care | Jetzt mal Klartext, Sonnenschutz!

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Spätestens wenn allerorts in den Drogerien die Aktionstische mit den Sonnenschutzprodukten aufgestellt werden, kann der Sommer nicht mehr weit hin sein. Eine nette Erinnerung an den Verbraucher, dass unsere Haut zu viel Sonne nicht wirklich gut wegsteckt. Also wird vielerorts schnell zu einem Produkt gegriffen, das bunt beworben und leicht zugänglich im Drogeriemarkt nebenan zu erwerben ist. Der Sommer kommt, es wird fleißig gecremt und gesprüht, der typische Sonnencreme vs. Sonne Geruch liegt auf der Haut, nur eine Sache nervt gewaltig: es klebt, schmiert, fettet und weißelt.

Für viele ist das der Grund, weshalb Sonnenschutz ein Produkt für den Urlaub ist, das es jedoch unter den seltensten Umständen in die tägliche Pflegeroutine schafft. Wer will schon abseits von Strand, Pool und Sommer aussehen, als wäre man in ein Ölbad gefallen? Das Hinterlassen von fettigen Tappsern auf Klamotten, Schreibtischen oder Kleidung passt einfach nicht in den Alltag. Sehe ich genauso. Aber deshalb auf einen Sonnenschutz verzichten? Fehlanzeige! Zwar trage ich auch nicht täglich einen Ganzkörpersonnenschutz, exponierte Stellen, wie Gesicht, Hals und Arme sind bei mir jedoch so gut wie immer versorgt bevor ich nach draußen gehe.

Don’t mess with ultraviolet radiation

Die meisten meiner Freunde lachen schon immer, wenn ich mal wieder eine Tube mit SPF50 aus dem Ärmel ziehe. Manchmal habe ich schon fast den Eindruck, ich müsste mich dafür rechtfertigen, weshalb ich Sonnenschutz trage. Aber für mich ist das eine klare Sache: die beste Anti-Faltencreme ist und bleibt ein Sonnenschutz. Sonne kann unsere Haut schädigen und nur weil ich diese Schäden vielleicht nicht heute und auch nicht morgen sehe, so ist langfristig gesehen die Sonne der Hauptfaktor für vorzeitige Hautalterung, Falten, schlaffe Haut, Hyperpigmentierungen (braune Flecken) und nicht zuletzt sogar Hautkrebs.

Ursächlich hierfür ist die UV-Strahlung, welche zwar Sommer wie Winter gegeben ist, aber vor allem im Sommer durch den niedrigeren Einstrahlwinkel der Sonne mit deutlich mehr Kraft auf der Erdoberfläche ankommt. Während UVB-Strahlen für die offensichtlichen Sonnenschäden wie Sonnenbrand und Hyperpigmentierungen verantwortlich sind, agieren die UVA-Strahlen im Verborgenen. Sie dringen tiefer in die Haut ein und können die in den Zellkernen befindliche genetische Information (DNA) der Hautzellen schädigen und Mutationen hervorrufen. Diese Zell- und DNA-Schäden können verantwortlich für die Entstehung von Hautkrebs, Aktivierung des Immunsystems (Entzündungsreaktionen der Haut) und dem Abbau von Kollagen (Faltenbildung) sein.

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Nach Möglichkeit sollte man übermäßige UV-Strahlung meiden oder sich entsprechend vor ihr schützen – sicheres Sonnenbaden gibt es nicht. Doch deshalb nicht mehr in die Sonne gehen und zum Budenhocker werden, ist natürlich auch keine Lösung. Mit ein paar Gedanken im Hinterkopf kann man dem Sommer trotzdem entspannt entgegen sehen und die Sonnenstrahlen genießen:

  • Mittagssonne meiden: steht die Sonne auf dem Höchststand, ist der Einstrahlwinkel sehr niedrig und der Weg, den die UV-Strahlung auf die Erdoberfläche zurücklegt ist entsprechend kurz. Man bekommt quasi die volle Dröhnung, ohne dass die Atmosphäre oder eventuell Wolken die Chance hatten, einen Teil der UV-Strahlung abzumildern bzw. anderweitig zu absorbieren.
  • Achtung vor bewölktem Himmel am Meer oder in Höhenlagen: was in den heimischen Breitengraden in der Regel keine größeren Probleme darstellt, sieht in den Bergen oder am Meer ganz anders aus. Selbst bei bewölktem Himmel ist die Sonnenstrahlung deutlich intensiver als bei uns vor der Haustür. Die Luft ist sauberer, wodurch die Intensität der UV-Strahlung maßgeblich beeinflusst wird. Denn herrscht weniger Luftverschmutzung, absorbieren die Schmutzteilchen und das Ozon entsprechend weniger UV-Strahlung. In den Bergen gilt übrigens die Faustregel: pro 300m erhöht sich die Intensität der Sonnenstrahlung um ca. 4%. Am Meer sollte man beachten, dass Sand und Wasser die Sonnenstrahlung durch den Brennglaseffekt zusätzlich verstärken.
  • Kenne deine Haut: wer seinen Hauttyp gut einschätzen kann, weiß genau wann es kritisch wird bzw. wieviel Sonne man verträgt. Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden – „nach rot kommt braun“, ist einer der dämlichsten Ansätze, die man fahren kann. Hauttyp 1 hält es ungeschützt etwa 10 min in der Mittagsonne aus, bevor mit einem Sonnenbrand gerechnet werden muss. Hauttyp 2 hat eine Eigenschutzzeit von 10-20 min, während es bei Hauttyp 3 20-30 min und bei Hauttyp 4 ca. 30 min sind.
  • Direkte Sonne vs. Schatten: im Schatten ist man vor UV-Strahlung zwar nicht vollständig geschützt, dafür ist es doch nochmal deutlich entspannter für die Haut, als in der prallen Sonne. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass man im Schatten ebenfalls braun wird, kein Grund also für direkte Sonneneinstrahlung.
  • Sonnenschutz als Accessoire: Scheitel, Haaransatz und die Augen sollte man nicht vergessen. Eine Kopfbedeckung oder Sonnenbrille schützen die Stellen, die sich durch Sonnencreme nur schlecht bzw. gar nicht schützen lassen.
  • Sonnenschutz aus der Tube: ganz klar einer der offensichtlichsten Maßnahmen zum Schutz gegen UV-Strahlung ist ein Sonnenschutzprodukt mit entsprechendem UV-Filter. Doch was gibt es eigentlich für Filter, wie funktionieren sie und was gilt es zu beachten?

Die zwei Arten von UV-Filtern

Immer wieder hört man von den mineralischen und chemischen Filtern, die kurzerhand in zwei Schubladen gesteckt werden. Die mineralischen Filter gelten dabei als gemeinhin „gute“ Filter, während die chemischen Filter einen schlechten Ruf haben, sie sind schließlich „chemisch“. Kleine Aufklärungsarbeit an dieser Stelle: chemisch ist keine korrekte Bezeichnung wenn man die beiden Filterarten gegeneinander ausspielen will. Denn sowohl mineralische als auch chemische Filter entstammen der Chemie – so wie eigentlich alles in unserem Leben mit Hilfe der Chemie verstanden und beschrieben werden kann. In der breiten Bevölkerung ruft das Wort Chemie jedoch in erster Linie eine negative Assoziation hervor. Alles was künstlich, artifiziell oder sonst nicht weiter naturgegeben ist, wird in den Topf „Chemie“ geworfen. Dabei beschreibt die Chemie im klassischen Sinne einfach nur die Naturwissenschaft, die sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und der Umwandlung von Stoffen beschäftigt.

Mit einem Ausflug in den Wortgebrauch der Chemie will ich euch nun anhand der Einteilung der UV-Filter folgendes mitgeben: chemisch sind beide Arten der Filter. Um sie voneinander abzugrenzen sollte man stattdessen eine Einteilung in anorganische und organische UV-Filter anwenden.

Anorganische Filter beruhen auf chemischen Verbindungen, die anorganische Atome enthalten. Im Falle der klassischen anorganischen/mineralischen Filter Titandioxid und Zinkoxid, handelt es sich um eine chemische Verbindung aus Titan bzw. Zink und Sauerstoff.

Elemente_4.pngVon den anorganischen Filtern abzugrenzen sind die organischen UV-Filter. Organische Verbindungen basieren auf Kohlenstoff und enthalten daneben häufig noch die Elemente Wasserstoff, Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Halogene. Viele Naturstoffe sind klassischerweise organische Verbindungen (Fette, Zucker, Proteine, Nukleinsäure etc.) und damit natürlich auch Chemikalien. Deshalb gibt es also keinen Grund chemische UV-Filter von Grund auf als „schlecht“, „böse“ oder „gefährlich“ einzustufen, dazu benötigt es dann doch etwas mehr Informationen.

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Anorganische/mineralische UV-Filter

Nachdem nun geklärt ist, dass die zwei verschiedenen Arten von UV-Filtern nichts mit einer Einteilung im Sinne von gut vs. schlecht zu tun haben, sondern lediglich ihrer chemischen Einteilung in anorganisch und organisch zu Grunde liegen, wollen wir uns die verschiedenen UV-Filter genauer anschauen.

Bei den anorganischen Filtern wird es relativ übersichtlich, denn hier gibt es momentan nur zwei zugelassene Vertreter: Zinkoxid und Titandioxid. Bei den beiden genannten Stoffen handelt es sich genaugenommen um „Mineralien“, daher der Wortgebrauch „mineralisch“. Sie sind weißliche, unlösliche und stark deckende Pigmente, die in Sonnencremes eingesetzt, für den typisch weißlichen Schleier verantwortlich sind. Aufgrund ihrer Unlöslichkeit lassen sich rein mineralische Cremes oft nur schwer in die Haut einarbeiten, doch auch hierfür gibt es einige Tricks und Kniffe, um nach Verwendung mineralischer Sonnenschutzprodukte nicht wie ein Gespenst auszusehen. Mehr dazu gleich, doch vorher noch ein paar Informationen zu Titandioxid und Zinkoxid:

Titandioxid (INCI: Titanium Dioxide)

