eat | Die 10 häufigsten Fragen zum Thema intermittent fasting für Euch beantwortet

Schaue ich auf die (nicht weiter erwähnenswerte) Statistik des Blogs, so ist mir eines aufgefallen: vor allem die sehr ausführlichen und umfangreich recherchierten Artikel werden immer wieder häufig geklickt und erfreuen sich auch noch Monate nach der Erscheinung großer Beliebtheit. Das freut mich tatsächlich sehr, denn solche Artikel schreiben sich nicht von allein und benötigen oftmals mehrere Wochen von der Idee, über die Recherche und schließlich die Umsetzung – dass sie dann weiterhin regelmäßig aufgerufen werden, ist die Mühe alle mal wert. Zudem bestätigt dieser Befund anschaulich, dass mit Blogs der Wissenstransfer dauerhafter gelingt als beispielsweise mit Instagram. Keiner würde auf Instagram zu einem Bild scrollen, das vor (gerade mal) 4 Wochen gepostet wurde und auf dem ich bestimmte Konzepte eines Trainingsplans, einer Ernährungsweise oder Ergüsse zum Thema Hautpflege niederschreibe. Dafür ist das gepostete Bild – und die damit verbundene Information – für Instagram-Verhältnisse bereits so was von out of date, uninteressant, weil nicht mehr aktuell.

Trotzdem hat Instagram seine Daseinsberechtigung – „aktuell“ ist hier das bereits genannte Stichwort: Instagram ist für mich das Tool schlechthin, um auf dem Laufenden zu bleiben. Mich interessiert was die Leute, denen ich folge so treiben, möchte informiert werden, wenn ein neuer Blogpost eines Bloggers online geht und hole mir Inspiration oder Ideen. Außerdem, wer schaut sich nicht gerne schöne Bilder an?! Dennoch bleibt für mich der Blog die eigentliche Plattform, um eine langfristige (Knowledge)Base zu schaffen und eine Story zu erzählen.

Während ich also in die Statistik der letzten 16 Monate schaue, habe ich bemerkt, dass der Beitrag zum Konzept und der Theorie des Intermittierenden Fastens (IF), auch beinahe 10 Monate später immer noch täglich angeklickt wird. Sei es auf dem Blog, per Email oder auf Instagram, mich erreichen immer wieder interessierte Anfragen, was IF kann, weshalb ich mich entschlossen habe meine Ernährung derart anzupassen oder wie ich davon profitiere.

Daher möchte ich heute die Gelegenheit nutzen und Antworten zu den 10 häufigsten Fragen liefern, die mich in diesem Zusammenhang immer wieder erreichen.

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Intermittierendes Fasten kann auf viele Arten umgesetzt werden. Welchen Ansatz fährst Du und warum?

Das intermittierende/ unterbrochene Fasten ist eine Ernährungsweise, bei der sich Phasen des nicht-Essens mit Phasen, in denen gegessen wird abwechseln. Es hat nichts mit religösem, esoterischen oder Heilfasten zu tun, sondern ist einfach eine Art und Weise wie man isst. Die Fastenphasen können unterschiedlich gewählt werden, sind in der Regel aber durch eine Dauer von mindestens 12 h gekennzeichnet.

Beim alternate day fasting wechseln sich Fastentage (leichte Kost bis ca. 500 kcal, viel Trinken und Flüssigkeit) mit Tagen, an denen normal gegessen wird ab. Andere ernähren sich die Woche über im Rahmen einer Fastenperiode (5 Tage) und essen dann an zwei Tagen wie gewohnt. Andere Fasten täglich, indem entweder 20h bzw. 16h gefastet wird und während 4h bzw. 8h gegessen werden kann (20/4 bzw. 16/8). Alles in allem muss man das aber auch nicht 100% eng sehen, etwas Flexibilität ist immer dabei und macht es leichter, situativ reagieren zu können und langfristig dabei zu bleiben.

Für mich war ziemlich schnell klar, dass 16/8 IF zu meinem Tagesablauf und Alltag am besten passt. Auch wenn ich immer ein großer Frühstücksfan war, esse ich seit ca. einem Jahr in der Regel das erste Mal zwischen 12.30 und 13.30h, entsprechend das letzte Mal gegen 20.30h und 21.30h. Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht auf das Abendessen verzichten muss, denn Dinner Cancelling konnte ich noch nie (…verstehen, wie man das freiwillig macht^^). Im Gegensatz dazu fiel es mir schon immer leicht, die erste Mahlzeit des Tages zu schieben. Außerdem hat das für mich den Vorteil, dass ich die vielen Dinner-Meetups mit meinen Freunden weiterhin in aller Ausführlichkeit betreiben kann. Frühstück gibt es nach wie vor, jedoch inzwischen eher am Wochenende um die Mittagszeit herum.

