care | Drei NIOD Produkte, denen ein Ruf vorrauseilt

[WERBUNG | Markennennung] Der Titel deutet es schon an: den NIOD Produkten, um die es heute geht, eilt ein gewisser Ruf voraus. Doch ist dieser gut oder schlecht, hängt davon ab wen man fragt. Die einen zeigen sich enttäuscht ob der hohen Erwartungen, die nicht erfüllt werden konnten. Andere überschlagen sich in ihren Lobeshymnen geradezu. Wer hat denn nun Recht? Oder liegt die Wahrheit wie so oft in der Mitte?

NIOD ist eine Marke aus dem Hause DECIEM, deren Fokus auf hocheffektiven und klinischen Technologien liegt, welche Botox, Filler und Co. überflüssig machen sollen. Dies findet sich auch im Slogan „Non Invasive Options in Dermal Sciences“ wider. Die Ziele sind hoch gesteckt, damit auch die Erwartungen der Anwender. Somit ist die Zielgruppe klar: es geht um Menschen, die hohe Ansprüche an ihre Hautpflege stellen und Ergebnisse sehen wollen.

Beim Betrachten der NIOD Produktpalette wird die Liebe für die Wissenschaft schnell deutlich. Die Produkte sind minimalistisch designt, es finden sich Angaben zu den pH-Werten der Produkte und das Packaging in Braunglasflaschen, Metalltuben oder Sprühflaschen erinnert mich an meine frühere Laborbank. Diese Assoziation ist natürlich durchaus gewollt, liefert die Marke doch „Skincare for the Hyper-Educated“ – also Hautpflege für besonders kluge Köpfe.

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Tatsächlich ist man gut beraten, beim Lesen der Produktbeschreibungen und Inhaltsstoffe etwas Zeit und Hirnschmalz mitzubringen. Denn diese sind umfangreich – it’s huge^^ Dem gegenüber sind die Produktnamen kurz gehalten und reden nicht lange um den heißen Brei – drin ist was drausteht und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, gesetzt den Fall, dass man die INCI Listen versteht. Zugegeben, sogar ich bin über den ein oder anderen Inhaltsstoff gestolpert und musste selbst nochmal genauer nachlesen. Des weiteren kommt bei den Produkten von NIOD etwas zum tragen, worauf viele immer wieder hinweisen: allein eine sexy INCI-Liste macht noch kein gutes Produkt. Oft ist es wichtiger, dass bestimmte Inhaltsstoffe richtig formuliert werden, denn nur dann können sie Ihre Wirkung auch wirklich entfalten.

So ist ist es bei einigen Inhaltsstoffen entscheidend, wie diese aufgearbeitet oder synthetisiert wurden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Hyaluronsäure (HA). Hochmolekulare HA kann von sich aus die Haut nicht wirklich penetrieren und liegt daher auf der Haut auf – was nicht bedeuted, dass dies schlecht wäre, da hochmolekulare HA einen Film auf der Haut bildet und so beispielsweise vor Wasserverlust schützen kann. Jedoch wird häufig eine andere Wirkweise kommuniziert:  HA dringt in die „Haut“ ein und wirkt dort als Feuchtigkeitsspender. Geht in speziellen Fällen durchaus, dann aber muss die HA entsprechend aufgearbeitet sein, hochmolekulare HA wird dies nicht leisten können. Weiteres Beispiel sind verschiedene Stoffe, die von sich aus die Haut nicht penetrieren würden, da sie die Hautbarriere nicht überwinden können. Diese einem Produkt hinzuzufügen, ohne sie vorher in Liposomen oder Niosomen zu verkapseln ist schon fast vergebene Liebesmüh‘.

Lange Rede kurzer Sinn: NIOD betont, dass ihre Produkte nicht nur wirksame Inhaltsstoffe in hohen Konzentrationen enthalten, sondern eben auch im Hinblick auf die nötige Formulierung ganz weit oben mitspielen. Der Anspruch hoch technologisch und wissenschaftlich fundierte Produkte bereit zu stellen, klingt in jeder einzelnen Produktbeschreibung mit. Berücksichtigt man diese Fakten, überrascht mich die Preisspanne der angebotetenen Produkte: je nach Produkt ruft NIOD zwischen 23€ und 60€ auf. Durchaus noch moderat würde ich sagen, da gibt es andere Beispiele, die ähnlich selbstbewusst kommunizieren, jedoch preislich in ganz anderen Ligen spielen.

Schon länger juckt es mir in den Fingern, das ein oder andere Produkt zu bestellen. Angesichts meines übervollen Pflegearsenals, habe ich mich bisher aber immer zurückgehalten. Als ich letztes Jahr dann aber das Angebot bekam, mir drei Produkte zum Testen aussuchen zu dürfen, habe ich nicht lange überlegt… so voll ist der Schrank nun auch wieder nicht – ist eh‘ klar.

Auf Instagram habe ich Euch gefragt, zu welchen Produkten Ihr Euch einen Bericht wünscht. Wie zu erwarten, war das Copper Amino Isolate Serum 1% ganz weit vorne mit dabei, gehört es doch zu den meist diskutierten Produkten von NIOD. Platz 2 war das Multi-Molecular Hyaluronic Complex Serum, gefolgt vom Hydration Vaccine, das ich persönlich gar nicht auf dem Schirm hatte. Aber umso gespannter war ich. Alle Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos von QVC Beauty zur Verfügung gestellt (PR-Samples; mehr zum Thema Transparenz). Zwar gibt es den QVC Onlineshop in Deutschland derzeit nur  6 NIOD Produkte zu beziehen – teilweise bekommt man diese aber sogar günstiger als über DECIEM direkt. Wie immer schaue ich mir neue Produkte zunächst über einige Wochen an, bevor ich darüber berichte. Insgesamt 8 Wochen sind inzwischen vergangen – höchste Zeit also für ein kritisches Zwischenfazit.