  • Seit 2002 im Anhang 7 der Verordnung über kosmetische Mittel als mineralischer UV-A und UV-B-Filter gelistet
  • Eingesetzt werden vor allem beschichtete („gecoatete“) Pigmente in einem Größenbereich von 10-60 nm (Nano) und der sogenannten Rutil-Modifikation. Rutil bezeichnet den physikalischen und chemischen Aufbau des Minerals, sprich die Anordnung der einzelnen Atome zueinander und die daraus resultierenden physikalischen Eigenschaften. Im Falle des Titandioxids in der Rutil-Modifikation erhält man ein besonders photostabiles Mineral mit einem sehr hohen UV-Absorptionsvermögen.
  • Für Sonnenschutzprodukte wird heutzutage fast ausschließlich nanoskaliges Titandioxid genutzt, das auf INCI-Listen mit Titanium Dioxide und der Angabe „Nano“ aufgeführt werden muss. Die in der Vergangenheit lange eingesetzten Titandioxid-Mikropartikel ergeben eher pastöse Formulierungen, die sich nur schwer auf die Haut auftragen lassen und ein eher klebriges, weißliches und unangenehmes Finish hinterlassen. Nanoskaliges Titandioxid dagegen ist nahezu transparent und lässt sich verhältnismäßig einfach auf der Haut verteilen. Des Weiteren ist die Schutzwirkung gegen UV-Strahlung bei Nanopartikeln wesentlich besser, insbesondere hohe Lichtschutzfaktoren können derzeit nur unter Einsatz von Nanopartikeln erzielt werden.
  • Nanopartikel stehen seit 2008 in der Kritik, denn es ergaben sich Hinweise darauf, dass ultra-feine Nanopartikel über die Haarfollikelkanäle möglicherweise das Stratum corneum (Hornschicht der Haut) penetrieren können. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es aber keine fundierten wissenschaftlichen Belege darüber, dass Titandioxid (Nano) in lebende Zellen eindringen kann [1]. Entscheidend für diese Bewertung ist einerseits die Verwendung von beschichtetem Titandioxid, sowie eine intakte Hautbarriere, die jeweils eine Penetration über Zellmembranen hinweg zusätzlich unterbinden. Laut aktueller Studienlage ist das Risikopotential nanoskaliger mineralischer UV-Filter vernachlässigbar [2]. Soviel vorerst zum Thema Nano-Partikel in Kosmetika, ein ausführlicher Bericht mit entsprechender Recherche würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Bei Interesse kann ich aber gerne einen separaten Post hierzu verfassen.

Zinkoxid (INCI: Zinc Oxide)

  • Im Einsatz als UV-Filter wird Zinkoxid primär im Nanobereich mit Partikelgrößen bis 100 nm eingesetzt. Der Einsatz von nanoskaligem Zinkoxid muss laut EU-Kosmetikverordnung seit 2013 auf INCI-Listen mit einem „Nano“ in Klammern gekennzeichnet werden (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30.11. 2009 über kosmetische Mittel (EU-Kosmetikverordnung)).
  • Wie Titandioxid auch ist Zinkoxid in Wasser unlöslich, jedoch steigt seine Löslichkeit bei pH-Werten unter 6 deutlich an, so dass freie positiv geladene Zink-Ionen mit negativ geladenen Gelbildnern oder Emulgatoren reagieren und so in Lösung gebracht werden können.
  • Sowohl Titandioxid als auch Zinkoxid können in Sonnenschutzprodukten mit bis zu 25% formuliert werden, jedoch jeweils nur für sich genommen. Werden die beiden anorganischen Filter koformuliert, darf die Konzentration der beiden Filter in Summe 25% nicht übersteigen. Die gemeinsame Formulierung von Titandioxid und Zinkoxid ist jedoch problematisch, da Titandioxid die Zusammenballung (Agglomeration) der Partikel fördert, was letztendlich einem Verlust der Schutzwirkung gegenüber UV-Strahlung bedeutet. Inzwischen gibt es aber speziell produziertes Zinkoxid, mit dem sich dieses Phänomen nahezu vermeiden lässt.
  • Zinkoxid filtert effektiv UV-Strahlung im Bereich von 340-380 nm (UVA), für einen umfangreichen UV-Breitbandschutz wird es daher häufig mit Titandioxid kombiniert. Es weist zudem eine ausgezeichnete Photostabilität auf.
  • Um das wasserunlösliche Zinkoxid in Lösung bzw. Emulsion zu bringen, bieten sich vor allem Fettphasen an. Die enthaltenen Lipide lösen das Mineral zwar immer noch nicht, jedoch kommt es zu einer Benetzung der Partikel, was den Auftrag und die Einarbeitung erleichtert. Geeignete Lipide hierfür sind oxidationsstabile und niedrigviskose (flüssige) Neutralöle oder auch Squalan.
  • Zinkoxid gilt gemeinhin als sicherer UV-Filter mit niedriger Hautpenetrationsrate, nicht-carcinogenen Eigenschaften und einer insgesamt niedrigen Toxizität. Wie immer macht die Dosis das Gift, jedoch ist ein Einsatz bis 25% im Tier- und Humanmodell als sicher zu bewerten [3].

Organische UV-Filter

Im Gegensatz zu den anorganischen Filtern, ist die Gruppe der organischen Filter relativ divers und auch stetig wachsend. In der EU sind derzeit 26 verschiedene organische UV-Filter für die Formulierung in kosmetischen Sonnenschutzprodukten zugelassen. Viele davon werden als nicht ganz unproblematisch gehandelt: es ist die Rede von Gewebeanreicherung, hormoneller Wirksamkeit, erhöhtem Irritationspotential, Photoinstabilität, allergenem Potential, Cancerogenität oder zytotoxischen Wirkungen. Ich möchte in diesem Post vorerst nicht viel zu den genannten Punkten sagen. In meinen Augen benötigt es hierfür einen detaillierten Artikel zur aktuellen Studienlage. Niemandem ist es geholfen, wenn ich dieses mitunter hochkomplexe und teilweise persönlich-emotional aufgeladene Thema in 1-2 Sätzen abhandle. Dafür habe ich beim Lesen verschiedener Quellen einfach zu oft den Eindruck bekommen, dass viel Verwirrung, Unwissenheit und Halbwahrheiten kursieren.

Abgesehen von der immer währenden Diskussion um organische UV-Filter und deren potentielle unerwünschte Wirkungen, gilt es zu betonen, dass alle unten aufgeführten Filter in der EU eine Zulassung haben und das nicht umsonst. Nach aktueller Studienlage gelten alle dieser Filter unter Berücksichtigung der zugelassenen Höchstkonzentration als sicher und verträglich, sonst wären sie für den Gebrauch in Kosmetika erst gar nicht zugelassen. Sie schützen die Haut vor UV-bedingten Sonnenschäden, nicht auszuschließen sind jedoch individuell auftretende Unverträglichkeiten oder Sensibilisierungsreaktionen im Zusammenhang mit bestimmten Filtern.

INCI

Handelsname/ alternativer Name

3-Benzylidene Camphor
4- Methylbenzylidene Camphor Eusolex 6300 oder Parsol 5000, Enzacamen
Benzophenone-3 Oxybenzon; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon
Benzophenone-4 Sulisobenzon
Benzophenone-5 Natriumsalz des Sulisobenzons
Benzylidene Camphor Sulfonic Acid
Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine Tinosorb S
Avobenzone Butyl Methoxydibenzoylmethane
Camphor Benzalkonium Methosulfate
Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexylbenzoate Uvinul A Plus
Diethylhexyl Butamido Triazone Iscotrizinol
Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate
Drometrizole Trisiloxane Mexoryl XL
Ethylhexyl Dimethyl PABA Padimate O
Ethylhexyl Methoxy Cinnamate Octyl Methoxycinnamate
Ethylhexyl Salicate Octisalate
Ethylhexyl Triazone Uvinul T 150
Homosalate
Isoamyl Methoxycinnamate
Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol Bisoctrizole, Tinosorb M
Octocrylene
PEG-25 PABA Uvinul P 25
Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid Ensuizole
Polyacrylamidomethyl Benzylidenecamphor
Polysilicone-15 Dimethicodiethylbenzalmalonate
Terephtalylidene Dicamphor Sulfonic Acid Mexoryl SX, Ecamsule
Tris-Biphenyl Triazine (Nano) Tinosorb A2B

Ich habe mir beim Schreiben des Posts genau angeschaut, welche Filter im Zusammenhang mit Gewebeanreicherung, hormoneller Wirksamkeit, erhöhtem Irritationspotential, Photoinstabilität, allergenem Potential, Cancerogenität oder zytotoxischen Wirkungen stehen. Kurzzeitig habe ich auch darüber nachgedacht diese Wirkungen für jeden Filter entsprechend zu kennzeichnen. Jedoch ist das eine heiße Kiste, denn wenn man genau hinschaut, gibt es für so ziemlich jeden UV-Filter, selbst die sonst als so rundum verträglich beschriebenen mineralischen Filter, Berichte über allergene oder anderweitig irritative Potentiale. Teilweise sind das sehr seltene Komplikationen, die bei 1 in 100000 Patienten beobachtet wurden. Eine einfache Markierung als „allergen“ würde also nur die halbe Wahrheit erzählen und unnötig Panik verbreiten.

Genauso verhält es sich im Hinblick auf eine potentiell hormonelle Wirksamkeit. Zwar wird in dieser Richtung derzeit viel geforscht und kontrovers diskutiert. Gerne wird mit Studien argumentiert, doch versteht die breite Masse überhaupt, was in diesen Studien steht, kann sie dezidierte Gegenfragen stellen?

So frage ich mich oft, sind die zitierten Studien in vivo evidenzbasiert, wenn ja auch im Menschen? Welche Konzentrationen von UV-Filtern müsste man tagtäglich für eine entsprechende Wirkung zu sich nehmen – oral wohlgemerkt und das macht nun wirklich keiner freiwillig. Wurde die Studie entsprechend der good scientific practice durchgeführt, welche Kontrollen wurden inkludiert, in welchen Formulierungen wurde gearbeitet, etc… Ich hoffe ihr könnt meine Gedankengänge nachvollziehen und versteht, dass es keinen Sinn macht, hierbei eine einfache schwarz/weiß Denkweise anzusetzen. Für eine umfassende Bewertung sind einfach deutlich mehr und detailliertere Angaben nötig als der schlichte Hinweis „potentiell hormonell wirksam“. Ein ausführlicher Post zu diesem Thema mit mehr Information und Hintergrundwissen kann ich bei Interess ebenfalls gerne ausarbeiten.

Wirkungsweise von UV-Filtern

Absorption, Reflexion oder Streuung, diese physikalischen Prinzipien beschreiben, was mit (UV-)Strahlung passiert, wenn sie auf ein Material, eine Oberfläche oder ein Molekül trifft.

Im Falle der Absorption wird die Energie der eintretenden Strahlung durch die Transmission, also das Durchtreten der Strahlung durch ein geeignetes Medium, abgeschwächt. Aus sehr energiereicher Strahlung wird energieärmere Strahlung, denn das Medium kann einen Teil der eingestrahlten Energie aufnehmen und in anderer Form wieder abgeben.

Reflexion hingegen beschreibt das Zurückwerfen von Strahlung an der Oberfläche bzw. dem angestrahlten Material.