Hast Du denn keinen Hunger, wenn du 16h nichts isst?

Alles eine Frage der Gewohnheit! Und das lässt sich sogar biologisch und biochemisch erklären.

Biologische Erklärung

Bevor sich der Mensch dank uneingeschränktem Zugang zu Lebensmitteln (zumindest in unseren Breitengraden) immer mehr in eine wohlgenährte und oft überfütterte Spezies verwandelt hat, war es die Regel wenig bzw. genauer gesagt, selten zu essen. Hungerphasen waren normal, im Sommer wurde mehr gegessen um für den Winter Reserven aufzubauen. Zudem war es Gang und Gäbe, nur einmal am Tag zu essen. Erst in den letzten 100-200 Jahren hat es sich entwickelt, dass mehrere Mahlzeiten täglich eingenommen wurden. Betrachtet man dies vor dem Hintergrund der Evolution, ist diese Zeitspanne ein Schluckauf im Zeitstrahl der menschlichen Geschichte. Nichts das sich bereits auf Dauer evolutionär in unser Genom verankert hat. Der Mensch ist also im Grunde an das Fasten gewöhnt, toleriert es gut, hat es jedoch „verlernt“.

Biochemisch/ physiologische Erklärung

Warum haben wir dann trotzdem Hunger, kaum dass wir mal 5-8h nichts gegessen haben? Das liegt natürlich einerseits daran, dass wir tatsächlich auch Hunger empfinden. Aber der Hauptgrund ist und bleibt Gewohnheit, denn biochemisch gesehen wird das Hungergefühl unter anderem über das Hormon Ghrelin geregelt, das zu einer bestimmten Zeit ausgeschüttet wird und für ein Hungergefühl sorgt. Die Zeit zu der unser Körper Ghrelin ausschüttet kann antrainiert werden. Wenn man es also gewohnt ist, immer gleich morgens zu essen, wird der Körper auch immer gleich morgens Ghrelin ausschütten – weil wir eben so konditioniert sind [1] (). Diese Konditionierung kann man durch entsprechende Maßnahmen anpassen, indem man seine Essgewohnheiten ändert, sprich in diesem Fall den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme verschiebt.

Wie machst du das mit dem Training in den Fastenphasen?

Das Hungergefühl vor 12h habe ich mir inzwischen fast vollständig abgewöhnt bzw. habe ich meinen Körper wie oben beschrieben, neu konditioniert. Jedoch bin ich noch nicht vollkommen „IF-akklimatisiert“. Das zeigt sich daran, dass ich beispielsweise längere Ausdauereinheiten nüchtern nicht ganz so gut toleriere wie ich es gerne würde. Solange es kurze Einheiten bis 45 min sind, geht es auch mal nüchtern mit einem anschließenden Essen um die Mittagszeit. Lange Trainingseinheiten verschiebe ich derzeit aber immer noch eher auf den Nachmittag oder Abend, wenn ich ca. 2-3 h davor gegessen habe und nicht im Unterzucker bin. Das und weil ich meistens nach der Arbeit trainiere, sorgt dafür, dass nüchterne Workouts bei mir derzeit noch eher selten sind. Florian von www.dies-leben.de hat mir aber versichert, dass es eine Frage der Gewohnheit und Anpassung ist – wer sich bereits länger in einem IF Zyklus ernährt, kann selbst lange Ausdauereinheiten nüchtern bewältigen. Wer noch nicht soweit ist, kann sich kurz vor dem Training einen kleinen Energieschub holen und z.B. eine Handvoll Nüsse essen.

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Fastest Du auch im Urlaub?

Im ersten Moment klingt diese Frage für den Außenstehenden vermutlich total gerechtfertigt, für mich trifft sie aber auf völliges Unverständnis. Das wäre als wenn ich andere fragen würde: frühstückst Du auch im Urlaub?! Das intermittierende Fasten ist für nicht nichts, das ich nebenbei mache, weil es mir gerade gefällt oder es „in“ ist. Es ist einfach die Art und Weise, wie ich mich im Alltag ernähre. Es ist kein Zwang, keine temporäre Diät, ich denke nicht ständig darüber nach, es ist einfach normal.

