recap | Juli 2018: FitTech Summit, Wandern und Waldfest

Wir sind mitten in einem der heißensten Sommer seit Jahrzehnten und während es so einfach wäre, sich über die Hitze zu beschweren, versuche ich das gute Wetter in vollen Zügen zu genießen. Ja gut, auch bin nicht wahnissing happy darüber, dass es Nachts zum Schlafen oft zu warm ist, man ständig schwitzt oder unter der Woche bei der Arbeit spätestens ab 14 h eigentlich keinen sinnvollen Gedanken mehr fassen kann. Könnte man also einfach nur irgendwo im Schatten auf einer Wiese liegen, die Hände hinterm Kopf verschränken und mit geschlossenen Augen seinen Gedanken nachhängen, wäre das wohl der perfekte Sommer. Aktuell ist das sogar genauso leicht gesagt wie getan, denn ich verbringe ein paar freie Tage in Istrien – endlich Zeit für all die schönen Dinge, für die im Alttag oft viel zu wenig Zeit bleibt. Beispielsweise einfach mal in den Tag leben, ohne zu planen, wann man wie zwischen Arbeit und schlafen noch irgendwie Privatleben, Sport und Blog arrangiert bekommt. Oder einfach mal Zeit haben, die Gedanken kreisen zu lassen, beispielsweise daran, was ich letzten Monat Schönes erleben durfte.

FitTech Summit

Im April landetet eine Einladung zum FitTech Summit von Burda in meinem Postfach. Erst konnte ich so gar nicht einordnen, worum es geht. Eine Konferenz, die Fitness und Technologie zusammen bringt – Europe’s first conference on fitness innovation, health & lifestyle. Was kann man sich darunter vorstellen? Ich begann zu googlen und mich zu informieren. Mit dem Ergebnis, dass ich nicht viel schlauer wurde, denn so etwas wie diese Veranstaltung gab es bis dato einfach nicht. Das machte mich eigentlich nur noch neugieriger, mir die Sache genau anzuschauen.

Ein Tag voller Talks, Diskussionsrunden und one-on-one Meetings später, war ich voller neuer Ideen, inspiriert von den vielen Menschen, die ihre Idee zum Beruf gemacht haben. Ob im Bereich Fitness, Ernährung oder Mindfulness, es war super spannend zu sehen, wie eine Idee, eine Leidenschaft, zu einer Marke wächst. Für mich habe ich aus dieser Veranstaltung nicht nur viele tolle, hilfreiche und inspirierende Kontakte, sondern auch einiges an Input für eigene Projekte mitgenommen. Daher freue ich mich auch sehr mit den Veranstaltern, darunter Johanna die ich an diesem Tag auch kennenlernen durfte, über den Erfolg des FitTech Summits… so erfolgreich, dass es im kommenden Jahr in die nächste Runde geht – well deserved!

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Wandern und Bergsteigen in den Dolomiten

Auf den kleinen Familienausflug in die Berge habe ich mich schon das ganze Jahr gefreut wie verrückt. Vier Tage in den Bergen, den ganzen Tag an der frischen Luft, viel Bewegung und wenig Sorgen. Klingt das nicht genau nach etwas, was wir uns alle viel öfter gönnen sollten?!

Samstags ging es los! Über München und Kitzbühl, erreichten wir am frühen Nachmittag Sexten in Südtirol und nahmen ganz gemütlich die Gondel zur Bergstation Rotwand. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Rotwandwiesenhütte, welche unsere Unterkunft für die erste und letzte Nacht unserer Tour sein sollte. Das Wetter war angenehm warm und nachdem wir unsere Rucksäcke auf dem Zimmer gelassen hatten, machten wir vor dem Abendessen noch eine kurze Runde Richtung Rotwand, um erste Bergluft zu schnuppern.

Am nächsten Morgen klingelte um 6:21 h der Wecker – krumme Uhrzeiten für den morgentlichen Weckruf sind bei uns in der Familie irgendwie ein Spleen – ein schnelles Frühstück und schon ging es für uns los. Das Wetter beim Abstieg Richtung Fischleintal war zunächst kühl und diesig, sollte sich jedoch zum Mittag aufklaren und schönsten Sonnenschein bereithalten. Für meinen Geschmack hätte es gerne noch etwas wolkig bleiben dürfen, denn ab der Talschlusshütte begann der Aufstieg zur Drei Zinnen Hütte. Mit jedem Meter wurde es wärmer und auch wenn ich die 15 kg Gepäck kaum merkte, brannten die Oberschenkel umso mehr. Pünklich zum Mittagessen waren wir schließlich auf der Hütte angekommen und genossen die wohlverdiente Pause mit Blick auf die Drei Zinnen.

