würde ohne Verein niemals so oft die Woche im Schwimmbad stehen, die Laufschuhe schnüren und im Sommer wäre ich wahrscheinlich nicht aufs Rennrad gestiegen ohne meine Trainingsgruppe.

Es muss nicht von allem das Beste sein

Triathleten sind Materialsportler – das ist das Erste, was einem an dieser „Spezies“ auffällt. Fast jeder trägt einen 500 Euro Klotz am Arm (eine sogenannte Triathlon Uhr mit GPS), alles wird genauestens dokumentiert, ein Wattmesser am Rad für 1000 Euro ist keine Seltenheit und das Wettkampfrad muss mindestens 2000 Euro kosten. Natürlich brauchst du ein Wettkampfrad, ein Trainingsrennrad und ein Crossrad für den Winter. Nein, das brauchst du nicht – zumindest nicht am Anfang. Für deinen ersten Triathlon kannst du dir natürlich ein Rennrad zulegen (gebraucht gibt es schon günstige ab 400 Euro und du fühlst dich schneller und bist es auch), du kannst einen Volkstriathlon aber auch mit genau dem Rad machen, das du schon hast. Für den Anfang braucht es auch keine 500 Euro teure Uhr, ich zähle im Schwimmtraining im Kopf automatisch die Meter mit, die ich schwimme und schaue auf die große Uhr mit Sekundenzeiger, die in jeder Trainingshalle hängt, um meine Abgangszeiten zu kennen. Beim Radfahren genügt mir ein klassischer, alter Tacho, weder messe ich Watt, noch sitze ich auf einem teuren Carbonrad, mein Rennrad habe ich gebraucht gekauft, einstellen lassen und das reicht vollkommen aus. Lieber fahre ich erstmal mehr Fahrrad und werde dadurch schneller, anstatt 3000 Euro zu investieren und es dann doch nicht zu nutzen. Zum Laufen habe ich derzeit noch meine 3 Jahre alte Laufuhr, es gibt aber auch super Apps, die kostenlos eure Laufstrecke messen (mit Pace, Distanz und Dauer) – ich nutze Strava, jedoch sind Nike und Runtastic auch gut. Ansonsten benötigt ihr:

  • Badeanzug
  • Schwimmbrille
  • Badekappe (vor allem für die Mädels mit langen Haaren)
  • Sportklamotten (ein Triathlonanzug ersetzt jedoch das nervige Umziehen nach dem Schwimmen, weil ihr einfach aus dem Wasser kommt und euch aufs Rad setzt)
  • Radschuhe (falls ihr mit Clickpedalen fahrt, ansonsten nehmt ihr einfach eure Laufschuhe und erspart euch das Wechseln)
  • einen Helm (hier würde ich nicht sparen, da man sich gerade mit einem Rennrad ganz schön böse hinlegen kann)
  • Sportbrille (zum Schutz beim Radfahren und auch beim Laufen)
  • Startnummernband
  • Laufschuhe
  • ggf. Radhandschuhe und Socken

Natürlich könnt ihr später immer noch mit Aufleger, Aerohelm, Zeitfahrrad und Triathlonanzug aufrüsten – für den Anfang ist das jedoch nicht notwendig.

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Hole dir Inspiration

Beim Triathlon muss man (genau wie bei jedem anderen Sport) wissen, WARUM man sich das antut). Sucht euch ein (oder mehrere) Vorbilder oder Inspiration, folge inspirierenden Triathleten bei Instagram und scheue dich auch nicht, ihnen zu schreiben und ihnen Fragen zu stellen. Such dir einen Trainingspartner, der dich inspiriert, auch im Winter dein Training durchzuziehen – gerade wenn es dunkel wird, ist es eklig, draußen zu laufen und die Rolle kann ziemlich langweilig werden.

Such dir einen Wettkampf

Du musst wissen, warum du das machst. Kein Training macht Spaß, wenn du kein Ziel vor Augen hast. Ich würde dir einen kleinen Volkstriathlon (Sprintdistanz) zum Einstieg empfehlen: 500- 750m Schwimmen, 20km Rad, 5 km Laufen. Die Distanz schaffst du ohne Probleme ). Bei Volksdistanzen musst du dich nicht mit den Wannabe-Profitriathleten herumschlagen, die in der Liga leider häufig vertreten sind und dich nur verunsichern. Stattdessen hast du Menschen um dich rum, die (genau wie du) in den Sport reinschnuppern und nicht mit Zeitrad und Aerohelm über die Sprintdistanz an den Start gehen.

Beschäftige dich mit DEINEM Wettkampf

Schreibe dir eine Packliste – gute Packlisten gibt es überall im Internet, ich finde diese von GoGirl Run super (man vergisst fast immer etwas).

Lies dir die Wettkampfordnung durch (zB muss man immer mit Helm nach dem Rad in die Wechselzone einlaufen und darf den Helm erst öffnen, wenn man sein Rad weggestellt hat – sonst riskiert man, disqualifiziert zu werden.

Schau dir die Streckenführung an

Gehe schon vorher ein paar Mal im Freiwasser (See) schwimmen. Keine Angst vorm Schwimmstart – als schlechter Schwimmer und/oder Anfänger stellst du dich lieber nach hinten und lässt die Masse vorschwimmen, um nicht überschwommen, zerschlagen etc. zu werden. Das klingt jetzt hart, aber leider ist es so. Im Massenstart ist vom fairen Sport leider nicht viel zu spüren. Bleib‘ hinten bis du dich an das Haifischgewässer gewöhnt hast.

Genieß den Wettkampf – setz dich nicht unter Druck

Genieße deinen ersten Triathlon und feiere dich dafür, dass du das durchgezogen hast.

Was sind Deine sportlichen Projekte für den Winter 2016/2017 – eventuell sogar auch ein Triathlon?

train | challenge yourself

4 Gedanken zu “train | Triathlon ahead

  1. Danke für die Tipps =)
    Ich kann und mag zwar alle drei Sportarten, aber Triathlon hat mich nie gereizt. Außerdem besitze ich nur noch ein altes MTB mit kaputten Federgabeln für die Stadt, seit mir mein heiliges MTB (abgeschlossen!) vor der Uni geklaut wurde.
    Dafür gehe ich gerne Laufen, dafür nutze ich immer Strava. Finde ich von allen Apps, die ich als Freeware getestet habe, am besten =)

    LG Valandriel

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: recap | Februar 2017 |

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