Was eine andere ganz Sache ist: bin ich im Urlaub mit Freunden – klar esse ich gemeinsam mit ihnen. Bietet das Hotel, in dem ich untergekommen bin ein Wahnsinns-Frühstücksbuffet – warum das sausen lassen? Werde ich den ganzen Tag auf der Skipiste verbringen – logisch, dass ich ich vorher stärke. Das sind aber Ausnahmen, die mich nicht weiter stören. Etwas Flexibilität schadet nicht und nur weil ich vielleicht 15 Tage im Jahr doch mal komplett IF-unabhängig esse, bricht die Welt nicht zusammen. Wenn es halt mal nicht passt, dann sei’s drum.

Willst Du abnehmen oder warum ernährst Du dich auf diese Weise?

Ich arbeite an meiner Ausdauer und an einem Muskelaufbau. Also hell no, ich will nicht abnehmen! Mein Körper braucht Nährstoffe um diese Ziele zu erreichen. Generell ist diese Frage irgendwie bedenklich und doch spiegelt sie ein gängiges Gesellschaftsbild wider – als ginge es ständig nur darum, Gewicht zu verlieren. Ich will gesund und fit sein. Intermittierendes Fasten bietet in meinen Augen und für meine Zwecke viele gesundheitliche Vorteile und das ganz unabhängig vom Gewichtsverlust:

  • niedrigere Cholesterinspiegel
  • niedrigere Blutzuckerwerte
  • Verminderung des Körperfettes
  • verminderte Entzündungsreaktionen
  • gesteigerte Ausdauer
  • gesteigerte Herz-Kreislauffunktion
  • besserer Schlaf

Darf man in den Fastenzeiten trinken?

Na klar und unbedingt. Im Gegensatz zum religiösen Fasten, ist der Konsum von Flüssigkeiten sogar ausdrücklich empfohlen. Ungesüßter Tee, Wasser, infused Water, Kaffee ist „erlaubt“. Gerade auch in der Umstellungsphase kann es beim Kampf gegen den sich pünktlich meldenden Hunger helfen, viel zu trinken. Es füllt den Magen und beschäftig einen, bis das Essensfenster aufgeht. Zudem haben wir letztens gelernt, dass ausreichend trinken den Vasopressin-Spiegel im Blut niedrig hält und viele positive Effekte auf die Gesundheit hat.

Was hat sich seit der Umstellung auf eine Ernährung nach IF bei dir getan?

Tatsächlich so einiges: ich esse bewusster und nicht mehr wahllos oder gar aus Langeweile. Meine Konzentrationsfähigkeit am Morgen hat sich verbessert und generell bin ich morgens inzwischen aktiver, stehe früher auf, nur die Sache mit dem Frühsport ist noch immer nicht ganz meins^^.

Des weiteren habe ich auch den Eindruck, dass sich physisch etwas getan hat. Klar habe ich parallel dazu angefangen, mein Training zu steigern. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Kombination aus IF und Trainingsanpassungen mir geholfen hat. Meine körperliche Leistungsfähigkeit im Training hat sich verbessert. Sowohl im Bereich Ausdauer als auch Kraft sehe ich einen deutlichen Sprung. Lange Einheiten über 18 km konnte ich früher gerade mal mit einer Pace zwischen 6:00 – 6:20/km laufen, ich kam gefühlt nicht vom Fleck und jeder Schritt war wie Blei. Heute laufe ich mit einer Pace von 5:20 – 5:40 /km und fühle mich gut und entspannt dabei. Im Krafttraining konnte ich meine Leistung ebenfalls steigern – sogar einbeinige Kniebeugen und Klimmzüge (ein paar wenige^^) sind inzwischen drin.

Last but not least, was vielleicht die meisten interessiert: Zahlen, was ist mit ZAHLEN?! Leider muss ich hier passen. Ich habe keine Waage, auf die ich mich regelmäßig stelle, daher habe ich auch keine Ahnung, was mein aktuelles Gewicht ist bzw. was sich seit meiner Umstellung getan hat. Jedoch habe ich mich grob ausgemessen und es sind einige Zentimeter an Beinen, Taille, Bauch und Hüfte gefallen. Meine Klamotten sitzen weiter und manchmal frage ich mich, ob ich die Kleidergröße wechseln muss…

Ist IF für jeden sinnvoll?