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NIOD Copper Amine Isolate Serum 1%

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Das sagt NIOD

Dieses Reparatur- und Kollagen-Aufbau-Serum bietet einen neuartigen Ansatz, um alle Anzeichen der Hautalterung indirekt zu bekämpfen. Der indirekte Ansatz weicht von der traditionellen Denkweise ab, sichtbare Aspekte der Hautalterung individuell anzusprechen, stattdessen bildet die Achtung der Hautgesundheit die entscheidende Grundlage.

Das CAIS der 2. Generation enthält 2% GHK Peptid, von denen sich 1% mit den Kupfer-Ionen verbindet, sobald man die einzelnen Komponenten mischt. Dadurch finden sind im CAIS 1% frisches GHK-Cu zur Unterstützung von Reparatur- und Regenerationsprozessen, sowie 1% freies GHK Peptid das die Kollagensynthese unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Peptide beigefügt, die den Kollagenaufbau unterstützen: Tripeptide-29, Acetyl Tetrapeptide-2 und Trifluoroacetyl Tripeptide-2.

Die Basis der CAIS2 Formulierung bildet monodisperses, pflanzliches Glykogen, penetrationsförderndes Myristoyl Nonapeptid-3 und vernetzte Hyaluronsäure.

CAIS2 ist im pH-Bereich zwischen 4,5 (sauer) und 7,4 (alkalisch) wirksam und stabil, es muss nicht gekühlt gelagert werden. pH 4.6-5.6

GHK und GHK-Cu finden sich aufgrund ihrer Eigenschaften häufig in Anti-Aging Produkten, jedoch werden sie meist deutlich unterformuliert – Konzentrationen von < 0,01% sind hierbei eher die Regel. Die hohen Konzentration von GHK und GHK-Cu im CAIS2 adressieren gezielt Probleme wie sichtbare Schäden der Hauttextur, einen unruhigen oder fahlen Hautton und sichtbar vergrößerte Poren.

Anwendung

Nach der Reinigung wenige Tropfen auf das Gesicht geben und sanft einklopfen. NIOD empfiehlt dieses Kupferaminoisolatserum (CAIS) als Basisprodukt für den ersten Schritt der Pflegeroutine. Für beste Ergebnisse in Kombination mit dem Hyaluronsäureserum (MMHC) verwenden.

INCI

Aktivator

Aqua (Water), Glycerin, Tripeptide-29, Tripeptide-1, Myristoyl Nonapeptide-3, Trifluoroacetyl Tripeptide-2, Acetyl Tetrapeptide-2, Sodium Hyaluronate Crosspolymer, Glycogen, Propanediol, Pentylene Glycol, Dextran, Dimethyl Isosorbide, Ethoxydiglycol, Isoceteth-20, Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate, Caprylyl Glycol, Ethylhexylglycerin, Phenoxyethanol, Chlorphenesin.

Kupfer Konzentrat

Aqua (Water), Copper Gluconate, Isoceteth-20, Phenoxyethanol, Chlorphenesin.

NIOD-Copper-Amino-Isolate-Serum

Erklärung zu den Inhaltsstoffen

  • Die Buchstabenfolge GHK steht für die 3 Aminosäuren aus denen das Tripeptid aufgebaut ist: Glycerin, Histidin und Lysin. Nach der Internationalen Nomenklatur Kosmetischer Inhaltsstoffe (INCI) wird dieses Tripeptid als Tripeptide-1 benannt.
  • Sowohl das freie GHK als auch das an Kupfer gekoppelte GHK-Cu sind Naturstoffe, die ursprünglich aus menschlichem Plasma isoliert wurden. Die Konzentration dieser beiden Tripeptide im Körper sinkt bereits mit Anfang 20 merklich.
  • Die biologische Funktion dieser Peptide umfasst eine große Bandbreite verschiedener Effekte, die sich positiv auf die Hautgesundheit auswirken: Wundheilung, Immunabwehr und Kollagensynthese. Freies GHK ist dafür bekannt einen ausgesprochen starken Effekt auf die Kollagenproduktion zu haben.
  • Zwar ist GHK/Tripeptide-1 der unangefochtene Star des CAIS2, deutlich höher ist jedoch die Konzentration eines anderen Tripeptids, das sich aus den Aminosäuren Glycin-Prolin-Hydroxyprolin zusammensetzt: Tripepide-29. Mehr als 9% sind formuliert. Tripeptide-29 unterstützt die Aufrechterhaltung des Kollagennetzwerkes und arbeitet hierbei synergetisch mit GHK und GHK-Cu zusammen.
  • Der Komplex aus Tetrapeptide-2 und Trifluroacetyl Tripeptide-2 unterstützt ebenfalls die Aufrechterhaltung des Kollagens, aber auch den Kollagenaufbau.
  • Formulierung und Penetrationsvermögen der potenten Inhaltsstoffe soll sichergestellt werden, indem verschiedene Kniffe angewendet werden: 0,1% pflanzliches Glycogen beispielsweise fungiert als Carrier für die Peptide und verkapselt diese in Form von Sphären. Bei Kontakt mit der Haut geben die Sphären ihren Inhalt ab und unterstützen so die Penetration. Ein weiterer Penetrationsförderer ist Myristoyl Nonapeptide-3 (> 9%). Dieser Komplex aus Fettsäure und Peptid (Lipo-Oligopeptid) unterstützt die Hauterneuerung, die letztendlich auch immer dazu beiträgt, dass Pflegestoffe gut über die Haut aufgenommen werden können.