Zu guter Letzt beschreibt Streuung die Ablenkung von Strahlung, woraus häufig Strahlung mit anderen Eigenschaften resultiert. Ein Beispiel für Streuung des Sonnenlichts kann man z.B. gut am Himmel beobachten. Unsere Atmosphäre enthält verschiedene Gasteilchen, an denen sich die Sonnenstrahlen streuen. Je nachdem wie die Sonne steht und wie stark die Intensität der einzelnen Lichtanteile des Sonnenlichts sind, überwiegen entweder die blauen oder rot bis violetten Anteile des Sonnenlichts – sprich der Himmel erscheint für uns entweder blau oder auch rötlich-violett, wie man es bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang beobachten kann.

Auf die Wirkungsweise der verschiedenen UV-Filter angesprochen, waren sich die Fachkreise lange einig: Anorganische Filter wehren UV-Strahlung durch Reflexion oder Streuung ab, während organische Filter nach den Regeln der Absorption funktionieren. Zum gegenwärtigen Standpunkt ist jedoch klar, dass das nicht die ultimative Wahrheit ist. Stattdessen häufen sich die Annahmen, dass auch anorganische Filter nach den Regeln der Absorption spielen können [4].

Organische UV-Filter sind chemisch gesehen auf eine Art und Weise konstruiert, dass sie Strahlung aufnehmen können. Die ist durch das Vorhandensein sogenannter Doppelbindungen zwischen einzelnen Atomen innerhalb des Moleküls gegeben. Trifft UV-Strahlung auf diese Doppelbindungen, wird diese absorbiert und in Form von Wärmeenergie wieder freigesetzt. Keine Sorge, die Effektivität eines Sonnenschutzes macht sich aber keineswegs durch eine fühlbare Wärmeentwicklung auf der Haut bemerkbar.

In manchen Fällen kann der organische UV-Filter die absorbierte Energie jedoch nicht in Form von Wärmeenergie freisetzten, stattdessen verformt sich das Molekül unter Einfluss der UV-Strahlung. Dabei verändert sich dessen Struktur, welche im Gegensatz zur ursprünglichen Struktur keinen vollständigen UV-Schutz mehr bietet und in manchen Fällen sogar sensibilisierend-irritierende Wirkungen auf die Haut haben kann. Wann immer sich UV-Filter also nach Bestrahlung verformen und Änderungen in ihrer Molekülstruktur aufweisen, spricht man von Photoinstabilität. Ein typischer photoinstabiler Filter ist z.B. Avobenzone [5].

Wie sieht die Lage nun bei den anorganischen Filtern aus? Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass anorganische Filter die UV-Frequenzbereiche UVA (ca. 315-340 nm) und UVB (280-315 nm) auf verschiedene Art und Weise beackern. Während UVA vor allem reflektiert wird, wird UVB zum überwiegenden Teil absorbiert. Nur etwa 5% des UVB Lichts wird tatsächlich reflektiert [4].

Einen erholsamen und sonnigen Sommer allerseits –

mit Sonnenschutz

Hut ab, wer nach so vielen Ausflügen in die Chemie und Physik immer noch dabei ist. Ich verspreche, das Schlimmste ist überstanden und nun kommen wir wieder zu ein paar praktischen Ratschlägen im Zusammenhang mit der Verwendung von Sonnenschutz.

Welchen Lichtschutzfaktor verwenden?

Ich bin ganz ehrlich, alles was unter SPF 30 läuft, ist in meinen Augen wie gewollt aber nicht gekonnt. Die meisten tragen ohnehin viel zu wenig Sonnenschutz auf, als dass der auf der Tube angegebene SPF erreicht werden würde. Wenn man dann auch noch mit einem SPF 15 halbherzig ein, zwei Kleckse Sonnencreme auf dem Bauch verteilt, kann man es eigentlich auch gleich lassen.

Ok, ganz so eng sollte man es natürlich nicht sehen, denn richtig aufgetragen ist ein SPF 15 eine Menge wert, schauen wir uns dazu mal ein paar Zahlen an: Während Faktor 15 bereits 93% der UVB-Strahlung filtert, verhelfen der Sprung auf SPF 30 und SPF 50 gerade mal den Sprung auf 97 bzw. 98% Filterung der UVB-Strahlung. Einen 100%igen Schutz, wie in Form der „Sunblocks“ gerne suggeriert, gibt es eigentlich nie. Bei der Wahl des SPF ist aber folgende allgemeine Empfehlung nicht ganz verkehrt: wer seine Haut von sonnenbedingten Hautschäden und Hautalterung schützen will, trägt idealerweise einem SPF 30, im Urlaub macht ein SPF 50 Sinn.

Der SPF beschreibt hierbei übrigens lediglich den Schutz vor UVB-Strahlung, der Schutz vor UVA-Strahlung (PPD) beträgt in der Regel ein Drittel des UVB-Schutzes.

Hat eine Sonnencreme also einen SPF von 30, so entspricht der Schutz vor UVA-Strahlung mindestens einem PPD von 10. Doch weil die UVA-Strahlung im Gegensatz zur UVB-Strahlung das Jahr über fast konstant stark ist, nehmen es manche mit dem PPD Schutz ganz genau und wollen mehr Informationen über den exakten UVA-Schutz eines Produktes. Hierbei hilft entweder das Nachfragen beim Hersteller oder ebenfalls der Blick auf das Produkt. In manchen Fällen ist der genaue PPD-Wert bereits mit angegeben. Doch bei aller Liebe für Sonnenschutz und Genauigkeit, verhält es sich im Falle des PPD-Wertes ähnlich wie mit dem SPF. Im Hinblick auf die Menge der gefilterten UVA-Strahlung sind die Sprünge zwischen PPD 20 und 30 nicht allzu groß: ein PPD 20 filtert etwa 95% der UVA-Strahlung, der Sprung auf PPD 30 macht gerade mal 2 Prozentpunkte auf 97% aus.

Die Angabe über enthaltenen UV-Schutz erkennt man übrigens häufig durch die   eingekreisten „UVA/UVB“ Logos auf dem Sonnenschutzprodukt

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Ja Moment! Da geht man also in den Urlaub und kommt weiß wie eine Kalkleiste zurück?! Der ganze Spaß soll sich doch gelohnt haben.

Keine Sorge, wie oben erläutert lässt so ziemlich jeder SPF einen Teil an UVB-Strahlung durch. Das ist bereits ausreichend um die Melanin-Produktion anzuwerfen und diese tritt ohnehin mit ein wenig Zeitverzögerung auf. Ein guter UV-Schutz liefert richtig angewandt übrigens sogar die schönere und länger anhaltende Bräune. Denn wer Sonnenbrände vermeidet, der vermeidet auch das Schälen der Haut. Wenn sich die Haut erstmal schält, sieht man nicht nur sehr abgebrannt aus, sondern hat sich im selben Atemzug auch noch der schmerzhaft erarbeiteten Bräune entledigt.

Wieviel Sonnenschutz verwenden?

Im letzten Abschnitt habt ihr es vielleicht herausgelesen. Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Sonnencreme mit einem wahnsinnig hohen SPF/PPD zu verwenden, viel wichtiger als eine hohe Zahl, ist die Art und Weise wie man den Sonnenschutz aufträgt. Zwar haben Studien darauf hingewiesen, dass die Verwendung von Sonnencremes mit hohem SPF besser vor sonneninduzierten Hautschäden schützen. Großes ABER, denn diese Beobachtung beruht auf verschiedenen Faktoren, die letztendlich nichts mit dem Sonnenschutz an sich zu tun haben. Gründe hierfür sind unter anderem, dass der angegebene SPF auf dem Produkt nur selten dem entspricht, was letztendlich auf der Haut des Konsumenten ankommt. Sprich es wird einfach zu wenig appliziert und so wird aus einem SPF 50 schnell auch mal nur ein SPF 15 [6, 7, 8]. Deshalb ist neben der Wahl des Produktes auch wichtig zu beachten, wie man dieses Produkt aufträgt:

  • Bei Verwendung eines Sprays, sollte die Haut an allen Stellen nass glänzen und das Spray sollte anschließend gut in die Haut eingearbeitet werden. Nur zu Sprühen reicht hier leider nicht aus, ein wenig Hand anlegen muss man trotzdem.
  • Für das Gesicht sollte man in etwa die Menge eines halben Teelöffels verwenden. Das kann für eine so kleine Fläche schon relativ viel sein. Daher am besten in zwei Etappen arbeiten und ein wenig Wartezeit zwischendrin lassen. So kann das Produkt gut in die Haut einziehen und hinterlässt im Idealfall keinen glänzend-fettigen Film. Für Hals und Dekolleté jeweils auch das Äquivalent eines halben Teelöffels anvisieren.
  • Am Körper gilt die Faustregel: für Bauch, Brust und Extremitäten jeweils mindestens einen Esslöffel Produkt bemessen.
  • In Schichten arbeiten erhöht die Chance darauf, dass genug Produkt auf der Haut ankommt, das Hautgefühl dennoch nicht überladen wirkt und der angegebene Lichtschutzfaktor bestmöglich erreicht wird [9, 10].
  • Nach dem Kontakt mit Wasser sollte immer nachgecremt werden, auch wenn das Produkt als „wasserfest“ ausgelobt wurde. Vor allem UVA-Filter sind im Vergleich zu UVB-Filtern deutlich anfälliger für Verluste oder Degradierung nach dem Kontakt mit Wasser – in der Konsequenz heißt das, der Schutz gegenüber UVA-Strahlen erniedrigt sich in erheblichem Maße nach dem Bad im kühlen Nass [11].
  • Mineralische Sonnenschutzprodukte können vor allem bei Partikelgrößen außerhalb des Nanobereichs, einen weißen Film hinterlassen. Am Körper würde ich hier immer dazu raten, das Produkt in aller Ruhe mit etwas Wartezeit zwischen einzelnen Schichten aufzutragen. Im Gesicht kann das Einarbeiten mit feuchten Fingern oder mit Hilfe eines Makeup Schwämmchens hilfreich sein.

Welches Produkt verwenden?

Nun wissen wir, wie UV-Filter funktionieren, welche Arten von Filtern es gibt und was beim Auftrag zu beachten ist. Was bisher unerwähnt blieb, ist die Frage nach konkreten Produkten.

Wie ihr eventuell schon wisst, spreche ich hier auf dem Blog nur selten Produktempfehlungen aus. Jeder hat eine andere Haut, individuelle Bedürfnisse oder Vorlieben, weshalb ich es im Allgemeinen problematisch finde, eine Empfehlung auszusprechen ohne auch ein wenig von meinem Gegenüber zu wissen. Dennoch mache ich hier eine der wenigen Ausnahmen und stelle Euch im Folgenden ein paar der Produkte vor, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

Ich war auf der Suche nach Produkten, die den schlechten Ruf von Sonnencremes entgegen treten: kein Weißeln, kein Fetten, kein unangenehmes Hautgefühl und trotzdem vollumfänglicher Schutz vor UV-Strahlung – das muss doch möglich sein.