Nicht unbedingt. Einerseits liegt das in der Tatsache begründet, dass jeder Mensch anders ist und somit andere Vorlieben und Ansprüche an seine Ernährung stellt. Warum sonst kommen die einen mit low-carb oder low-fat zurecht, ernährt sich der nächste ketogen, paleo oder was weiß ich. Ernährung ist eine sehr individuelle Geschichte und solange man etwas gefunden hat, das zu einem persönlich passt, ist das die Hauptsache. Kein Grund mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend zu rennen und jedem erzählen zu müssen „nur so und so sowieso auf gar keinen Fall“.

Ein weiterer Grund weshalb IF nicht für jeden gemacht ist, lässt sich auch sehr simpel beantworten: es passt schlichtweg nicht in den Tagesablauf. Wenn es so wäre, würde ich mich aber auch nicht weiter verbiegen.

Zu guter Letzt ein ernsterer Grund, weshalb manche von IF die Finger lassen sollten. Wer noch in einer Essstörung steckt oder sie nicht vollständig überwunden hat (naja, gut… hat man das jemals?!) – beispielsweise Binge Eating oder Bulimie – für den können die Essenphasen eventuell triggernd sein. Denn es besteht die Gefahr, dass man in kurzer Zeit viel Nahrung konsumiert und damit alte Gewohnheiten aufleben lässt. Wen das betreffen sollte: geht bitte verantwortungsvoll mit Euch um und hinterfragt kritisch, bevor Ihr riskiert, in ungesunde Muster zurück zufallen!

Fehlt Dir etwas?

Über diese Frage muss ich eigentlich nicht lange nachdenken, denn die Antwort lautet schlicht und ergreifen: nein, mir fehlt nichts. Auch wenn ich länger drüber nachdenke, fällt mir nichts ein. Denn wenn man mal ganz ehrlich ist: wo ist das Problem, mal 16h nichts zu essen, wenn man doch danach im Grunde essen kann, was man will (unter der Voraussetzung, dass man kein over eating betreibt)?!

Kann man mit IF abnehmen?

Kann man, muss man aber nicht. Theoretisch sollte man währen der Essensphasen etwa den gleichen Umfang an Nahrung hinsichtlich Makro- und Mikronährstoffe zu sich nehmen. Oftmals erreicht man jedoch schnell das Sättigungsgefühl und hört auf zu essen, obwohl man kalorientechnisch noch Luft nach oben hätte. Wenn man dann auch erst wieder isst, sobald sich der Hunger erneut einstellt, befindet man sich oft auch schon am anderen Ende des Essensfensters. Daher komme ich oft nur auf zwei Mahlzeiten am Tag, was sich gerade zu Beginn in einem Gewichtsverlust bemerkbar gemacht hat.

Kurzzeitig habe ich deshalb meine Kalorien getrackt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ich mich im Defizit bewege oder nicht. Tatsächlich war ich oft deutlich unter 1400 kcal, was bei einem Aktivitätsumfang doch etwas wenig ist. Da ich meine Muskulatur aufbauen bzw. erhalten will, habe ich gezielt darauf geachtet, meinen Tagesbedarf auch wirklich zu essen – ohne gleichzeitig leere Kalorien oder Junkfood zu konsumieren.

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Das waren also die häufigsten Fragen, die mir in den letzten Monaten wieder und wieder gestellt wurden. Fehlt Dir eine Antwort oder ist immer noch ein Punkt offen, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Literaturangabe

[1] Hsu et al. Ghrelin: A link between memory and ingestive behavior. Physiol Behav. 2016 Aug 1;162:10-7.

eat | was, wie, warum eigentlich intermittierendes Fasten

 