Mein Eindruck

Copper-sulfate

Das Serum ist B L A U. Schon mal ziemlich fancy, vor allen wenn man sich vor Augen führt, dass diese Farbe nicht etwa einem zugesetzten Farbstoff zu verdanken ist, sondern dem enthaltenen Kupfer. Die meisten von Euch verbinden mit Kupfer sicher die metallische Form mit dem charakteristisch warmen Kupferton. Kupfer in Lösung oder in Form eines Salzes, kann jedoch eine wunderschön hellblaue Färbung annehmen so wie das hier abgebildete Kupfersulfat-Pentahydrat.

Vor Gebrauch wird das Serum frisch angesetzt. Dazu mischt man den Aktivator in das Serumkonzentrat, schüttelt das Ganze etwa 30 sec und fertig. Der erste Auftrag ist gewöhnungsbedüftig, denn das Serum ist sehr wässrig und huscht schneller von der Hand als man zuschauen kann. Daher bin ich dazu übergegangen, einzelne Tropfen mit der Pipette auf das Gesicht zu geben. Etwa 3-4 Tropfen verteile ich so morgens und abends auf dem Gesicht. Direkt nach der Reinigung und einem Toner, jedoch vor allen anderen Seren meiner Routine. Beim Schichten von Pflegeprodukten ist eine gute Faustformel übrigens: flüssig und wässrig vor ölig und viskös.

Bis dato (ca. 8 Wochen in Gebrauch) konnte ich noch keine wirklich nachhaltigen Effekte feststellen, was aber auch vollkommen in Ordnung ist, schließlich sollte man der Haut midestens 1-2 Zyklen geben, bevor man Veränderungen objektiv beurteilt. Rein subjektiv mag ich jedoch das Hautgefühl, denn es ist herrlich unkompliziert. Die wässrige, leicht sauer riechende Lösung zieht blitzschnell ein. Die Haut fühlt sich danach weder trocken noch sehr befeuchtet an. Das anschließende Schichten der restlichen Pflegeroutine klappt problemlos.

Wie bereits angedeutet, sind die Meinungen zum CAIS2 sehr divers: von Ernüchterung zu absoluter Euphorie ist alles dabei. Wie ist das jetzt bei mir? Euphorie wäre zu viel gesagt, aber nicht, weil ich unzufrieden bin, sondern einfach aus dem Grund, weil ich der Sache noch mehr Zeit geben will. Ich merke, dass das Serum meiner Haut gut tut und nun will ich natürlich schauen, ob es auch langfristig seine beworbenen Effekte entfaltet. Vielfach habe ich in Bewertungen gelesen, dass ein großer und offensichtlicher Effekt nur selten festgestellt wurde. Viel bemerkenswerter allerdings waren die Effekte Absetzen des Serums: plötzlich merkte man, dass etwas fehlte. Das erscheint mir durchaus logisch, denn viele potente Hautpflegeprodukte, die auch nachhaltig einen Unterschied machen, wirken langsam aber stetig. So langsam, dass man es an sich selbst kaum beobachten kann. Mir ging es damals mit der Verwendung von Glycolsäure und Retinol genauso. Ich selbst habe kaum eine Veränderung festgestellt, doch Bekannte, die mich nur alle paar Monate sehen, fragten mich, was ich mit meiner Haut gemacht hätte – sogar Botox und Filler wurden vermutet^^

Daher gebe ich dem CAIS2 nun auch weitere Wochen und sogar Monate, denn das System, die Formulierung und die Idee dahinter klingen für mich plausibel. Preislich würde ich es eher im oberen Segment verordnen: 15 ml für knapp 46€ direkt bei Deciem, sind nicht von schlechten Eltern, etwas günstiger ist es bei QVC zu beziehen (36,14€ zzgl. Versand, es gibt aber 5€ Neukundenrabatt).

Multi-Molecular Hyaluronic Complex

multi-molecular-hyaluronic-complex-15ml.pngDas sagt NIOD

Dieses innovative MMHC Serum kombiniert als mehrdimensionaler Ansatz zur lokalen Hyaluronsäure-Ergänzung 12 unterschiedliche Hyaluronsäurevarianten in einem peptidgeladenen Trägersystem und verhilft dadurch zu einer sichtbaren Hydratisierung und Aufpolsterung der Haut. Es verbindet gute Hautverträglichkeit mit einem angenehmen Hautgefühl und sorgt für einheitliche Hautbeschaffenheit von den tiefsten Hautschichten bis zur Hautoberfläche. Ausführliche (!!!) Informationen zu der eingesetzten Hayaluronsäure-Technologie findet Ihr auf der Deciem Website (klick).

pH 4,00-5,00

Anwendung

NIOD emphiehlt dieses Hyaluronsäureserum (MMHC) als Basisprodukt und zur kombinierten Anwendung mit dem Kupferaminoisolatserum (CAIS). Zusammen mit CAIS angewendet, sollte nach der Reinigung zuerst CAIS und dann das Hyaluronsäureserum aufgetragen werden. Wird MMHC allein verwendet, sollte es nach der Hautreinigung und vor der Verwendung anderer Pflegeprodukte verwendet werden. Wenige Tropfen auf das gesamte Gesicht auftragen.