So langsam stellte sich bei mir aber auch die Nervosität ein, denn nach dem ersten Teil des Tages, sollte am Mittag nun mein erster Klettersteig folgen. Hinter der Drei Zinnen Hütte folgten wir den alten Pfaden aus dem ersten Weltkrieg. Kurz bevor es in den Stollen ging, legten wir das Gurtzeug an. Jetzt gab es kein zurück: Stirnlampe an und die steile Treppe in den Berg hinauf. Immer mal wieder dringt Licht in den Tunnel, aber ansonsten bewegt man sich ca. 600 m in völliger Finsternis die steile Treppe hinauf und fragt sich unentwegt, welche Kraftanstrengung es vor 100 Jahren wohl gewesen sein muss, diesen Tunnel zu errichten. Sobald man das Tageslicht wieder erreicht, beginnt der eigentliche Klettersteig (Paternkofel-Klettersteig). Gleich zu Beginn liegt die schwierigste Stelle, die mir auch gleich mal ziemlich Respekt eingeflößt hat. Eine steile Stufe an der Felswand, hinter einem nur Abgrund, den man sich selbst ohne Höhenangst lieber nicht genauer anschaut. Danach war es dann aber auch schon deutlich entspannter und der Rest bis zur Gamsscharte lief dann wie von selbst. Oben angekommen fällt der Blick auf der einen Seite des Grates zurück auf Drei Zinnen Hütte, die von hier oben geradezu winzig erscheint. Auf der anderen Seite öffnet sich eine steile abschüssige Rinne, die wir nehmen um weiter zur Lavaredo Hütte zu kommen. Am Berg entlang geht es schließlich mit Blick auf die Drei Zinnen in Richtung Feierabend weiter.

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Die Lavaredo Hütte ist schön am Fuße der Drei Zinnen gelegen, modern ausgestattet (jedoch ohne WLAN und nur stellenweise Handyempfang), die Betten sind bequem und die Sanitäranlagen top. Nur leider war das Essen nicht so der Brüller, sodass wir uns bereits kurz nach dem Aufbruch am nächsten Tag auf einen Kaiserschmarrn in der Büttelejochhütte freuten. Doch zuerst wartete der erneute Aufstieg in die Gamsscharte auf uns um dann einen atemberaubenden Klettersteig mit anschließender Wanderung zu Mittagseinkehr zu nehmen. Das anfänglich gute Wetter hatte sich leider schnell verzogen, doch die Stimmung hat es nicht getrübt, immerhin haben wir unterwegs gleich 3 Murmeltiere gesehen ❤

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Nach der Mittagspause fing es doch tatsächlich kurzzeitig an zu hageln und wir machten uns schon auf ein Gewitter gefasst, weswegen wir eigentlich direkt absteigen wollten. Doch keine halbe Stunde später sah es so aus als würde es halten, weshalb wir uns doch entschlossen, einen weiteren kurzen Klettersteig zu nehmen, bevor es weiter auf die Zsigmondi Hütte ging. Der Umweg wurde belohnt und wieder mal waren wir auf menschenleeren Routen unterwegs und hatten die Natur quasi für uns allein. Nach dem Klettersteig schließlich ging es eigentlich nur noch bergab in unser Abendquartier. Fast schon kitschig romantisch wurde die Landschaft je weiter wir wieder in die Baumgrenze hinabstiegen. Schließlich in der Zsigmondi Hütte angekommen folgten wir unserem inzwischen bekannten Ritual: Bett beziehen, duschen, essen, schlafen.

Klettersteig-Dolomiten-3.jpgAm letzten Tag unserer Tour sollte nochmal ein Highlight auf uns warten: alles begann mit frisch gebackenen Croissants zum Frühstück, deren Duft sich die Treppe zu den Schlafsälen emporkroch. Nach dem sehr spärlichen Frühstück vom Vortag, war das schon absoluter Luxus! Doch auch was die anstehende Tour betraf, hatten wir uns das Beste für den Schluss aufgehoben. Vorbei am Zwölferkofel ging es wieder bergauf. Keine Stunde später befanden wir uns auch schon am Einstieg zum Alpinisteig. Dieser führt im Grunde immer an der Felswand entlang, ein paar Schneeflecken gab es auch zu überqueren, ein letzter Blick auf die Drei Zinnen und schließlich über die Elferscharte ein Geröllfeld hinab wieder Richtung Rotwand. Ich will nicht lügen: der Abstieg hatte es in sich! Als wir schließlich wieder an unserem Ausgangspunkt des ersten Tages, der Rotwandwiesenhütte, ankamen waren meine Knie doch sehr dankbar für das Ende der Tour. Kaum angekommen ließen wir alles stehen und liegen, fielen in die Sonnenstühle und bestellten das wohl beste Apfelschorle der Welt – immer wieder erstaunlich, wie gut Dinge schmecken, wenn man sich davor nur anständig gequält hat^^