11 Gedanken zu “eat | Die 10 häufigsten Fragen zum Thema intermittent fasting für Euch beantwortet

  1. Vielen Dank noch mal für duesen weiterführenden Artikel! Und ja, ich liebe Insta für die schnelle Info, aber für alles tiefergehende hinaus, bevorzuge ich noch immer Blogs. Ich fand den ersten Post zum Thema IF ja schon sehr spannend. Ich kann nur bestätigen, dass das Hungergefühl konditionierbar ist. Ich war noch nie ein Frühstücksmensch und schon als Kind lag mir meine Mutter immer damit in den Ohren, dass ich doch wenigstens einen warmen Kakao trinken solle, um „etwas im Magen zu haben“. Wenn ich einigermaßen diszipliniert esse (und tatsächlich mache ich das nach Weight Watchers, weil mir das am meisten Orientierung bietet, ausgewogen, gesund und nicht so viel „Scheiß“ zu essen^^), dann habe ich das immer mit dem Frühstück versucht. Irgendwann klappt das und ich habe morgens auch Hunger, aber dann eben auch ständig wieder am Tag. Was ich schon etwas nervig finde, weil ich dann ständig über’s Essen nachdenken muss, statt es einfach intuitiv handzuhaben. Von daher fand ich Deinen Artikel damals sehr beruhigend und handhabe es jetzt ähnlich wie Du; erste Mahlzeit um den Mittag herum. Fühlt sich für mich einfach ’natürlicher‘ an. Gut finde ich, dass Du auch noch mal schreibst, dass das eine individuelle Sache ist und nicht jedes Konzept auch für jeden passt. Mit Low Carb kann man mich z.B. jagen; auch da habe ich permanent Hunger.
    Kleine Anmerkung noch; niedrige Blutzuckerwette und Co. klappen natürlich nur, wenn man auch entsprechend ißt 😉 Aber das sollte eigentlich ja auf der Hand liegen^^.

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    • Hallo Liebes,

      vielen Dank für Dein Feedback und ausführliches Kommentar – da freue ich mich immer sehr drüber!!

      Interessant, was Du berichtest, spiegelt es doch sehr gut wieder, wie unterschiedlich wir alle in Sachen Ernährung ticken und man am besten seinem Bauchgefühl folgt… allgeimeine Aussagen und Ernährungsgrundsätze passen einfach nicht immer auf jeden. So wie eben das Beispiel mit dem Frühstück zeigt.

      Liebste Grüße,
      Sarah

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  2. Hallo Sarah,

    wieder mal ein toller Artikel. Ich kam zu IF, da ich abnehmen wollte, weil ich vorher unbedingt zunehmen wollte 🙂 Ich fand es immer komisch, wenn Menschen rum geheult hatten, das sie nicht abnehmen können, also dachte ich mir, ok nehme ich selber mal ein paar Kilo zu um die dann einfach wieder abzunehmen. War ein richtiger Akt für mich 10 Kilo zuzunehmen, da ich sonst seit Jahren das selbe Gewicht hatte, +- 1 Kilo. Als ich dann die 10 Kilo geschafft hatte, wollte ich die dann wieder abnehmen und habe den Standard gemacht, den viele wohl machen wie nur die Hälfte Essen oder irgendeine Diät. Gebracht hatte es 0, also hatte ich mich mal da etwas belesen und kam zufälligerweise auf IF, wobei da gar nicht die Intention war dadurch abzunehmen, sondern ich fand IF an sich spannend. Hatte dann binnen 6 Monaten ohne das ich extra was dafür getan habe 12 Kilo abgenommen. Jetzt habe ich eher das Problem, das ich nicht noch weiter abnehme, denn so langsam rutschen meine Hosen immer runter 🙂 da meine kcal am Tag zu wenig sind. Muss mir da mal was raussuchen, damit ich die kcal steigern kann.
    Die 16/8 Variante ist auch meine Variante, nur sollte es bei mir nicht deutlich länger als 16 Stunden sein, denn dann, das merke nicht nur ich sondern auch andere, werde ich bei jeder Kleinigkeit sauer. Liegt aber auch vielleicht nur daran, das mein Blutzuckerspiegel komplett im Keller ist.
    Laut meiner Gastroenterologie sollte ich allerdings auf IF verzichten, denn wie sie mir sagte, ist IF komplett falsch, denn 1. schädige ich meinen Körper damit, denn der ist nicht darauf ausgelegt so lange nichts zu essen. 2. Schafft sie es nicht 10 Stunden nichts zu essen, ergo muss ich da jetzt wohl davon ausgehen, das es für andere auch nicht schaffbar sein sollte … 🤔 , aber die gleiche Frau sagte mir, als ich ihr sagte das ich mich Pescetarisch ernähre (habe ihr erklärt was das ist) das ihre zukünftige vegetarische Schwiegertochter auch nur Fisch isst. Habe ihr dann erklärt, das jemand der Fisch isst nicht vegetarisch sein kann … Von einer Ärztin dachte ich eigentlich schon, das sie den Unterschied zwischen vegetarisch und nicht vegetarisch, aber anscheinend wohl nicht … Die Stimmung bei ihr war dann aber komplett auf aggro Level, sie wurde immer lauter, keine Ahnung warum, wir waren alleine im Raum, als ich ihr dann noch sagte, das ich Vitamin D supplementiere. Darauf kam dann gleich, das ich das sein lassen solle, denn dadurch bekomme ich Nierensteine. Habe ihr dann gesagt, das jeder, der Vitamin D supplementiert Vitamin K nimmt, damit das nicht passiert, aber ich hätte auch gegen eine Wand reden können, hätte das gleiche gebracht. Habe mich dann freundlich verabschiedet, brachte ja alles nicht. Dann kam wieder der Klassiker, ich soll doch einfach Dr. Google fragen bla bla. Sie scheint zu vergessen, das wir nicht mehr in den Anfangstagen vom Internet sind, wo ein Bauarbeiter vielleicht bei Wikipedia über Herztransplantationen geschrieben hat, sondern das heute wie z.b. auf diesem Blog Menschen von Themen schreiben die Ahnung von der Thematik haben, aber man merkt, das sich da einige Ärzte schon arg gekränkt fühlen, wenn man nicht nur der Bittsteller ist, der den Arzt als Gottheit ansieht, sondern, wenn man selber sich auch informiert.
    Gerade gemerkt das ich etwas lang geworden bin ^^.