INCI

Aqua (Water), Hydrolyzed Yeast Extract, Glycerin, Hyaluronic Acid, Sodium Hyaluronate, Sodium Butyroyl Hyaluronate, Sodium Hyaluronate Crosspolymer, Hydrolyzed Sodium Hyaluronate, Disodium Acetyl Glucosamine Phosphate, Tetradecyl Aminobutyroylvalylaminobutyric Urea Trifluoroacetate, Pseudoalteromonas Exopolysaccharides, Tamarindus Indica Seed Gum, Tremella Fuciformis Sporocarp Extract, Ceratonia Siliqua Gum, Myristoyl Nonapeptide-3, Plantago Lanceolata Leaf Extract, Salvia Sclarea Extract, Arginine, Aspartic Acid, Glycine, Alanine, Serine, Valine, Isoleucine, Proline, Threonine, Histidine, Phenylalanine, PCA, Sodium PCA, Betaine, Sodium Lactate, Epigallocatechin Gallatyl Glucoside, Gallyl Glucoside, Algae Extract, Sodium Salicylate, Lecithin, Polyglucuronic Acid, Xanthan Gum, Trisodium Ethylenediamine Disuccinate, Sclerotium Gum, Pullulan, Cetyl Hydroxyethylcellulose, Propanediol, Pentylene Glycol, Dimethyl Isosorbide, Citric Acid, Magnesium Chloride, Silica, Polysorbate 20, Ethoxydiglycol, Propyl Gallate, Dehydroacetic Acid, Benzyl Alcohol, Potassium Sorbate, Sodium Benzoate, Ethylhexylglycerin, 1,2-Hexanediol, Caprylyl Glycol, Phenoxyethanol.

NIOD-Multi-Molecular-Hyaluronic-Complex

Erklärung zu den Inhaltsstoffen

Schaut man sich die INCI Liste an, entdeckt der geübte Leser recht schnell die üblichen bekannten Hyaluronsäure-Derviate: Hyaluronic Acid, Sodium Hyaluronate, Sodium Butyroyl Hyaluronate, Sodium Hyaluronate Crosspolymer, Hydrolyzed Sodium Hyaluronate. Diese genannten Inhaltsstoffe decken mehr oder wenige die gesamte Breite von hochmolekularer zu niedrigmolekularer Hyaluronsäure ab. Hyaluronsäure ist bekanntermaßen ein Polymer aus sich stetig wiederholenden Zuckerbausteinen. Je mehr Zuckerbausteine aneinander hängen, desto hochmolekularer ist die Hyaluronsäure und vice versa.

Während sich die hochmolekulare Hyaluronsäure eher wie ein Film auf die Haut legt, Fältchen optisch auffüllt und für einen Soforteffekt (der nach dem Abspülen aber auch wieder weg ist) sorgt, kann niedrigmolekulare Hyaluronsäure die Haut zu einem gewissen Grad penetrieren. Niedrigmolekulare Hyaluronsäure – so die Theorie – kann in tiefere Schichten der Haut vordringen, sie hydratisieren und zudem die körpereigenen Synthese von Hyaluronsäure anregen.

Neben den oben erwähnten Hyaluronsäurederivaten finden sich zudem weitere Inhaltstoffe, denen man die Hyaluronsäure auf den ersten Blick eventuell nicht sofort ansieht: Hyaluronsäure-Vorstufen (Disodium Acetyl Glucosamine Phosphate), Extrakte aus Hefe und Pilzen, die Hyaluronsäure-Oligomere enthalten (Hydrolyzed Yeast Extract, Pseudoalteromonas Exopolysaccharides, Tremella Fuciformis Sporocarp Extract), sowie ein Tripeptid, das als Hyaluronsäure-Vorstufe-Peptidkomplex die endogene Hyaluronsäuresynthese anregen soll (Tetradecyl Aminobutyroylvalylaminobutyric Urea Trifluoroacetate).

Mein Eindruck

Vor allem morgens hat dieses Serum inzwischen einen festen Platz in meiner Routine. 4-5 Tropfen verwende ich für das ganze Gesicht. Alles zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl, ohne den sonst häufig zu beobachtenden Sideeffect vieler Hyaluronsäureseren: kein Kleben, kein Abrollen nachfolgender Schichten. Zudem hat es tatsächlich einen recht überzeugenden Soforteffekt: kleine Fältchen sind aufgefüllt, die Haut wirkt prall und gut hydratisiert. Doch davon lassen wir uns nicht blenden – inwischen wissen wir, dass der hautglättende Effekt vor allem der hochmolekularen Hyaluronsäure zu verdanken ist und beim Abspülen des Produkts auch wieder passé ist. Dennoch, auch mit diesem Wissen im Hinterkopf, habe ich nach den acht Wochen auch das Gefühl eines Langzeiteffektes. Insgesamt fühlt sich meine Haut deutlich hydratisierter und praller an, als vor der Verwendung des Serums. Da ich auf einen Schlag gleich drei neue Produkte in meine Pflegeroutine integriert habe, kann man natürlich nicht zu 100% festmachen, was letztendlich die postitive Veränderung erbracht hat.

Dennoch werde ich dabei bleiben und das Serum auch nachbestellen, da ich ohnehin auf der Suche nach einem passenden Hyaluronsäureserum war. Für mich hat mit dem NIOD Multi-Molecular Hyaluronic Complex Serum die Suche nun definitiv ein Ende!

15ml für 30€ oder 30 ml für 45€ über NIOD; 15 ml für 24€ über QVC.