Dazu habe ich in den vergangenen Wochen zusammen mit Freunden ca. 30 verschiedene Produkte im Alltag getestet. Es waren fast alle Hauttypen vertreten, von sehr hell bis dunkel, von empfindlich bis robust, Männlein wie Weiblein haben sich durch verschiedene Produkte gecremt und getestet. Die spannendsten und vielversprechendsten davon möchte ich euch nicht vorenthalten, denn vielleicht hat der Artikel den ein oder anderen zum Nachdenken angeregt: man möchte bewusster mit der Sonne umgehen, nur bieten die klassischen Sonnenschutzprodukte mit ihrem unangenehmen Hautgefühl einfach keinen Anreiz dies auch in die Tat umzusetzen, eher Abschreckung. Vielleicht können Euch diese Produkte vom Gegenteil überzeugen. [Bitte beachtet, dass die geschilderten Eindrücke lediglich mein persönliches Empfinden widerspiegeln.]

Heliocare – der Profi unter den Sonnenschutzprodukten

Die IFC Group ist vielen vielleicht durch die Neostrata Hautpflegeprodukte bekannt. Aus dem gleichen Haus stammt auch Heliocare, eine spezielle Pflegelinie ausschließlich auf Sonnenschutzprodukte ausgerichtet. Insgesamt drei Produkte habe ich getestet und alle drei haben durchweg überzeugt.

Heliocare Ultra Gel SPF 50+

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Das sagt Heliocare:

Sehr hoher Sonnenschutz für Gesicht und Dekolleté. Mit patentierter Fernblock Technologie.

Für die Haut, die den größtmöglichen Sonnenschutz braucht:

  • polymorphe Lichtdermatose
  • aktinische Keratose
  • Vorgeschichte Hautkrebs
  • Hyperpigmentierung/Melasma
  • Vitiligo
  • nach photosensibilisierenden Behandlungen (z.B. Peeling / Laser)
  • nach Organtransplantationen oder bei Immunsuppression

Ohne Parabene. Nicht komedogen. Enthält Phytosphingosine (wirken antibakteriell und stärken die Hautbarriere). Für alle Hauttypen geeignet.

INCI: Aqua, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Octocrylene, PEG/PPG-20/6 Dimethicone, Styrene/Acrylates Copolymer, Cyclopentasiloxane, Ethylhexyl Triazone (Uvinul T 150), Glycerin, Hexylene Glycol, Zinc Oxide, Polyacrylamide, C13-14 Isoparaffin, Polypodium Leucotomos Leaf Extract, Phenoxyethanol, Titanium Dioxide, Camelia Sinensis Extract, Cetyl Dimethicone, Laureth-7, Tocopheryl Acetate, Dichlorobenzyl Alcohol, Mycrococcus Lysate, Parfum, Alumina, Phytosphingosine HCl, BHT, Simethicone, Linalool, Triethoxycaprylylsilane, Limonene.

INCI-Liste erklärt:

Drei organische Filter in Kombination mit zwei anorganischen Filtern führen in dieser Kombination zu dem hohen Sonnenschutz. Eingebettet in eine Wasserbasis, emulgiert mit Silikonen, Glycerin und Fettalkoholen, hier und da schummeln sich ein paar Füllstoffe rein, jedoch macht die Formulierung alles in allem einen soliden Eindruck und auch das Hautgefühl überzeugt. Auch wenn es sich hier um eine Sonnencreme und nicht ein klassisches Pflegeprodukt handelt, erkennt man doch, dass sich hier jemand ein paar Gedanken um die pflegenden und hautberuhigenden Eigenschaften gemacht hat. Denn eines ist unbestritten, viele organische Filter sind bekannt dafür, hautreizendes Potential zu bergen, deshalb sollte eigentlich kein Sonnenschutz ohne entsprechende Inhaltsstoffe zur Hautberuhigung formuliert werden. Diese Challenge wurde hier definitiv erfüllt: Grüntee- und Pflanzenextrakte, ein Vitamin E Derivat und sogar pflanzliches Sphingosin geben sich die Ehre. Einzige Downside für wirklich sensible Häutchen könnte der Zusatz von Parfum und deklarationspflichtigen Duftstoffen sein.

Mein Eindruck:

Ein hoher Sonnenschutz fürs Gesicht mit leichter Textur, die sich problemlos auch unter Make up tragen lässt. Mich hat vor allem das Hautgefühl gefallen, kein Fetten, kein Glänzen, lediglich ein leichter und gesund aussehender Glow. Das Gel wird für alle Hauttypen ausgelobt und eignet sich sogar für sensible Haut. Eine meiner Testerinnen hat jedoch von einem leichten Brennen um die Augenpartie berichtet, bei mir hingegen konnte ich zum Glück nichts dergleichen feststellen und das obwohl ich gerne mal auf organische Filter reagiere.

Heliocare Advanced Spray SPF 50

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Das sagt Heliocare:

Hoher Sonnenschutz für den Körper. Mit patentierter Fernblock Technologie.

  • Prävention sonneninduzierter Hautalterung (Photoaging)
  • beugt der Entstehung von Pigmentflecken vor
  • hinterlässt keinen weißen Klebefilm und zieht sofort ein
  • auch für behaarte Haut geeignet
  • vor Gebrauch gut schütteln

Wasserresistent. Für alle Hauttypen geeignet.

INCI: Aqua, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Styrene/ Acrylates Copolymer, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Uvinul A Plus), Octocrylene, C12-15 Alkyl Benzoate, Cyclopentasiloxane, Glycerin, Ethylhexyl Triazone (Uvinul T 150), Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Hexylene Glycol, C14-22 Alcohols, C12-20 Alkyl Glucoside, Zinc Oxide, PEG/PPG-20/6 Dimethicone, Polypodium Leucotomos Leaf Extract, Titanium Dioxide, Ethoxydiglycol, Camelia Sinensis Extract, Phytosphingosine HCI, Micrococcus Lysate, Tocopheryl Acetate, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Sodium Carbomer, Xanthan Gum, Methylparaben, Propylparaben, Alumina, Simethicone, Cetyl Dimethicone, BHT, Citric Acid, Parfum, Triethyoxycaprylylsilane, Linalool, Limonene.

INCI-Liste erklärt:

In diesem Produkt sammeln sich sage und schreibe fünf organische Filter in Kombination mit zwei anorganischen Filtern. Die Formulierung erinnert an die des oben beschrieben Heliocare Gel Ultra SPF 50+. Wasserbasis, emulgiert mit Silikonen, Glycerin und Fettalkoholen, hier und da ein paar Füllstoffe. Auch der Anteil an pflegenden Inhaltsstoffen ist wieder sehr zufriedenstellend. Was auffällig ist, ist die Verwendung von deutlich mehr Konservierungsstoffen. In Anbetracht der Tatsache, dass jedoch 200 ml Produkt enthalten sind, macht eine wirkungsvolle Konservierung Sinn. Kann man machen, muss man nicht, das ist letztendlich persönliche Einstellung. Bei großen Produktmengen und Produkten, die man gerne mal bei warmem Wetter mit sich herum trägt, sollte man darauf achten eine Vermehrung von Mikroorganismen so gut wie möglich einzudämmen. Dies geschieht entweder darüber, dass man stets nur Kleinstmengen verwendet und Produkte frisch öffnet oder eben eine entsprechende Konservierung in Kauf nimmt.

Mein Eindruck:

Das Produkt mit seiner flüssigen Textur wird in Form eines Sprays auf den Körper aufgebracht. Dabei wird kein Treibmittel verwendet, sondern ein einfacher manueller Sprühknopf. Für die Arme habe ich z.B. jeweils ca. 6-8 Pumpstöße verwendet. Das Produkt ließ sich problemlos einarbeiten und nach gerade mal 5 Minuten Einwirkzeit blieb ein angenehm trockenes, nicht klebriges Hautgefühl. Für mich einer der klaren Favoriten in Sachen Sonnenschutz für den Körper.

Heliocare 360° Gel oil-free SPF 50

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Das sagt Heliocare:

Hoher Sonnenschutz für Gesicht und Dekolleté. Mit patentierter Fernblock FC Technologie, BioShield System und Roxisomes.

Innovative ölfreie Gel-Formulierung. Zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehm leichtes Gefühl auf der Haut. Nicht fettend, reduziert Hautglanz

Für die Haut, die einen umfangreichen Sonnenschutz benötigt:

  • Prävention von Photoaging (sonneninduzierter Hautalterung)
  • beugt der Entstehung von Pigmentflecken vor
  • auch für ölige und Akne Haut geeignet
  • auch für feucht – warme Klimata geeignet

Ohne Parabene. Nicht komedogen. Dermatologisch und augenärztlich getestet. Für Mischhaut und fettige Haut geeignet.

INCI: Aqua, C12-15 Alkyl Benzoate, Arginine, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (Ensuizole), Disodium Phenyl Dibenzimidazole Tetrasulfonate, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Titanium Dioxide (Nano), Hexylene Glycol, C14-22 Alcohols, C12-20 Alkyl Glucoside, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Uvinul A Plus), Nylon-12, Myristyl Alcohol, Dipropylene Glycol Dibenzoate, Diethylhexyl Butamino Triazone (Iscotrizinol) , Phenoxyethanol, Polypodium Leucotomos Leaf Extract, Ethylhexyl Ferulate, Ferulic Acid, Caffeic Acid, Physalis Angulata Extract, Ceteareth-25, Caprylyl Glycol, Melanin, Myristyl Glucoside, Ethylhexyl Triazone (Uvinul T 150), Caprylyl Methicone, Hydrolyzed Wheat Protein/PVP Crosspolymer, Glycerin, Ethyl Ascorbic Acid, Aluminia, PPG-15 Stearyl Ether Benzoate, Disodium Ethylene Dicocamide PEG-15 Disulfate, Camelia Sinensis Extract, Ethylhexylglycerin, Tocopheryl Acetate, Xanthan Gum, Phytosphingosine HCI, Arabidopsis Thaliana Extract, Ethyl Lauroyl Arginate HCl, Panthenyl Triacetate, Parfum, Simethicone, Oxothiazolidine, Disodium EDTA, Silica, Ethyl Linoleate, Caprylic/Capric Triglyceride, Oleyl Alcohol, Butylene Glycol, Lecithin, Sodium Benzoate, Tocopherol, Linalool, Limonene.