    Dir noch ein schönes WE, ich gehe jetzt den Flur und die Treppe malern.

    Allerliebste Grüße von der kalten herbstlichen Ostsee

    Sebastian

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    • Hallo lieber Sebastian,

      immer wieder schön, von Dir zu lesen! Ich hoffe, Du hast Deine Treppe und en Flur noch schon flott gemacht… das bräuchte mein Flur auch dringend mal wieder^^
      Und keine Sorge wegen zu langer Kommentare!! ganz im Gegenteil, ich finde es immer interessant, von den Erfahrungen der Leser zu hören und Feedback zu den Artikeln zu erhalten. Das gibt mir auch bisschen ein Gefühl für das, was Themen-thechnisch relevant für den Blog sein könnte 🙂 Also kein Grund zur Sorge!!

      Irre, was Du da mit deiner Ärztin erlebt hast, aber ich könnte da auch Geschichten erzählen… unglaublich. Manchmal hat man das Gefühl, als Patient besser informiert zu sein, als der Arzt selbst und auch nicht selten habe ich es erlebt, dass man quasi am besten bereits mit „seiner Diagnose“ in die Sprechstunde kommt, denn ansonsten kann/will einem keiner helfen. Wie oft saß ich in einem Sprechzimmer und habe meine Beschwerden geschildert und es kam nur die Frage „wie lang soll ich Sie krankschreiben?“- What?! Hallo, ich bin krank und will gesund werden, ich will nicht krankfeiern 😦 Echt schade. Darum gebe ich Dir recht – das Internet bietet heutzutage bereits sehr viel bessere Möglichkeiten, sich sinnvoll zu informieren. Trotzdem wäre natürlich nach wie vor ein bemühter und guter Spezialist immer die erste Adresse. Wenn man dann aber solche Erfahrungen macht, lässt einen das schon ins Zweifeln geraten…

      Ich vermute, Du hast inzwischen den Arzt gewechselt?! 😉

      Liebste Grüße,
      Sarah

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  3. Hallo Sarah!
    Mein großes Kompliment: ich finde es so toll, dass dir überwiegend um deine Gesundheit und Fitness geht und nicht um dein Gewicht! Es ist wirklich schön zu hören, wenn mal jemand keine Waage hat und sich deshalb nicht stresst!