Hydration Vaccine

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Das sagt NIOD

Eine atmende, adaptive Hydratisierungsbarriere für das Gesicht, die gegen eine Schwächung des natürlichen Feuchthaltefaktors (NMF / Natural Moisturizing Factors) schützt, den körpereigenen NMF ergänzt und die nachhaltige Produktion des NMF in der Haut unterstützt. Der NMF, größtenteils aus Aminosäuren und Mineralien gebildet, ist die natürliche Barriere der Haut gegen Feuchtigkeitsverluste. Tatsächlich ist der Schutz gegen den Verlust des NMF die allererste und wichtigste Verteidigungslinie gegen Feuchtigkeitsverlust (Wasserverlust). Dieser neue Ansatz steht in starkem Gegensatz zu Feuchtigkeitscremen, die Öle und Fette zum Verbergung eigentlicher Dehydratation einsetzen, anstatt die hauteigene Barriere gegen den Feuchtigkeitsverlust zu unterstützen. Dieser Aufbau des subkutanen NMF erhöht die subkutanen Marker für Jugendlichkeit nachweislich so erheblich, dass die Haut schon nach 4 Wochen um bis zu 20 Jahre jünger aussehen kann, und zwar allein durch den größeren natürlichen Gehalt an Wasser – und durch sonst nichts.

Anwendung

Nach der Reinigung und Verwendung von Seren morgens und abends eine geringe Menge auf das gesamte Gesicht verteilen. Anschließend können andere Cremes oder der ein Sonnenschutzprodukt aufgetragen werden.

INCI

Caprylyl Methicone, Aqua (Water), PEG-12 Dimethicone/PPG-20 Crosspolymer, Glycerin, Propanediol, Sodium Polyacrylate, Leontopodium Alpinum Callus Culture Extract, Disodium Acetyl Glucosamine Phosphate, Proline, Alanine, Serine, Xylitol, Xylitylglucoside, Anhydroxylitol, Adansonia Digitata Fruit Extract, Polypodium Vulgare Rhizome Extract, Cetraria Islandica Thallus Extract, Sphagnum Magellanicum Extract, Pseudoalteromonas Ferment Extract, Tocopherol, Tocopheryl Acetate, Mangifera Indica Seed Butter, Orbignya Oleifera Seed Oil, Squalane, Lecithin, Hexamethyldisiloxane, Trimethylsiloxysilicate, Cyclopentasiloxane, Dimethicone, Polysilicone-11, Dimethicone/Vinyl Dimethicone Crosspolymer, Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Copolymer, Xanthan Gum, Citric Acid, Sodium Phosphate, Sodium Hydroxide, Sodium Benzoate, Potassium Sorbate, Caprylyl Glycol, Ethylhexylglycerin, Phenoxyethanol, Chlorphenesin.

NIOD-Hydration-Vaccine

Erklärung zu den Inhaltsstoffen

Liest man mal vorbei an den Silikonen, Feuchthaltemitteln, Penetrationsförderern und konsistenzgebenden Stoffen, findet sich recht schnell ein interessanter Inhaltsstoff, der einem nicht alle Tage über den Weg läuft: Edelweiss-Extrakt (Leontopodium Alpinum Callus Culture Extract), das für seine anti-entzündlichen Wirkungen bekannt ist [1]. Anschließend folgt die Glucosamin-Amid-Hyaluronsäure-Vorstufe, die wir bereits aus dem MMHC kennen und auch im Hydration Vaccine als Booster für die körpereigene Hyaluronsäuresynthese dient. Dann stolpert man auch recht schnell über Zuckerverbindungen in Form von Xylitol und diversen Derivaten (Xylitylglucoside, Anhydroxylitol). Xylitol ist ein hauteigener Stoff, der hygroskopisch/wasseranziehend wirkt. Liefert man Xylitol zusätzlich über Pflegeprodukte und ausreichend Wasser, kann man die Wasserspeicher füllen und so die Feuchthaltefähigkeit der Haut gewährleisten.

So weit so gut, dann springt mir noch Mangifera Indica Seed Butter (Mangobutter) ins Auge und ich denke im ersten Moment: Achtung, fettig & okklusiv. Aber nicht so hier, denn die Mangobutter wurde mit Ultraschall aufgearbeitet, was die sonst so problematische Konsistenz entschärft. Zudem wird die Haut mit der enthaltenen Kaffeesäure und Mangiferin (ein pflanzlicher  Naturstoff mit therapeutischem Nutzen, dank der zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften [2, 3, 4]) versorgt. Alles in allem tummeln sich hier also auch ein paar nicht ganz alltägliche Inhaltsstoffe, die man sich sicher ganz gerne in die Pflegeroutine einbauen mag.

Mein Eindruck

Man ist gut beraten, eine geringe Menge des Hydration Vaccines zu verwenden. Nimmt man zu viel wird das Hautgefühl schnell unangenehm. Doch erwischt man die richtige Menge – bei mir ca. eine erbsengroß – erhält man ein seidig-samtiges Hautgefühl. Das ist natürlich in erster Linie auf die enthaltenen Conditioner in Form verschiedener Silikonverbindungen zurückzuführen.

Auch hier will ich wieder kein Fass aufmachen was die Verwendung von Silikonen in Hautpflege angeht. Nur so viel: es ist weder schädlich, noch verstopft es die Poren. Vielmehr sollte es um persönliche Vorlieben und die eigene Einstellung zu diesem Thema gehen. Ich persönlich bin nicht der größte Fan von Silikonen, aber das hat eher damit zu tun, dass die meisten silikonbasierten Produkte, die im Massenmarkt zu finden sind, eine pseudo-pflegende Wirkungen vorgaukeln, ohne wirklich mit entsprechenden Pflegestoffen aufzuwarten. Das ist hier tatsächlich anders, denn es finden sich eine nicht ganz unansehnliche Reihe pflegender und potenter Inhaltsstoffe, die schlichtweg in einer Silikonbasis formuliert werden (u.a. Hyaluronsäure-Vorstufen, Aminosäuren, Vitamin E, Squalan).

