recap | Juni 2017

Nun wäre es also offiziell, die erste Hälfte des Jahres ist vorbei. An dieser Stelle liest man regelmäßig den ewig abgeschroschenen Satz: „OMG, wo ist die Zeit geblieben?! Das Jahr ist geradezu an mir vorbei geflogen.“ Das find ich in etwa so kreativ, wie übers Wetter zu reden. Klassisches Smalltalk Thema eben.Aber machen wir es kurz – auch an mir ist die erste Jahreshälfte wie im Flug vorbeigezogen. Time flies when you’re having fun, oder so ähnlich. Ich weiß auch nicht, aber es sind so viele verschiedene Dinge passiert, schönes und nicht so schönes, wundervolles und trauriges, neue Anfänge und Dinge, die für immer zu Ende gingen. Aber geht es nicht jedem von uns so? Jeder hat sein Päckchen zu tragen und schaut von Zeit zu Zeit zurück, um zu reflektieren, was da eigentlich passiert ist. Und so sitze ich auch manchmal da, versunken in meine Gedanken und fühle mich wie auf einer Zugfahrt. Verschwommen zieht die Landschaft an mir vorüber, ich sitze still und doch bin ich beim Aussteigen an einem völlig anderen Ort angekommen.

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Der Juni begann für mich mit einem neuen Job. Irgendwie ging das mit der Jobsuche dann doch alles viel schneller als erwartet. Plötzlich ergab sich die Gelegenheit und ich habe zugegriffen. Kein entspannter Sommer voller Nichtstun und Reisen, stattdessen der nahtlose Übergang von einem Arbeitsvertrag in den nächsten. Das war zwar anders als geplant, aber trotzdem bin ich mit meiner Entscheidung sehr glücklich. Der erste Monat im neuen Umfeld war aufregend, lehrreich und einfach nur toll. Direkt zum Einstieg gab es  sogar ein gemeinsames Teamevent – und das hatte es in sich.

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Nach der Arbeit fuhren wir gemeinsam in den Münchner Olympiapark, um auf das Dach des für die Sommerspiele 1972 errichteten Stadions zu steigen. Die Aussicht war grandios und als Highlight nahmen wir zum Abstieg den Flying Fox, eine Art Seilbahn für eine Person, die quer über das Stadion gespannt war. Höhenangst habe ich zum Glück keine, aber der Schritt ins Leere und die Sekunde, die vergeht bis einen das Seil wieder auffängt, haben mir ziemliches Muffensausen beschert.

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Zum Abschluss gab es noch einen gemeinsamen Ausklang auf dem Münchner Tollwood, ein Festival mit verschiedenen Konzerten, kulturellen Veranstaltungen und ziemlich viel Essen. Alles in allem besteht auf dem Festival eine gewisse Ausprägung hin zur Nachhaltigkeit und ökologischem Grundgedanken. Viele Speisen sind bio, öko, vegan oder am liebsten gleich alles zusammen. Im Grunde eine schöne Idee, so gibt es z.B. selbst auf Servietten Pfand, um weniger Müll zu produzieren. Trotzdem hinterlässt ein Besuch auf dem Tollwood bei mir jedes Mal den Eindruck, dass die Veranstalter hier ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht werden. Denn öko/bio/vegan/nachhaltig schön und gut, aber wenn das Essen dann einfach überteuert ist und vor allem nicht schmeckt, ist es in meinen Augen schon fast verschwendete Liebesmüh. Zum Glück waren die Drinks aber deutlich besser als das Essen und so genossen wir bei einem atemberaubenden Sonnenuntergang einentraumhaft schönen Sommerabend.

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Die Nähe zu den Bergen ist eines der Besten Dinge an München. Ob Skifahren oder wandern, ich fahre extrem gerne Richtung Alpen. Für mich gibt es kaum ein Naturschauspiel, das mich mehr ins Schwärmen bringt, als die Kombination aus Bergen und Gewässer. Gemeinsam mit Daniel, Isabel, Basti und Micha ging es Richtung Garmisch, um die Höllentalklamm zu begehen. Der Tag war unglaublich warm und die Abkühlung zwischen den Felsen war perfekt. Keine Wanderung ohne die obligatorische Hütteneinkehr, deshalb ging es für uns natürlich noch weiter den Berg hinauf, bevor wir uns am frühen Nachmittag wieder Richtung Tal aka Eisdiele aka Kuchen verabschiedeten.

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Eines der Dinge, die ich nie so wirklich nachvollziehen konnte, waren Hindernisläufe, bei denen sich Leute freiwillig im Matsch suhlen und dabei noch 10-20 km laufen. Was der Reiz des Ganzen ist, durfte ich aber bei der Xletix Challenge in München selbst erfahren… danach war mir einiges klar.

Aber fangen wir von vorne an. Linda hatte im Mai einen Aufruf auf Instagram gestartet – ein Team für die Xletix Challenge sollte her. Relativ unbedarft habe ich einfach mal teilgenommen, dass sie mich aussucht, damit hätte ich um ehrlich zu sein gar nicht gerechnet. Nun denn, dachte ich mir am Montag vor der Challenge – let’s do this. Ich bin auf die Homepage gegangen und wollte mir einen Überblick verschaffen, was da eigentlich auf mich zukommt. Ziemlich schnell hat sich meine Einstellung von „wird schon irgendwie nicht so wild sein“ zu „ach du sch*****, was habe ich mir nur dabei gedacht“ gewandelt. Aber gut, hilft ja auch nichts, also bin ich am Tag der Challenge mit einem Mindset aufgekreuzt, bei dem ich einfach alles auf mich zukommen lassen wollte. Wozu sich sich verrückt machen. Zwischen Jungs mit Muskelbergen, Amazonen, Gruppen von Junggesellenabschieden, startete unsere Gruppe kurz vor 13 Uhr auf den 15 km langen Parcour. 27 Hindernisse warteten auf uns: klettern, schwimmen, Schaum- und Eisbäder, Reifen ziehen, rutschen, Mauern überwinden und zwischendurch immer wieder laufen. Es hätte nicht lustiger sein können. Wir waren eine reine Mädelsgruppe und hatten wahnsinnig viel Spaß, ich glaube das sieht man auch auf den Bildern. Ich würde es tatsächlich sofort wieder machen!

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Vlnr: Seana, Agnes, moi, Linda und Ellie – das Dreamteam der Münchner Xletix Challenge ❤

recap | Liebling wie war dein Monat?

 

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