    Ich habe noch eine off-topic Frage. Entschuldige bitte! Ich möchte gerne diese coolen Sonnencremes mit den hohen UVA-Werten benützen – aber sie sehen auf meiner öligen Haut immer so speckig-glänzend aus. Jetzt sagen viele Blogger, sie „kriegen das mit Make-up hin“. Aber ich weiß nicht wie? 😥 Puder mag zwar einen mattierendes Effekt haben aber da ich müsste Tonnen auftragen. Wie machst du das? Hast du Empfehlungen für mich – ich kenne mich bei dekorativer Kosmetik nicht so gut aus – bin mehr im Bereich der Pflege unterwegs 😉

    Liebe Grüße und schöne Woche!
    Elisabeth

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Elisabeth,

      nun bin ich auch wieder aus dem Urlaub zurück und habe genug Zeit, Dir in Ruhe zu antworten 🙂

      Erstmal vielen lieben Dank für Dein Feedback zum Artikel und Deine lieben Worte! Ja, Gesundheit ist mir sehr wichtig und dass ein gesunder Körper erstmal nicht unmittelbar etwas mit der Zahl auf der Waage zu tun hat, sollte viel mehr in die Köpfe der Menschen. Klar, es gibt immer einen Punkt, ab dem das (Über-)Gewicht zum Problem werden kann, aber das ist eine eindere Sache. Was mir wichtig ist, ist die Tatsache, dass man sich nicht zu sehr von einer Zahl beeinflussen lassen sollte. Wenn man gesund ist, sich gut ernährt und regelmäßig Sport macht, dann sollte das so viel mehr wert sein, als irgendeine Zahl- leider machen viele immer noch so viel davon abhängig… schade eigentlich.

      Nun noch zu Deiner off-topic Frage 😉 Also ich frage mich oft genau das selbe. Was genau sind denn bitte diese unglaublichen Tricks und Kniffe, mit der man glänzende Sonnencremes so herrlich mattierend hin bekommt 😉 Also entweder ich verstehe das problem nicht ganz oder ich gehe die Sache noch zu basic an. Denn im Grunde mache ich nichts anderes als folgende zwei Sachen: nachdem der SPF auch nach mehreren Minuten Einwirkzeit immer noch glänzt (ca. 15-20 min) lege ich ein Kosmetiktuch aufs Gesicht und drücke es ein paar mal fest an, um überschüssigen Glanz zu reduzieren. Das nimmt hauptsächlich die Pflegestoffe/Öle von der Haut, nicht aber die UV-Filter an sich. Danach gehe ich mit einem farblosen losen Puder drüber und mattiere so den Rest. That’s it – viel mehr mache ich da im Grunde auch nicht. In der Regel versuche ich aber auch stark fettende Sonnencremes zu vermeiden und greife eher zu an sich schon mattierenden Cremes. Beispielsweise diese hier:
      http://shop.missha-deutschland.de/epages/es133810.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/es133810/Products/M9606
      https://www.ifc-deutschland.com/gel-oil-free-spf-50.html

      Welchen Sonnenschutz vewendest Du denn aktuell, der Dir da ein nicht ganz optimales Finish beschehrt und einen so hohen UVA Schutz hat?? Würde mich ja sehr interessieren 🙂

      Liebste Grüße und bis bald,
      Sarah

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      • Hallo Sarah!

        ich hoffe du hattest eine schöne Zeit in Südfrankreich und konntest dich gut erholen Sonnencreme -> MakeUp. ABER Wenn ich eine Creme drunter verwende könnten doch die UV-Filter Schwierigkeiten haben in die Haut einzuziehen. Trage ich eine Creme darüber auf könnte ich die UV-Filter abwischen.
        @3. Trick transparentes Puder: Ich habe auch ein transparentes Puder (von Benecos) vor 1 Woche gekauft. Wirklich toll das es Produkte gibt für Leute, die sich schwer tun ihren Hautfarbton zu finden. Das betont aber ganz schrecklich meine momentanen Retinol-Schuppen. Hoffentlich sind die Schuppen bald weg und kann ich das Puder dann einsetzen (aber ich befürchte, dass es alleine nicht ausreichend wirkt).

        Entschuldige bitte, dass es jetzt eine so lange und ausführliche Antwort wurde. Wie du siehst das Thema beschäftigt mich sehr und ich bin noch sehr ängstlich/übervorsichtig was die Funktionalität der UV-Filter angeht.

        Liebe Grüße und schönes Woche,
        Elisabeth

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      • Ups. Irgendwie hat er nicht die ganze Antwort gepostet sondern irgendwie komisch abgeschnitten. Kann es sein, dass es eine Maximalzeichen-Anzahl gibt? Ich poste nochmals hier meine Antowort:

        Hallo Sarah!

        ich hoffe du hattest eine schöne Zeit in Südfrankreich und konntest dich gut erholen ❤

        Ich finde es z.B. so erschreckend, wenn schlanke Frauen sich als dick bezeichnen und unbedingt abnehmen wollen. Ich glaube ich kenne keine Frau, die mit ihrer Figur zufrieden – echt traurig. Es ist so schön von jemanden zu hören der zufrieden mit sich ist und nicht meint, die Zahlen der Waage müssen um jeden Preis noch runter.