Inwiefern ich eine hydratisierende Wirkung feststellen konnte, bleibt in meinen Augen schwer zu beurteilen. Was aber jedes Mal wirklich sensationell funktioniert hat, war die Abendroutine: Reinigung, Toner, Essence und Seren, darüber etwas großzügiger als tagsüber das Hydration Vaccine, gefolgt von meinem Moisturizer – das Ergebnis am nächsten Tag hat mir sehr gut gefallen. Für mich ist das Hydration Vaccine vor allem abends eine schöne Ergänzung meiner Pflege. Tagsüber verwende ich es eher als optischen Weichzeichner, denn das kann es wahrlich gut!

Einziger Negativpunkt: die Entnahme aus dem Glastiegel mit einem relativ schmalen Hals empfinde ich als suboptimal.

50ml für 42€ über NIOD oder für 36€ über QVC.

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Fazit

Nach etlichen Ausflügen zu den preislich etwas günstiger angesetzten DECIEM Tochtermarken Hylamide und The Ordinary, haben mich die drei Produkte von NIOD doch relativ schnell addicted gemacht. Beide Seren habe ich im Lauf der 8 Wochen geleert und sind aktuell schon wieder in meinem Warenkorb hinterlegt. Das Hydration Vaccine ist mit seinen 50 ml Inhalt und aufgrund des vergleichsweise sparsamen Einsatzes, durchaus ergiebiger. Ob ich das wiederkaufen werde, weiß ich noch nicht genau. Liegt aber hauptsächlich daran, dass ich bzw. meine Haut hierfür keinen direkten need hat. Wer aber mit einer gestörten Hautbarriere zu kämpfen hat (bei trockener und sehr trockener Haut, atopischer Dermatitis oder Psoriasis), findet mit dem Hydration Vaccine ein Produkt, wie ich es in dieser Art noch nicht gesehen habe – durchaus spannend.

Fragen, Feedback oder eigene Erfahrungen? Lass‘ es mich in den Kommentaren wissen!

Literaturangaben

[1] Lulli et al., Anti-Inflammatory Effects of Concentrated Ethanol Extracts of Edelweiss (Leontopodium alpinum Cass.) Callus Cultures towards Human Keratinocytes and Endothelial Cells. Mediators Inflamm. 2012; 2012: 498373.

[2] Imran et al., Mangiferin: a natural miracle bioactive compound against lifestyle related disorders. Lipids Health Dis. 2017; 16: 84.

[3] Matkowski et al., Mangiferin – a bioactive xanthonoid, not only from mango and not just antioxidant. Mini Rev Med Chem. 2013 Mar;13(3):439-55.

[4] Saha et al., Mangiferin: A xanthonoid with multipotent anti-inflammatory potential. Biofactors. 2016 Sep 10;42(5):459-474.

[PR-Samples: die Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos von QVC zur Verfügung gestellt. Es bestehen und bestanden keine Absprachen oder Vorgaben über den Inhalt dieses Artikels.]

 

 

 

20 Gedanken zu “care | Drei NIOD Produkte, denen ein Ruf vorrauseilt

  1. Danke für diesen tollen Beitrag! 🙂
    Ich überlege schon laaange, ob ich mir das CAIS zulegen soll. Die Meinungen gehen da ja wirklich auseinander, und Pröbchen bietet Deciem leider nicht an. Dein Beitrag hat mich jetzt aber schon ordentlich angefixt, also wird das CAIS nach meinem No Buy wohl ins Körbchen hüpfen dürfen 🙃
    Das MMHC hatte ich gar nicht auf dem Schirm, finde ich aber auch echt spannend. Ein gutes, wässriges HA-Serum wär ja der Hit, das Abrollen bei den Hyaluronsäure-Produkten nervt mich oft ziemlich.

    Liebste Grüße

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    • Hallo liebe Julia,
      danke dir für dein liebes Feedback!!
      Tatsächlich bin ich nach den 8 Wochen auch sehr angetan vom MMHC, vielleicht auch weil ich an das die wenigsten Erwartungen hatte und am Ende so davon überrascht wurde. Diesmal besorge ich aber gleich die 30ml Größe 😉

      Liebste Grüße und einen schönen Start in die neue Woche,
      Sarah

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  2. Vielen Dank für diese interessanten Infos liebe Sarah!
    Das MMHC hab ich von der Wunschliste in den Warenkorb gepackt und bin gespannt was es bei mir macht! Die anderen beiden kommen natürlich auch mit zu mir 🙂
    Liebe Grüße

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    • Hallo liebe Petra,

      danke, dass du mir einen Kommentar da gelassen hast 🤗

      Bin gespannt, wie dir die NIOD Produkte gefallen werden. Ich glaube vor allem beim MMHC kann man nichts falsch machen, das ist einfach ein solides und super gut funktionierendes Hyaluronsäureserum.

      Liebe Grüße und hab einen schönen Tag,
      Sarah

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  3. Interessanter Beitrag, vielen Dank! Das Hydration Vaccine kannte ich noch nicht. MMHC verwende ich bereits, es polstert kleine Fältchen gut auf. Über CAIS habe ich gelesen, dass man es nicht mit sauren Tonern verwenden soll, da diese die Wirkung der Peptide aufheben sollen. Ist das richtig?