Als es schließlich Abend wurde, hatte ich einen kleinen Nap im Sonnenstuhl, einen Kuchen und eine herrliche Dusche hinter mir. Das Abendessen haben wir dann schließlich alle herbeigesehnt, nicht um uns schon wieder den Wanst vollzuschlagen, sondern vielmehr, um sofort im Anschluss schlafen zu gehen. Denn so langsam machten sich die kurzen Nächte sowie die vielen Kilometer und Höhenmeter bemerkbar. So war es auch kein Wunder, dass wir bereits um halb zehn satt, zufrieden und sehr müde in unsere Betten krabbelten.

Am nächsten Morgen ging der erste Schritt auf den Balkon, um noch einmal die wunderschöne Sicht zu genießen. Wie konnten diese Tage nur so schnell vorbei gehen?! Auf dem Weg in der Gondel zurück zum Parkplatz und schließlich im Auto auf dem Weg zurück nach Hause überkam mich direkt schon ein „Heimweh“-Gefühl. Ich hätte ewig bleiben können und der Gedanke, dass mich schon am nächsten Tag der Schreibtisch wieder haben sollte, fühlte sich so falsch an. Aber wie heißt es so schön?! „Bergsteigen ist nur einmal im Jaaaaahr“ und daher bin ich gedanklich schon wieder bei der nächsten Tour. Bis dahin werde ich eben meine Freunde zu Tagesausflügen nötigen und mich ins Bergliebe-Drogenersatzprogramm begeben.

Waldfest Saison

Der Münchner an und für sich braucht natürlich keinen expliziten Grund, sich in die Tracht zu werfen. Dennoch kann ich mir bei den Temperaturen theoretisch Gemütlicheres vorstellen, als ein eng geschnittenes Dirndl. Ausnahme bildet der Anlass eines Waldfestes in der Tegernseer Region. Da wird sich auch schon mal am Mittag in die Bahn zum Tegernsee gesetzt und bei gefühlt 40°C anschließend mit dem Bus nach Rottach-Egern geschippert. Immerhin ist Waldfest Saison – nennen wir es eine Art Warm-Up für die Wiesn. Nur eben, dass sich hier auf einer Wiese bei traditioneller Blasmusik getroffen wird, man gemütlich beisammen sitzt und alles nur halb soviel kostet wie auf dem weltweit größten Volksfest.

 

Gemeinsam mit einer Gruppe von Freunden hatten wir einen rundum entspannten Nachmittag und Abend. Auch wenn ich aktuell dem Alkohol abschwöre, habe ich ein Radler getrunken… und das noch nicht mal ganz. Guess what: der Stimmung hat es keinen Abbruch getan. Im Grunde keine Überraschung! Doch sicher kennt Ihr das auch, dass man manchmal erstmal etwas komisch beäugt wird, wenn man sagt, dass man heute eben keinen Alkohol trinkt.

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Ist das nicht eigentlich absurd?! Anstatt das Ganze damit auf sich beruhen zu lassen, bekommt man Fragen gestellt wie: „Bist Du schwanger (bin ich nicht^^)/ ach komm‘, nur ein Glas/ gehts Dir nicht gut?!“. Man muss sich häufig erklären, weshalb man nichts trinkt. Um dem zu entgehen, habe ich beschlossen es einfach gar nicht großartig zu thematisieren und so sind inzwischen fast 7 Wochen vergangen, in denen ich außer dem erwähnten Radler auf dem Waldfest nichts getrunken habe. Nicht, dass das jetzt eine wahnsinnig dokumentationswürdige Sache wäre, aber habt Ihr nicht auch manchmal das Gefühl, dass wir eigentlich oftmals trinken, weil es die Situation eben hergibt und nicht weil wir wirklich Lust hätten?! Ein lauer Sommerabend im Biergarten, das Treffen mit den Freunden, das Glas Wein zum Essen, der Umtrunk in der Firma. Ganz unbewusst konsumieren wir doch viel öfter Alkohol, als man meint. Erst wenn man sich das tatsächlich mal vor Augen hält, wie häufig es dann doch vorkommt, sieht man auch, wieviel des Zellgiftes man seinem Körper wirklich zuführt.

Mein Zwischenfazit: kein Alkohl, kein Problem. Und ganz nebenbei freue ich mich auch über die netten side effects: ein ruhigeres Hautbild, keinen Kater nach einer durchgefeierten Nacht, keine Einbußen in Sachen sportlicher Aktivität und Regeneration, keine leeren Kalorien #YAY

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recap | Liebling, wie war Dein Monat

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