        Du hast mich übrigens motiviert wieder mit Training anzufangen. Wo es im Sommer bisher so heiß war – habe ich es aufgeschoben (mit sehr schlechten Gewissen). Jetzt (nach dem heutigen Training) bin ich ganz entspannt und glücklich ausgepowert 🙂

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      • Vielen Dank für deine Antwort!! Momentan benütze ich die Biore UV Aqua Rich Watery Gel SPF50+. Mit dem Finish bin ich zufrieden – allerdings hat die Sonnencreme an 2. Stelle Alkohol und nur PPD 16. Seit ca 2 Monaten benüzte ich 1% Retinol (von the Ordinary – ich habe auf Instagramm gesehen, dass du es auch testest 😉 ) und ich Schuppe mich – weshalb momentan kein Finish wirklich gut aussieht und mir der PPD-Wert sehr wichtig ist.
        Zu Hause habe ich außerdem die Dermasence Solvinea Sonnenschutz-Gelcreme LSF 50+ (PPD 28) und die glänzt halt sehr (auch wenn ich sie auf 2 Schichten auf nasse Haut auftrage), rollt aber nicht ab und noch weißelt sie. In Zukunft würde ich SOOOO GERNE die URIAGE Bariésun XP Crème SPF 50+ benützen, die hat einen PPD 65 (!!!) aber sie weißelt angeblich (d.h. ich müsste wohl mit färbigen MakeUp drüber gehen – keine Ahnung wie ich das tun soll???). @HELIOCARE 360° GEL oil-free SPF 50: Ich habe vor einer Woche die österr. Vertriebsfirma angeschrieben und um eine Probe gebeten aber sie haben noch nicht geantwortet :/

        Es ist sehr interessant, dass du Taschentuch-Antupfen machst. Bisher habe ich mich das nicht getraut aus Angst die UV-Filter damit zu beschädigen. Ich traute mich nichtmals ein Mittagsschläfchen zu machen aus Angst, wenn ich am Gesicht liege die UV-Filter abzutragen. Meine Überlegung dazu war: dass es ja heißt, man solle nach dem Schwimmen Sonnencreme deshalb nachtragen weil man durch das Abtrocknen mit dem Handtuch so viel Sonnencreme abwischt (anderseits habe ich inzwischen gelesen, dass mineralische nach neuesten Erkentnisstand mehr in der Haut als auf der Haut wirken, aber nur wenn sie Nano sind, oder so). Vielleicht ist der Taschentuch-Trick erlaubt bei jeder Sonnencreme die chemische Filter enthält und bei Titandioxid/Zinkoxid besser doch bleiben lassen – außer es steht Nano dabei? Wobei Titandioxid vielleicht eh nicht ein so wichtiger Filter ist da er nicht UVA1 abdeckt.

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  4. Als 2. NonMakeUp-Trick gäbe es noch mattierende Tagescreme aufzutragen (zB Bioderma Sébium MAT Control) aber da weiß ich nie ob ich sie drunter oder drüber auftragen soll? Es heißt zwar immer: Pflege -> Sonnencreme -> MakeUp. ABER Wenn ich eine Creme drunter verwende könnten doch die UV-Filter Schwierigkeiten haben in die Haut einzuziehen. Trage ich eine Creme darüber auf könnte ich die UV-Filter abwischen.
    @3. Trick transparentes Puder: Ich habe auch ein transparentes Puder (von Benecos) vor 1 Woche gekauft. Wirklich toll das es Produkte gibt für Leute, die sich schwer tun ihren Hautfarbton zu finden. Das betont aber ganz schrecklich meine momentanen Retinol-Schuppen. Hoffentlich sind die Schuppen bald weg und kann ich das Puder dann einsetzen (aber ich befürchte, dass es alleine nicht ausreichend wirkt).

    Entschuldige bitte, dass es jetzt eine so lange und ausführliche Antwort wurde. Wie du siehst das Thema beschäftigt mich sehr und ich bin noch sehr ängstlich/übervorsichtig was die Funktionalität der UV-Filter angeht.

    Liebe Grüße und schönes Woche,
    Elisabeth

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