INCI-Liste erklärt:

Das nenne ich mal eine umfangreiche Liste – 6 organische UV-Filter zusammen mit nanoskaligem Titanium Dioxid erklären den hohen Schutz, den die Sonnencreme bei korrektem Auftrag erzielen kann. Des Weiteren tummeln sich wieder verschiedene Fettalkohole und Pflegestoffe. Gerade letztere haben es in sich, einige davon findet man teilweise nicht mal in einem gut formulierten Moisturizer in der Fülle und Diversität: Arginine (hautkonditionierend), Ferulasäure (starkes Antioxidans), Koffein, Vitamin C. Vitamin E, Phytosphingosin und allerlei Pflanzenextrakte machen diese Sonnencreme zu einem Produkt, das sich vor einem gut formulierten Mouisturizer nicht verstecken muss. Auf Parabene wird vollständig verzichtet, Parfum und deklarationspflichtige Duftstoffe sind aber vorhanden. Ich will hier keine Grundsatzdebatte über Duftstoffe und dergleichen von Zaun brechen, nur so viel sei gesagt: in vielen Produkten macht die Zugabe von Duftstoffen/Parfum aus Sicht der Anwenderfreundlichkeit oft Sinn, denn nicht selten ging es mir auch schon so, dass ich bestimmte Produkte par tout nicht verwenden konnte, weil deren „natürlicher“ Duft einfach nicht tolerierbar war. Zudem gilt es nach wie vor zu bedenken, dass sich die breite Masse der Anwender nach wie vor mehr durch Duft als durch Wirksamkeit überzeugen lässt. Wenn letztendlich ein guter Schutz geboten ist und man Duftstoffe verträgt, sehe ich das als akzeptablen Kompromiss. Für alle anderen, die darauf verzichten wollen und auch müssen, bleibt in diesem Falle jedoch nur der Wechsel auf ein anderes Produkt.

Mein Eindruck:

Wenn ich morgens ins Regal greife, fällt die Wahl derzeit zu 90% auf dieses Produkt. Ich arbeite in zwei Schritten und trage jeweils zwei dünne Schichten nach meiner Morgenroutine auf. Keinerlei Probleme mit einem Abrollen der einzelnen Pflegeschichten und ein absolut trockenes Hautgefühl haben diese Creme in kürzester Zeit zu meinem absoluten Lieblingsprodukt in Sachen Sonnenschutz fürs Gesicht gemacht.

Uncover Skincare – Hautpflege entwickelt von Dr. Jetske Ultee

Die Forschungsärztin der kosmetischen Dermatologie hat sich auf die Fahnen geschrieben, Hautpflegeprodukte zu entwickeln, die „wirklich wirken“. Schluss mit unnötigen Inhaltsstoffen, stattdessen ist das Ziel „…eine Hautpflegelinie von hoher Qualität, die zudem sehr angenehm in der Verwendung ist. Alle Produkte enthalten ausschließlich milde und wirksame Inhaltsstoffe in hohen Konzentrationen, die wirklich etwas für die Haut bewirken und Beschwerden lindern oder vorbeugen können.

Zwei Sonnenschutzprodukte mit SPF30 sind derzeit von Uncover Skincare erhältlich: Suncover LSF30 und Suncare LSF30. Ersteres hat mich bezüglich Konsistenz und Geruch leider nicht überzeugt, wen das aber nicht weiter stört, findet hier ein mildes Produkt zum fairen Preis, denn​ das Produkt wird auf einer Non-Profit Base entwickelt und vertrieben. Vor allem für Babys und Kleinkinder eignet sich dieser reizarme Sonnenschutz besonders gut. Überzeugender war für mich persönlich das deutlich teurere Produkt Suncare LSF30 (50 ml kosten 35,95€).

Uncover Skincare Suncare LSF 30 Gesicht

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Das sagt Uncover Skincare:

  • Schützt vor UVA- und UVB-Strahlung
  • Enthält die sicheren UV-Filter Tinosorb S und M
  • Niacinamid, Koffein und Vitamin E bieten zusätzlichen Schutz
  • Hinterlässt keinen weißen Schleier

INCI: Aqua, C12-15 Alkyl Benzoate, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (nano) (Tinosorb M), Methylpropanediol, Dipropylene Glycol Dibenzoate, Niacinamide, Cyclopentasiloxane, Potassium Cetyl Phosphate, Polymethyl Methacrylate, Cetyl Alcohol, Cyclohexasiloxane, Caffeine, Hydrogenated Dimer Dilinoleyl/Dimethylcarbonate Copolymer, Lecithin, Tocopheryl Acetate, Camellia Sinensis Leaf Extract, Tocopherol, Helianthus Annuus Seed Oil, Glycerin, Caprylyl Glycol, PPG-15 Stearyl Ether Benzoate, Decyl Glucoside, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Tetrasodium Glutamate Diacetate, Phenylpropanol, Propylene Glycol, Xanthan Gum.

INCI-Liste erklärt:

Ohne Frage, hier wurde mild formuliert, modernste UV-Filter zur optimalen Synergie eingesetzt und an pflegenden Inhaltsstoffen wurde nicht gespart: Niacinamide, Lecithin (Bestandteil der Hautbarriere), Vitamin E, Koffein, und Grüner Tee Extrakt. Das alles ganz ohne Parfum und Parabene, für alldiejenigen mit sehr sensibler und trockener Haut eigentlich fast schon ein Moisturizer mit effektivem Sonnenschutz.

Mein Eindruck:

Die Creme kommt in einem Pumpspender daher, was die enthaltenen Inhaltsstoffe und Antioxidantien vor dem vorzeitigen Abbau durch Licht- und Sauerstoffeinflüsse schützt. Allerdings ist die Creme sehr reichhaltig, was sich in der festen Konsistenz bemerkbar macht. Auch auf der Haut spürt man das direkt. Mir persönlich war die Creme stellenweise zu viel, vor allem wenn ich sie kurz vor dem Sport aufgetragen habe, hatte sie ihre Tücken. Die leicht okklusive Formulierung, hat bei mir nach wenigen Minuten körperlicher Aktivität zu einem regelrechten Hitzestau geführt. Im Alltag unter dem Makeup bin ich aber weitestgehend gut zurechtgekommen. Wer eher zu Misch- oder fettiger Haut neigt, wird mit diesem Produkt nicht glücklich, da sie als zu reichhaltig empfunden werden könnte. Eine meiner Testerinnen hingegen mit sehr trockener und empfindlicher Haut, hat diese Creme als Favoriten benannt, kein Brennen, kein Fetten und ein weiches Hautgefühl nach dem Auftrag.

Koreanischer Sonnenschutz von Missha

In Sachen Hautpflegeprodukte sind uns die Koreaner weit vorraus. Abstriche in der Formulierung zugunsten von Pflegeeigenschaften gibt es hier nicht. So ziemlich jedes koreanische Hautpflegeprodukt, ist gut durchdacht, strotzt nur so von sinnvoll formulierten Inhaltsstoffen und ist dazu in Sachen Anwenderfreundlichkeit ganz vorne mit dabei. Auch bei den Sonnenschutzprodukten wird höchster Wert darauf gelegt, dass das Hautgefühl angenehm und Auftrag unkompliziert ist. Deshalb fiel es mir schon wirklich schwer, meine Auswahl auf zwei Produkte zu beschränken. Beide Cremes habe ich in regelmäßigem Gebrauch und jeweils auch schon oft nachgekauft…. man könnte sagen, es ist Liebe.

Missha all-around Safe Block Mild Sun SPF 30/ PA++

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Das sagt Missha:

Mit einem Minimum an nur allernotwendigsten Inhaltsstoffen schützt die Sonnencreme auch extra empfindliche und zu Allergien neigende Haut. Ohne chemische Filter werden UV-Strahlen mit reflektierenden physikalischen Filtern geblockt, Squalan-Öl pflegt die Haut seidig weich.

INCI: Aqua, Caprylic/Capric Triglyceride, Zinc Oxide, Titanium Dioxide, Butylene Glycol, Cetearyl Alcohol, 1,2-Hexanediol, Coco-Glucoside, Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer, Squalane, C20-22 Alkyl Phosphate, C20-22 Alcohols, Aluminium Hydroxide, Stearic Acid, Polysorbate 60, Hydrogen Dimethicone Xanthan Gum.

INCI-Liste erklärt:

Schöne kurze Liste, zwei anorganische Filter, milde Formulierung, kein Schnickschnack. So kann es auch aussehen, wenn der Fokus einfach nur darauf liegt, einen milden Sonnenschutz zu formulieren.

Mein Eindruck:

Ein rein mineralischer Sonnenschutz und wenn man der INCI Liste auch vertraut, vollkommen ohne nanoskalige Filter – das kann doch nur darin enden, dass ich mit weißem Gesicht vor dem Spiegel stehe. Nachdem ich aber so viel Gutes gehört hatte, musste ich mir natürlich mein eigenes Bild der Lage machen. Wie immer ging ich die Sache nach Protokoll an und verwendete die empfohlene Menge für das Gesicht in einem Schwung. Das Ergebnis war wie erwartet – weißes Gesicht. Nach bisschen Reiben und Verteilen war das Schlimmste jedoch eingearbeitet und spätestens als das Makeup ohne Probleme drüber aufgetragen wurde, war von einem weißen Schleier nichts mehr zu sehen. Am nächsten Tag war ich aber besser gewappnet, verteilte die Creme in zwei Schritten auf dem Gesicht. Dazwischen etwas Pause zum Einziehen und die zweite Schicht habe ich außerdem mit einem feuchten Makeup Schwämmchen eingearbeitet. Na bitte, alles gar kein Problem. Wer einen milden mineralischen Sonnenschutz ohne Parfum und Parabene sucht, wird hier fündig.

Missha all-around Safe Block Soft Finish Sun Milk SPF 50/ PA+++

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Das sagt Missha:

Die erfrischend leichte, zuverlässige Sonnenmilch für einen klaren, jugendlich strahlenden Teint!

INCI: Water, Cyclopentasiloxane, Silica, Zinc Oxide, Lauryl PEG-10 Tris(Trimethylsiloxy)silylethyl Dimethicone, Dipropylene Glycol, Butylene Glycol, Isopropyl Palmitate, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Caprylyl Methicone, Ethylhexyl Salicylate, Titanium Dioxide (CI 77891), Alcohol Denat, C12-15 Alkyl Benzoate, Helichrysum Arenarium Extract, Quaternium-18 Bentonite, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Dimethicone, Magnesium Sulfate, Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Uvinul A Plus), Aluminum Hydroxide, Stearic Acid, Hydrogen Dimethicone, Glycerin, Fragrance, Phenoxyethanol, Silica Dimethyl Silylate, Sodium Benzoate, Disodium EDTA, Tocopheryl Acetate, Potassium Sorbate, Polyhydroxystearic Acid, Caprylyl Glycol, Lecithin, Ethylhexyl Palmitate, Isostearic Acid, Polyglyceryl-3 Polyricinoleate, Limonia Acidissima Extract, CI 77492, CI 77491, Rosa Davurica Bud Extract, Psidium Guajava Leaf Extract, Aloe Barbadensis Leaf Extract, Abronia Villosa Leaf Extract, Cinchona Succirubra Bark Extract, Rhodiola Rosea Root Extract, VP/Hexadecene Copolymer, Acrylates/Dimethicone Copolymer.