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    • Hallo liebe Birte,

      danke für deine Rückmeldung!! Spannend, dass du mit d3m MMHC auch so gut zurecht kommst. Ich will es auch nicht mehr missen 🙂
      Was deine Frage zum CAIS2 angeht: der neuen Formulierung soll das wohl nichts ausmachen. Zumal es selbst ja auch eher sauer formuliert ist.
      Aber auch wenn ich es vom chemischen Blickpunkt aus betrachte, sind die Bedingungen selbst nach Verwendung eines sauren Toners nicht derart sauer, als dass das die Wirkung beeinflussen sollte.
      Zumal toner ja gaaaanz eigentlich von haus aus den hautphysiologischen pH wieder herstellen sollten und die Haut nicht derart ansäuern sollten. Im Zweifel oder wenn man sich unsicher ist einfach paar Minuten vor dem Auftrag des CAIS2 warten, dann sollte die Haut das von alleine wieder geregelt haben sollen 🙂

      Liebste Grüße und einen schönen Montag,
      Sarah

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  4. Ich habe bisher noch nichts von TO oder Deciem getestet, möchte aber gern. Bei TO reizen mich vor allem Vit C und Retinol, bei Deciem, das von Dir beschriebene CAIS. Bei Letzterem bin ich nach wie vor unentschlossen – aufgrund des Preises. Das MMHC hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm…Hyaluronsäure ist für mich immer etwas unspannend, weil sich das auch gut im Naturkosmetik-Bereich finden lässt. Hat da natürlich den Nachteil, dass man technologisch bei weitem nicht so weit ist wie im konventionellen Bereich. Da ich aber ohnehin Aloe Vera bevorzuge, wenn es um Feuchtigkeit geht, ist das auch nicht gar so schlimm für mich. Die „Feuchtigkeitsimpfung“, hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Klingt für meine trockene Haut aber super…meine Haut liebte Silikone, aber aus Umweltgründen verzichte ich da drauf :/

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  5. Danke für deine ausführlichen Hintergrundinformationen zu den spannenden Produkten!

    Deciem war mir bislang vor allem durch den The Ordinary Hype bekannt. Die Niod Produkte klingen aber sehr interessant und ungewöhnlich. Allerdings bin ich auch etwas skeptisch. Peptide finde ich super, aber ausgerechnet zu Kupferpeptiden gab es mal einen kritischen Artikel von Agata auf Magi Mania.
    Ähnlich zwiegespalten bin ich bei dem letzten Produkt. Der Ansatz klingt so toll, denn ich habe auch den Eindruck, dass Öle und Fette dehydrierte Haut eher nur verbergen als wirklich zu helfen. Zumindest ist das bei mir so. Die Haut fühlt sich dann immer noch angespannt und trocken, aber zusätzlich mit unangenehmer Fettschicht drüber an. Wenn man dann aber auf die Inhaltsstoffe schaut, setzt das Produkt doch wieder hauptsächlich auf Okklusion durch Silikone. Dann kann ich also doch wieder genausogut eine andere Creme mit Humectants und Okklusiva verwenden…

    Also bleibe ich neugierig, aber zwiegespalten. Und das reicht bei diesen Preisen einfach nicht, um es trotzdem mal auszuprobieren. Da müsste ich schon hundert prozentig überzeugt sein.
    Für mich bleibt die günstigere Schwestermarke the Ordinary da interessanter. Klar, die Produkte sind weniger ungewöhnlich. Aber gut erforschte Inhaltsstoffe zu einem günstigen Preis überzeugen mich einfach mehr.

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  6. Oh man, Sarah! Ich hätte auch so gerne Peptide in meiner Pflegeroutine! Das Copper Amine Isolate Serum klingt schon sehr gut aber halt auch sehr teuer! Es ist halt echt blöd, dass die Formulierung (Penetrationsverstärker und oxidative Stabilisierung) wichtig zu sein scheinen – sonst würde ich ein günstiges Serum kaufen oder selber mischen (momentan überlege ich in mein DIY-Serum 5% Tetrapeptide-21 (GEKG, Glycine–glutamate–lysine–glycine tetrapeptide) zu packen). Vielleicht schlägt ja doch das Paretoprinzip (à la: mit nicht guten Formulierung erreicht man 80% Anti-Aging, hat aber nur 20% des Aufwandes)?
    Vielen Dank fürs Testen! Ich freue mich, dass die Produkte deiner Haut so gut tun!! Schönen Sonntag noch!
    Liebe Grüße, Elisabeth

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    • Hallo liebe Elisabeth,

      danke dir für dein liebes Feedback 💙💙💙

      Pepide in einer DIY Variante wären ja der Traum… Aber ganz ohne Hilfsmittel geht es ja leider nicht. Von sich aus werden Peptide die Hautbarriere nicht überwinden oder zumindest nur sehr schlecht bzw. abhängig von der jeweiligen Ladung. Zu dem Thema lese ich mich auch gerade ein und wälzen Literatur… Interessiert mich nämlich eingehender, was eigentlich genau mit topisch aufgetragenen Peptiden in der Haut passiert… Werden sie durch proteasen gespalten, wie stabil sind sie eigentlich, wie hoch ist das Penetrationsvermögen etc. 😉

      Liebste Grüße und dir einen schönen Montag,
      Sarah

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    • Hallo liebe Melitta,

      danke, dass du dir die Zeit für ein Feedback an mich genommen hast 💙 Bin gespannt, wie Du mit den Produkten zurecht kommen wirst!

      Liebe Grüße und einen schönen Start in die neue Woche,
      Sarah

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  7. Hallo Sarah,
    Ich habe deinen Blog neu entdeckt und bin wirklich begeistert wie informativ und gut recherchiert deine Artikel sind!
    Die Marke Niod kenne ich noch nicht, aber von der gleichen Firma habe ich mir vor kurzem ein paar Produkte von The Ordinary bestellt. Jetzt macht mich dein Artikel allerdings etwas stutzig. Ich habe mich auf die Inhaltsstoffliste verlassen und lerne jetzt, dass es zusätzlich auch auf die Verarbeitung ankommt. Zum Beispiel habe ich mir von The Ordinary Retinol und Resveratrol bestellt. Beide Wirkstoffe kannte ich schon und hatte zuvor Seren von Asam. Jetzt habe ich nochmal verglichen. Asam spricht auf ihrer Internetseite von verkapseltem Retinol und verkapseltem Resveratrol. Bedeutet dies, dass die Produkte von The Ordinary gar nicht wirksam sind?
    Woher weiß ich denn, bei welchem Inhaltsstoff ich auf Verkapselung achten muss, damit er wirken kann?
    Liebe Grüße
    Susanne

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    • Hallo liebe Susanne,

      vielen Dank für Dein liebes Feedback, das freut mich sehr, dass Du hierher gefunden hast!