INCI-Liste erklärt:

Zwei anorganische, 4 organische Filter und schon hat man einen hohen Breitband-UV-Schutz.

Mein Eindruck:

Vor Gebrauch einmal kräftig schütteln bitte, denn sowohl das Tinosorb S als auch die beiden anorganischen Filter neigen dazu, sich abzusetzen. Die Creme ist sehr flüssig, da heißt es schnell sein. Wenn man aber das alles berücksichtigt hat, ist der aufwändigste Teil der Cremerei auch schon überstanden. Denn mit dem Einarbeiten hat man keinerlei Probleme, von weißem Film keine Spur. Das liegt sicherlich auch am hohen Silikongehalt, der sich auch auf der Haut deutlich bemerkbar macht: nach dem Einziehen bleibt nichts als eine weichgezeichnete Haut mit einem samtig-trockenes Gefühl. Ein Grund für die leichte Textur ist sicherlich auch der enthaltene Alkohol. Zwar bin ich nicht grundsätzlich gegen Alkohol in Hauttpflegeprodukten und kann es durchaus verschmerzen, wenn hier und da etwas davon auftaucht. Wer jedoch kategorisch darauf verzichten mag, wird mit der Creme nicht glücklich.

Die Beduftung ist blumig und deutlich wahrnehmbar, verfliegt aber innerhalb kürzester Zeit. Für mich ist dieser Sonnenschutz ein klassischer Kompromiss für all diejenigen, denen hoher Sonnenschutz zwar wichtig ist, aber nur unter der Voraussetzung, dass gleichzeitig nicht die unangenehmen Eigenschaften anderer hoch formulierter SPFs hinzukommen. Für mich ist dieses Produkt unter den Top 3 meiner liebsten SPFs für das Gesicht.

Bioderma Photoderm – „Der UVA Experte für Ihren Sonnenschutz“

Spricht man von Sonnenschutzprodukten, kommt man an Bioderma nur schlecht vorbei. Klarer Fall, dass ich mir hier das Angebot auch genauer angeschaut habe. Ein alter Bekannter, den man auch häufig in den Schränken der Skincare-Nerds findet, hat auch mich überzeugt. Zusammen mit dessen Variation in Sprayform, habe ich zwei neue Sonnenschutzprodukte für mich entdeckt.

Photoderm MAX Sonnencreme SPF 50+

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Das sagt Bioderma:

Für sehr helle, sonnenüberempfindliche Phototypen mit trockener und sehr trockener Haut. Zum Schutz vor Sonnenallergie. Auch therapiebegleitend geeignet. Zum Schutz vor Sonnenallergie. Für Gesicht und Dekolleté. Für Kleinkinder geeignet. Die nährende Textur hinterlässt sofort ein weiches Hautgefühl. Ohne „Weißel-Effekt“. Ohne Duftstoffe, ohne Parabene.

INCI: Aqua, Dicaprylyl Carbonate, Octocrylene, Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol [Nano] (Tinosorb M), Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzone), Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Cyclopentasiloxane, C20-22 Alkyl Phosphate, Glyceryl Stearate, PEG-100 Stearate, Ectoin, Mannitol, Xylitol, Rhamnose, Fructooligosaccharides, Laminaria Ochroleuca Extract, C20-22 Alcohols, Decyl Glucoside, Cyclohexasiloxane, Hydroxyethyl Acrylate/ Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer, Pentylene Glycol, Xanthan Gum, Propylene Glycol, Citric Acid, Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Hydroxide, Disodium EDTA, Phenoxyethanol, Chlorphenesin.

INCI-Liste erklärt:

Schöne Filterkombination mit den synergistisch wirkenden Filtern Tinosorb S und Tinosorb M, die gleichzeitig den enthaltenen photoinstabilen UVA Filter Avobenzone stabilisieren. Alles in allem finden sich hier 4 verschiedene organische Filter deren irritatives Potential durch die Zugabe von Ectoin größtenteils abgepuffert werden dürfte. Ectoin ist ein hydratisierender und pflegender Naturstoff, der in der medizinischen Hautpflege zur Pflege und zum Schutz der Haut vor Allergenen, UV-Strahlen, Trockenheit und anderen umweltbedingten Stressfaktoren eingesetzt wird. Zudem steht Ectoin im Zusammenhang mit einer Reduktion bestehender Falten sowie der Vorbeugung der Entstehung neuer Falten. Wie in vielen der vorherigen erwähnten Produkte auch, findet sich eine klassische Cremebasis aus Fettalkoholen in Kombination mit Silikonen. Auf Duftstoffe und Parabene wird verzichtet.

Mein Eindruck:

Eine reichhaltige Creme, die sich in zwei Schritten gut in die Haut einarbeiten lässt. Bei meiner recht normalen Haut hinterlässt sie ein leicht glänzend-fettiges Finish. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei trockener Haut schon wieder anders aussieht und eher in die glowy bis trockene Richtung ausschlägt. In Kombination mit Make up habe ich des Öfteren gelesen, dass sich der ein oder andere etwas schwer tut. Ich für meinen Teil hatte nie Probleme damit und kam gut zurecht. Übrigens gibt es die Photoderm MAX SPF 50+ auch in einer getönten Version, welche mir im Hinblick auf die Konsistenz sehr gut gefallen hat. Besonders wenn man kein Make up tragen will, ist das eine gute Möglichkeit trotzdem für einen gleichmäßigen Teint zu sorgen  – einziges Problem bei mir war jedoch, dass die Farbe nicht optimal passte. Bei dunklerer Haut oder zur Mitte des Sommers kann ich mir die getönte Version aber sehr gut vorstellen.

Photoderm MAX Sonnenspray SPF 50+

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Das sagt Bioderma:

Für sehr helle und/oder empfindliche Phototypen. Zum Schutz vor Sonnenallergie. Bei normaler und Mischhaut besonders zu empfehlen. Ideal für Herren und Sportler. Sehr hoher UVA- und UVB-Schutz mit Infrarot-Schutz für sehr helle Phototypen. Für normale bis Mischhaut. Für Gesicht und Körper. Für Kleinkinder geeignet. Ohne „Weißel-Effekt“. Ohne Duftstoffe, ohne Parabene. Ausgezeichnete Hautverträglichkeit.

INCI: Aqua, Dicaprylyl Carbonate, Octocrylene, Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (Tinosorb M), Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzone), Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S), Cyclopentasiloxane, Methylpropanediol, Ectoin, Mannitol, Xylitol, Rhamnose, Fructooligosaccharides, Laminaria Ochroleuca Extract, Decyl Glucoside, C20-22 Alkyl Phosphate, C20-22 Alcohols, Xanthan Gum, Propylene Glycol, Citric Acid, Caprylic/Capric Triglyceride, Sodium Hydroxide, Microcrystalline Cellulose, Pentylene Glycol, 1,2-Hexanediol, Caprylyl Glycol, Cellulose Gum, Disodium EDTA.

INCI-Liste erklärt:

Im Grunde ist das Photoderm MAX Sonnenspray SPF 50+ganz ähnlich formuliert wie die Photoderm MAX Sonnencreme SPF50+. Auch hier wird eine schöne Filterkombination ganz ohne Duftstoffe und Parabene formuliert.

Mein Eindruck:

Wieder mal gebe ich 6-8 Pumpstöße auf den Arm, bevor ich alles gut einarbeite. Was mir auffiel war ein angenehmes, weiches Hautgefühl. Im Laufe des Tages hatte ich im Vergleich zum Heliocare Sonnenspray zwar ein minimal klebrigeres Hautgefühl, aber alles noch im Rahmen. Früher hätte ich nie zum Spray gegriffen, da mir die Dosierung bei Sprays immer etwas ungenau vorkam. Inzwischen bin ich aber von Sprays (ohne Treibmittel) sehr angetan und sehe es als unkomplizierte Möglichkeit, den Sonnenschutz am Körper zwischendurch aufzufrischen.


Bei Fragen oder Anregungen hinterlasst mir doch bitte jederzeit gerne einen Kommentar. Bei der Fülle an Informationen zu diesem Thema fällt es schwer, alles in einem Post unterzubringen. Falls ihr also weitere Infos braucht oder vielleicht sogar Eure eigenen Sonnenschutzfavoriten teilen wollt, nur her damit!

Literaturangaben

[1] Filipe et al., Stratum corneum is an effective barrier to TiO2 and ZnO nanoparticle percutaneous absorption. Skin Pharmacol Physiol. 2009;22(5):266-75.

[2] Schilling et al., Human safety review of „nano“ titanium dioxide and zinc oxide. Photochem Photobiol Sci. 2010 Apr;9(4):495-509.

[3] Kim et al., Risk assessment of zinc oxide, a cosmetic ingredient used as a UV filter of sunscreens. J Toxicol Environ Health B Crit Rev. 2017;20(3):155-182.

[4] Cole et al., Metal oxide sunscreens protect skin by absorption, not by reflection or scattering. Photodermatol Photoimmunol Photomed. 2016 Jan;32(1):5-10.

[5] Afonso et al., Photodegradation of avobenzone: stabilization effect of antioxidants. J Photochem Photobiol B. 2014 Nov;140:36-40.

[6] Petersen and Wulf, Application of sunscreen–theory and reality. Photodermatol Photoimmunol Photomed. 2014 Apr-Jun;30(2-3):96-101.

[7] Herzinger, Sun protection factor 50+: Pro and contra. Hautarzt. 2017 May;68(5):368-370.

[8] Petersen et al., Sunscreen use and failures–on site observations on a sun-holiday. Photochem Photobiol Sci. 2013 Jan;12(1):190-6.

[9] Teramura et al., Relationship between sun-protection factor and application thickness in high-performance sunscreen: double application of sunscreen is recommended. Clin Exp Dermatol. 2012 Dec;37(8):904-8.

[10] Couteau et al., Influence on SPF of the quantity of sunscreen product applied. Int J Pharm. 2012 Nov 1;437(1-2):250-2

[11] Puccetti, Water-resistant sunscreens for skin protection: an in vivo approach to the two sources of sunscreen failure to maintain UV protection on consumer skin. Int J Cosmet Sci. 2015 Dec;37(6):613-9.

care | Sonnenschutz – das beste Anti-Aging Treatment

 

 

 

 

42 Gedanken zu “care | Jetzt mal Klartext, Sonnenschutz!

  1. Liebe Sarah, habe diesen Beitag grad verschlungen und möchte dir für diese Arbeit Danke sagen! Für heute habe ich mich mit der Dermasense Solvina Med geschützt und lese bei diesem herrlichen Wetter deinen Beitrag ganz entspannt im Garten! Die Bioderma Photoderm Max mag ich auch sehr gern. Lässt sich sehr gut einarbeiten und rollt nicht ab.
    Ich wünsche dir einen guten Tag! Liebe Grüße Petra

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  2. Toller, informativer Artikel. Danke! Die Bioderma Photoderm AR ist für meine trockene Haut genau richtig. Eine schönere Make-Up-Unterlage ist aber die MISSHA All Around Safe Block Essence Sun SPF45/PA+++. Die kommt im Gegensatz zur Milk ohne Alkohol aus, weißelt nicht und zieht schnell ein.

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    • Danke dir Birte!!
      Die Essence Sun finde ich auch ganz große Klasse. Für den Artikel habe ich auch eine Review verfasst, es am Ende aber doch aus dem Artikel genommen, weil ich befürchtet habe, dass es sonst zu Missha-lastig wird^^

      Liebste Grüße,
      Sarah

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  3. Vielen Dank für diesen tollen Artikel!
    Studien einfach und kompakt verständlich für jeden erklären finde ich auch schwierig, denn meist kommt nur die Hälfte an und wird dann falsch verstanden. Kenne das auch sehr gut, wenn ich als Soziologin versuche eine Studie zu erklären.

    Für mich entfällt leider der alkoholhaltige Missha Sonnenschutz. Gibt es einen Grund, wieso du den Missha All Around Safe Block Essence Sun SPF45/PA+++ nicht getestet hast? Ich habe den schon mehrfach nachgekauft und finde ihn großartig! Mich würde ja noch der Near Skin Dustless Defense Sun Block interessieren, aber irgendwie ist gerade alles ausverkauft/nicht lieferbar..

    LG Valandriel

    PS:
    Auch ich werde gerne belächelt, wenn ich meinen LSF50 aus der Tasche hole oder gar nachcreme (!). „Sind doch gar nicht auf Malle! / Ja so wirst du mit deiner käseweißen Haut auch nie braun“. Blah.

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    • Haha, geil!! Die Missha Essence Sun habe ich auch getestet und sogar ein Review dazu verfasst. Ich liebe diese Creme auch, nur habe ich sie dann hier nicht gepostet, weil ich Bedenken hatte, dass es sonst zu Missha-lastig wird. Bei Interesse kann ich es aber noch gerne auf Instagram posten.

      Liebe Grüße,
      Sarah

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  4. Ich kann mir nur ausmalen was dieser Beitrag an Zeit benötigt haben muss…. Freue mich sehr, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und hoffe Du hast die Zeit mit einkalkuliert die weitere Beiträge wie z. B. hormonelle Aktivität und Nanopartikel mit sich ziehen würden 😀
    Tolle Bereicherung!

    Kleinen Wunsch hatte ich noch: Bevor jemand vor Avobenzone komplett zurückschreckt, es gibt Möglichkeiten den Filter zu stabilisieren, die in den Produkten ordentlich genutzt werden. Wolltest Du sicherlich auch dazu schreiben, aber bei so einem langen Text überlegt man sich dreimal wo der Rahmen gesprengt wird ^^

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    • Ja, Avobenzone kann inzwischen nicht nur mit Octocrylene stabilisiert werden. Daher bin ich in diesem puncto auch nicht abgeschreckt. Was ich aber in erster Linie sagen wollte, ist ein großes Dankeschön! So viel Arbeit und Mühe! Ich werde mir deinen Text ausdrucken und es mal intensiv studieren. 🦋💚 Pia

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      • Danke dir Pia fürs vorbeischauen!!

        Inzwischen bin ich durch eure Kommentare schon fast inspiriert, einen Artikel zur Stabilisierung von photoinstabilen Filtern zu machen. Hatte das zwar schon ab und zu in ein paar INCI-Wilkis erklärt gehabt, aber zur Übersicht wäre ein eigener Artikel eigentlich nicht verkehrt.

        Liebste Grüße,
        Sarah

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    • Awww, 1000 Dank dir für dein tolles Feedback!!
      Stimmt, das mit dem Avobenzone hätte ich noch unterbringen sollen. Ist nämlich echt ein toller Breitbandfilter, der den ganzen Hate nicht verdient hat. Aber hast es ganz gut enttarnt – irgendwann war das alles so viel, dass ich dann nur noch fertig werden wollte :))) Vielleicht wäre das aber ein gutes spin-off Thema^^

      Liebste Grüße und großes Dankeschön für den Einwurf!!
      Sarah

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  5. Also ich habe zwar nur die Hälfte von dem verstanden was ich gelesen habe, aber der Artikel ist wirklich hilfreich.
    Das muss ja ewig gedauert haben, ihn zu schreiben. Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast. Die kleinen eingebauten Anekdoten über die Bräunungswünsche im Urlaub haben mich definitiv schmunzeln lassen. Mein Sonnenschutz gehtjetzt bald leer und ich werde den von Heliocare mal testen. Der 360 hört sich perfekt an für mich. Aber auch den von Uncover Skincare finde ich toll. Mal sehen wie ich mich entscheiden werde.

    LG Astrid

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    • Liebe Astrid,

      wie lieb, dass du mir ein Kommentar da gelassen hast!! Freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat.
      Bin gespannt, welcher Sonnenschutz es bei dir wird!! Die beiden sind recht unterschiedlich, aber jeweils für sich genommen echt toll!!

      Liebe Grüße,
      Sarah

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  6. Genialer Artikel, vielen Dank!
    Meine Favoriten sind die schon genannte Missha SPF 45 ( früher: rosa Tube), für mich bislang die einzige Foundationgrundlage, mit der ich jeden Morgen zurecht komme.
    Für Sonnentage im Urlaub oder Freibad nehme ich gerne die Skinceuticals 50( leider auch mit Alkohol) und relativ neu entdeckt habe ich die Uncover Suncare; allerdings weißelt sie schon ordentlich auf meiner fettigen Haut. Aber ich gebe meine Clinique Powder Foundation ( SPF 30, gelbes Töpfchen aus der Sonnenlinie) darüber und damit ist es perfekt. Leider vertrage ich nämlich nur die Mexoryl/ Tinosorb- Filter gut; alle anderen brennen mir in den Augen, selbst, wenn ich sie nicht direkt im Augenbereich auftrage.
    Direkt am Auge nehme ich gerne von PC den Cellular SPF 25, wohl nicht der beste Schutz, aber eine der wenigen Augencremes mit Lichtschutz, die ich gut vertrage.

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    • Hallo liebe Martina,

      erstmal lieben Dank für dein tolles Feedback und herzlichen Glückwunsch fürs durchhalten 😉

      Die Missha SPF45 ist bei mir auch ein Dauerbrenner, so toll!! Aber komme interessanterweise mit fast allen Sonnencremes in der Kombi mit make up gut aus.

      Danke fürs teile deiner Erfahrungen, ist immer interessant zu hören, wenn man von den Leuten mit sensibler Haut direkt erfährt, was funktioniert und was nicht.

      Ganz liebe Grüße,
      Sarah

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  7. Liebe Sarah,

    vielen Dank für den tollen und ausführlichen Artikel! Sonnenschutz ist mein Hass-Liebe-Thema. Ich bin weder Fan von organischen, noch von mineralischen Filtern. Leider gibt es bislang keine (bezahlbare) Alternative und ohne Sonnenschutz aus dem Haus kommt für mich auch nicht in Frage…

    Was ich gerne noch kurz erwähnen möchte: Titandioxod wird sehr wahrscheinlich vom Risikoausschuss der Europäischen Chemikalienbehörde auf Vorschlag Frankreichs hin mit „Verdacht aus krebserzeugende Wirkung“ eingestuft werden.Hier mal ein kurzer Artikel: http://www.chemie.de/news/163629/echa-schlaegt-neue-gefahreneinstufung-von-titandioxid-vor.html
    Ich bin gespannt, wie sich das Thema entwickelt, auch weil ich beruflich indirekt betroffen bin.

    Viele Grüße
    Verena

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    • Das gilt für TiO2 Partikel in Sprays, über die Aufnahme des Atmungstraktes. Der Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission ist da auch schon dran, die Bedenken über die Aufnahme in der Lunge bestehen schon länger. Partikel größer als 10 Mikrometer gelangen nicht über die Lunge in den Blutkreislauf. Der Ausschuss hat mehrere Sprays getestet, die alle über 10 Mikrometer Tröpfchengröße lagen.
      In normalen Cremes besteht da absolut keine Gefahr einer krebserzeugenden Wirkung!

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  8. Als ich gelesen habe, dass du zum Thema Sonnenschutz schreibst, habe ich mich schon sehr gefreut, aber jetzt beim Lesen noch viel mehr. Das ist ja wirklich wahnsinnig umfangreich geworden. Vieles davon war mir zwar bekannt, aber ich habe auch neue Informationen bekommen. Vielen Dank für die wahnsinnige Arbeit, die du dir da gemacht hast.

    Meine liebsten Sonnenschutzprodukte für das Gesicht sind das Photoderm LEB Spray (matter geht nicht, allerdings weißelt einer der Tinosorb Filter etwas in 3-Tagebärten) und die M. Asam Suncare, wenn die Haut mal etwas trockener ist und ich kein Problem mit dem enthaltenen Duft habe.

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    • Hallo mein Libere,

      vielen Dank für Dein tolles Feedbackt, das freut mich wirklich riesig zu lesen!!

      Das Bioderma LEB Spray habe ich mir Rahmen der Vorarbeit für diesen Artikel tatsächlich auch angeschaut, aber mir gefällt der Geruch überhaupt nicht. Für den Körper verwende ich ihn ganz gerne, aber im Gesicht finde ich es geruchstechnisch echt schwer tolerierbar 🙂

      Danke für den Tipp mit der M. Asam Sonnencreme – kommt direkt mal auf meine Liste für potentielle Testkandidaten.

      Liebste Grüße,
      Sarah

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  9. Wow, was für ein wahnsinnig ausführlicher Artikel! Großen Dank!

    Über weitere Sonnenschutzartikel von dir würde bestimmt nicht nur ich mich wahnsinnig freuen. Ich bin kein Freund der Panikmache und wenn ein UV-Filter in der EU zugelassen ist, gehe ich davon aus, dass er sicher ist. Zumindest wenn man Sonnenschutz so verwendet, wie die meisten Leute: im Sommer, im Urlaub, beim Baden… Sonnenschutz ist natürlich immer besser als Sonnenbrand.
    Allerdings gibt mir schon zu denken, wie umstritten einige Punkte (hormonelle / karzinogene Wirkung) noch sind bzw. wie sehr sich die Erkenntnisse durch weitere Forschung ständig verändern. So stellt sich mir durchaus die Frage, ob täglicher Sonnenschutz, Sommer wie Winter, drinnen wie draußen, über Jahrzehnten hinweg wirklich so eine gute Idee ist. Oder wissen wir dafür nicht einfach ich zu wenig über eventuelle Nebenwirkungen einer Dauerbenutzung über lange Zeit hinweg?
    Also weitere Artikel dazu wären sehr erwünscht!