      Du sprichst einen guten Punkt an: gute Inhaltsstoffe sind das eine, die Formulierung das andere. Im Grunde sollte man von einem Kosmetikhersteller erwarten können, dass dies auch bekannt ist. Doch häufig wird der Kunde ein wenig an der Nase herumgeführt, man denke nur an die Erfindung von irgendwelchen „Fantasiebegriffen/-inhaltsstoffen“ (toller Beitrag dazu übigens bei Pia https://skincareinspirations.com/2018/02/02/werbesprache-der-kosmetikindustrie/) oder die gnadenlose Unterdosierung von werbewirksam deklarierten Inhaltsstoffen im Endprodukt.

      Aber mal ganz abgesehen von dem bisher genannten, ist die Formulierung natürlich ein Knackpunkt. Nicht für alle Inhaltsstoffe, aber für viele. Manche INCIs werden von sich aus schon recht gut die Hautbarriere überwinden und zum eigentlichen Ort des Geschehens vordringen können. Aber eben nicht alle und da benötigt es dann Hilfsmittel. Das sind dann oft Penetrationsförderer oder auch die Verwendung von Niosonen/Liposomen/… (Verkapselung). Es kommt immer darauf an, welchen Inhaltsstoff man betrachtet. Nicht alles muss per se verkapselt werden, damit es wirksam ist. Im Fall des von Dir angesprochenen Retinols ist die Verkapselung beispielsweise auch eher dafür da, dass die Wirkung langsamer und stetig eintritt, anstatt auf einen Schlag.

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      • … huch etwas schnell auf Enter gedrückt^^ Also weiter im Text:

        Generell kann ich Dir jetzt nicht die EINE Richtlinie liefern, anhand derer Du erkennst, ob etwas von alleine die Hautbarriere überwindet oder nicht. Dafür muss man das jeweilige Molekül betrachten und seine Ladungseigenschaften, Polarität, Größe und der gleichen interpretieren.

        Deshalb kann man auch nicht sagen, dass die TO Produkte nicht wirksam wären. Man kann höchstens sagen, dass sie nicht in dem selben Umfang wirksam sind oder dass sie anders/verzögert/… wirksam sind, nicht gleich gut die Hautbarriere überwinden etc. Aber auch hier gilt: immer abhängig von dem jeweiligen Inhaltsstoff. Es gibt einige INCIs, die schon von sich aus sehr gute penetrationseigenschaften haben: Vitamin C, Glycolsäure oder Niacinamide – dafür braucht es keine Rocket Science. Andere hingegen, z.B. Peptide, werden ohne den entsprechenden Schubs einfach kaum die Hautbarriere überwinden.

        Wie Du siehst, ist das Thema ist recht umfangreich und eine einfache Antwort, die alles erschlägt gibt es nicht wirklich. Man muss das immer aus dem Kontext heraus betrachten.

        Ich hoffe dennoch, dass ich Dir weiterhelfen konnte! Im Zweifel: lesenlesenlesen, informieren, hinterfragen und natürlich hier die entsprechenden Artikel lesen 😉 dann wirst Du mit der Zeit ein Gespür dafür entwickeln.

        Liebste Grüße,
        Sarah

        (PS: wenn Du keinen relevanten Artikel verpassen willst, bei dem Du Dein Wissen in diesem Gebiet stetig ausbauen kannst, abonniere den Blog doch einfach per Mail oder Facebook – würde mich sehr freuen <3)

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      • Oh wie schön, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich finde es wirklich bemerkenswert wie viel Arbeit du dir machst, all deinen Lesern zu antworten!

        Schade, dass es keine einfache Regel gibt, wann Wirkstoffe verkapselt werden müssen. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn man einfach sagen könnte z.b. alle wasserlöslichen oder alle öllöslichen etc.
        Aber ich bin schon mal beruhigt, dass meine the Ordinary Produkte nicht wirkungslos sind und ich nicht auf einen völlig unbegründeten Hype um die Marke hereingefallen bin. Trotzdem werde ich vor weiteren Nachkäufen noch genauer recherchieren. Das ist zwar ein großer Aufwand, vor allem wenn es nicht mit der Inhaltsstoffliste aufhört, sondern auch noch Molekülgrößen, Verkapselung usw eine Rolle spielen. Mit Blogs wie deinem oder denen von Pia oder Skinci gibt es aber wirklich tolle Quellen, wo die Informationen auch für uns Laien verständlich erklärt werden. Denn wie du schon sagst, einfach auf die Hersteller verlassen kann man sich leider nicht.

        Nochmal danke und liebe Grüße

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      • Hallo liebe Susanne,

        vielen Dank nochmal für deine lieben Worte und auch für das Nennen in einem Atemzug mit solchen Größen wie Pia und Skinci 😍💙

        An dieser Stelle sei noch gesagt: falls es ein bestimmtes Thema gibt, über das du mehr erfahren willst und über das du gerne mal einen Beitrag lesen möchtest, freue ich mich immer über input. Ich packe solche Sachen dann immer auf meine „to write list“ und schaue, ob es sich ergeben sollte.

        Liebe Grüße und bis bald,
        Sarah

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