    Viele Grüße Lizzy

    P.s. vielleicht noch eine kleine Anmerkung zu Titandioxid bezüglich der abgedeckten Wellenlänge, so wie es bei Zinkoxid dabei steht. Titandioxid deckt nicht den gesamten UVA Bereich ab, was man beachten sollte, besonders wenn man ausschließlich auf anorganische Filter setzt.

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    • Hallo Liebe Lizzy,

      danke für den TiO Einwurf und Dein liebes Feedback!!

      Ich denke bezüglich etwaiger Nebenwirkungen gilt es einfach die Balance zu halten und nicht grundlos in Panik zu verfallen. Es ist absolut wichtig, dass die Forschung auf diesem Gebiet weitergeht und gründlich gemacht wird. Trotzdem sollte man sich nicht unnötig verrückt machen. Du hast vermutlich recht: die meisten Leute, die Sonnencreme ohnehin nur in Zeiten von Urlaub, Sommer und gutem Wetter nutzen, sind ohnehin nicht annährernd von eventuellen Wirkungen betroffen, aber gerade in dieser Nutzergruppe, sitzt das Misstrauen groß… noch ein Grund, weshalb dann gern komplett auf SPF verzichtet wird.

      Alles in Allem, verfolge auch ich die ständig neuen Erkenntnisse mit Interesse und halte die Augen offen. Vieles können wir jetzt einfach noch nicht wissen, aber so lange nicht das Gegenteil bewiesen ist oder klare Erkenntnisse herrschen, macht es auch keinen Sinn „prophylaktisch“ auf SPF zu verzichten.

      Ich schaue mal, wie es zeitlich reicht, aber ein tiefergehender Artikel brennt mir doch auch sehr unter den Nägeln, allein auch schon, weil ich gerne mal genaue Zahlen hätte.

      Liebste Grüße,
      Sarah

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  10. Liebe Sarah,
    Der Artikel ist wirklich toll geworden, das Warten hat sich sehr gelohnt. Vielen Dank für die wahnsinnige Arbeit !
    Ich habe ihn zu schnell gelesen und auch nicht alles verstanden, aber er ist jetzt in Evernote gespeichert und ich werde ihn später mit mehr Aufmerksamkeit lesen.
    Ich möchte eine kleine Anmerkung machen : UVA Strahlung ist nur am Äquator das ganze Jahr ähnlich stark. Die „berühmte“ Kurve, die oft verlinkt wird, stellt Messungen in Coimbatore (Indien) dar.
    Liebe Grüsse
    Natacha

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    • Hallo Natacha,

      lieben Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast mir einen Kommentar zu hinterlassen!

      Das mit der UVA-Strahlung muss ich jetzt doch noch mal genauer nachlesen… denn das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Dass UVB Strahlung abhängig von der Jahreszeit eine jeweils andere Intensität hat, ist ja gemeinhin bekannt… doch dass dies auch für UVA Strahlung gilt, war mir um ehrlich zu sein nicht klar bzw. habe ich bis dato dann immer falsch gelernt?! Wie gesagt, ich werde mich da nochmal genau schlau machen (vielleicht kannst Du mir evtl auch eine passende Quelle hierfür nennen?).

      Viele liebe Grüße,
      Sarah

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      • Das mit der UVA-Strahlung finde ich auch sehr interessant! Wirst du die Ergebnisse deiner Recherche mit uns teilen?

        Ich hab‘ es bisher auch immer so verstanden, dass UVB-Strahlung nur in den wärmeren Monaten vorhanden ist und UVA-Strahlung aber das ganze Jahr über gleichermaßen stark ist. Ich dachte immer, das liegt daran, dass UVB-Strahlen kurzwelliger sind und deshalb in den kälteren Monaten, wenn die Erde sich weiter von der Sonne enternt, nicht mehr bis zu uns durchdringen und dass die UVA-Strahlen aber, weil sie langwelliger sind, uns auch in den kälteren Monaten gleichermaßen erreichen können.

        Was ich mich aber auch schon gefragt habe ist, wieso werden wir eigentlich im Winter nicht braun (oder behalten unsere Bräune)? Ich dachte früher immer, die Bräune wird nur von den UVB-Strahlen ausgelöst, was erklären würde, warum wir im Winter nicht braun werden. Aber dann hab‘ ich erfahren, dass viele Sonnenstudios ausschließlich UVA-Strahlung verwenden, was ja bedeutet, dass UVA-Strahlen genauso zur Bräunung beitragen. Wenn dann aber die UVA-Strahlen im Winter genauso stark sind wie im Sommer, müssten wir uns dann nicht auch im Winter zumindest im Gesicht (wo wir keinen Schutz durch Kleidung haben) bräunen? (Wenn auch vielleicht nicht so stark wie im Sommer, weil die Tage kürzer sind und wir vielleicht noch weniger raus gehen.)

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      • Viiiielen Dank für euren ganzen Input. Da werde ich definitiv in aller Ruhe mal durchgehen und die wichtigsten Informationen zusammen tragen!!

        Dass wir im Winter nicht so braun werden wie im Sommer liegt vor allem daran, dass hier die Uhrzeiten in denen die Sonne genug Energie hat, um auf der Haut einen Effekt hat, in einem recht engen fenster liegen. Oftmals hat man gerade mal von 12-15h ausreichend Strahlungsintensität, da dort die Sonne halbwegs am Himmel emporklettert und der Einstrahlwinkel etwas besser ist.

        Aber wie gesagt so viel jetzt nur mal ganz kurz dazu. Ich schaue, das sich das Thema in einem separaten Artikel noch mal genauer beleuchte.

        Liebe Grüße und 1000 Dank für die ganzen Denkanstösse,
        Sarah

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    • Interessante Anmerkung! Das interessiert mich jetzt aber auch genauer! Würde das dann bedeuten, dass UVA genau wie UVB vom Einfallswinkel der Sonne abhängt?
      Vielleicht sollten wir dann Mal genauer auf die Herkunft all der Studien achten. Die USA, wo viele Studien herkommen, liegen ja auch schon viel südlicher als wir und was für den Äquator gilt hat für uns vielleicht keine wirkliche Aussagekraft mehr.

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      • Ich weiss nicht, warum mein letzter Kommentar nicht bestätigt wurde, ich verscuche es noch einmal.
        Oft wird zu http://www.smartskincare.com/skinprotection/uv-radiation.html verlinkt,
        wo die UVA und UVB Diagramme mit ähnlichen jährlichen Werten im Abschnitt “UV exposure vs. season, time of day and latitude”
        zu finden sind. Diese Diagramme kommen aber aus dem Artikel Balasaraswathy P, Kumar U, Srinivas C R, Nair S. UVA and UVB in sunlight, Optimal Utilization of UV rays in Sunlight for phototherapy. Indian J Dermatol Venereol Leprol 2002;68:198-201.
        http://www.ijdvl.com/text.asp?2002/68/4/198/12512
        (Die Messungen wurden in Coimbatore, Indien, 11° 01′ 06″ Nord, 76° 58′ 29″ Ost, gemacht).
        Messungen in Zypern (auch schon südlicher als D.) kann man hier finden : https://doi.org/10.1016/j.agrformet.2009.02.009 (ich kann dir den Artikel schicken falls du keinen Zugriff auf Science Direct hast).
        Liebe Grüsse
        Natacha

        Gefällt 1 Person

      • Hallo Lisa,

        gute Frage. Ich muss mich dazu auch erst noch genauer einlesen. Aber sicher gilt es auch die Wellenlänge zu berücksichtigen und die unterschiede in der Energie.

        Sobald ich mehr weiß, wäre ein ausführlicher Artikel evtl. sinnvoll.

        Lieben Dank für Deinen Input!!
        Sarah

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  11. Hallo,

    vielen vielen Dank für die investierte Zeit und deine Mühe! Ich habe den Artikel mehrfach verschlungen, weil man immer wieder neue Zusammenhänge erkennt.
    Eine Frage zum Heliocare oil free gel: ich habe mir von Heliocare Proben davon zuschicken lassen (Super Service, sehr empfehlenswert!) und mag das Hautgefühl sehr. Einziges Problem ist die Tönung. Weil das Produkt so schnell antrocknet, wird es fleckig, auch wenn ich die einzelnen Partien nacheinander eincreme. Verreibe ich dann die braunen Flecken, rubbel ich den Sonnenschutz wieder ab. Du berichtest nichts von diesem Problem, hast du einen Tipp für mich? Diesen Sonnenschutz will ich so gerne lieben.

    Besten Dank und ein erholsames Wochenende wünsche ich dir.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Zipfellotta,

      danke für Dein tolles Feedback, da freue ich mich wahnsinng drüber, das zu lesen!

      Das Problem mir dem Heliocare Gel ist mir auch schon aufgefallen. Ich löse es entweder über Schnelligkeit – schnell verteilen und dann für 5 min die Finger davon lassen, dann geht es meist. Zumal ich die Tönung auf der Haut überhaupt nicht sehe… bzw. ist das ja auch eigentlich gar keine echte Tönung oder sprechen wir vielleicht doch von zwei verschiedenen Produkten?!
      Ansonsten hilft es auch, einen Klecks Moisturizer dazu zugeben.

      Wünsche Dir einen schönen Start in die neue Woche!
      Liebe Grüße,
      Sarah

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  12. Hallo,
    Danke für den langen und richtig gut erklärten Artikel! Da hast du wirklich viel Arbeit rein gesteckt, danke!

    Auch Produkterfahrungen lese ich immer gerne, da ich noch nicht den perfekten Sonnenschutz für mich gefunden habe. Ich bekomme von den meisten Produkten Sonnenallergie / Mallorca Akne. Daher brauche ich einen Sonnenschutz ohne PEG-Emulgatoren. Aussehen wie ein Gespenst oder Ölsee möchte ich natürlich trotzdem nicht. Da ist es gar nicht so einfach endlich einen verträglichen und kosmetisch brauchbaren Sonnenschutz zu finden.
    Leider ist hier wieder nur eine einzige Sonnencreme ohne PEGs dabei, das Bioderma Photoderm Spray. Meinst du, das ist auch fürs Gesicht geeignet, wenn man es zum auftragen in die Hände sprüht?

    Viele Grüße
    Lisa

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    • Hallo liebe Lisa,

      ohh, das klingt gemein. Aber immerhin weißt Du, was es zu meiden gilt.
      Na klar kann man den Sonnenschutz auch im Gesicht verwenden, mache ich auch bei manchen Produkten so.

      Liebste grüße und 1000 Dank für Dein Feedback ❤
      Sarah

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